Wenn es ums Eigenheim geht, rangiert Deutschland in Europa fast auf dem letzten Platz.
Mit einer Eigentümerquote von nur 43 Prozent liegt Deutschland zwar noch vor der Schweiz (deren Quote ist bei 35 Prozent), aber in den anderen europäischen Ländern wohnen deutlich mehr Menschen in den eigenen vier Wänden.
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Statistisch gesehen ist Deutschland also ein Mieterland. Das dürfte vorerst auch so bleiben. Denn der Bau von Eigenheimen wird nach Ansicht von vielen Experten auch in den kommenden Jahren nicht wesentlich zunehmen.
Dennoch haben Immobilien bei der Vermögensbildung eine große Bedeutung. Die Hälfte des privaten Vermögens steckt in Wohngebäuden und Grundstücken. Insgesamt liegt die Zahl der Wohneinheiten knapp unter 40 Millionen. Davon gehören aber etwa 37 Prozent privaten Kleinvermietern. Bund, Länder und Kommunen besitzen natürlich auch zahlreiche Häuser.
Allerdings haben sie seit dem Jahr 2003 kräftig verkauft. Das große Interesse internationaler Investoren an deutschen Wohnungen ist zu verlockend gewesen, zumal die eigenen Kassen leer waren. So gab die öffentliche Hand nach Angaben von Analysten schätzungsweise 700.000 Wohnungen ab. Zugegriffen haben große Unternehmen sowie Finanzinvestoren.
(SZ vom 11. 04. 2009/als)
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