Inflationsrate: Höchster Wert seit drei Jahren Die Preise ziehen kräftig an

Schlechte Nachricht für die Verbraucher: Die Preise in Deutschland steigen immens. Im April beträgt die Inflationsrate 2,4 Prozent - und liegt damit so hoch wie seit Oktober 2008 nicht mehr. Analysten warnen bereits vor dieser Entwicklung.

Das Leben in Deutschland wird teurer. Im April stiegen die Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen am Mittwoch mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Oktober 2008.

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Preistreiber waren erneut Sprit und Heizöl. Damit übertrifft die Jahresteuerung die Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei Teuerungsraten bis knapp unter 2,0 Prozent die Preisstabilität gewahrt sieht. Ulrike Rondorf von der Commerzbank warnte: "Die Inflationsrisiken in Deutschland sind mittlerweile akut."

Im März hatte die Jahresteuerung bei 2,1 Prozent gelegen. Die Notenbank hat bereits reagiert und den Leitzins im Euroraum leicht auf 1,25 Prozent erhöht. Experten erwarten, dass die Währungshüter in den kommenden Monaten im Kampf gegen die Inflation weiter an der Zinsschraube drehen werden. Binnen Monatsfrist legten die Preise um 0,3 Prozent zu.

Zuvor hatte bereits der Lebensmittelhandel angekündigt, dass sich die Bundesbürger auf kräftige Preiserhöhungen einstellen müssen. Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka rechnet mit einer Verteuerung "von zumindest zwei Prozent, vielleicht noch etwas darüber". Das sagte der für den Wareneinkauf zuständige Vorstand Gert Schambach am Mittwoch in Hamburg bei der Vorstellung der Bilanz.

Edeka spüre "eine substanzielle Inflation" in seinem Sortiment. "Es wird eine Teuerung geben, gar keine Frage", sagte Schambach. Bei einer vierköpfigen Familie mit monatlichen Lebensmittelausgaben von 500 Euro würde die Preisanhebung von zwei Prozent zehn Euro zusätzlich im Monat bedeuten.

Gemeinsam mit der Atomkatastrophe in Japan und den sich ausweitenden politischen Unruhen in Nordafrika und Nahost drücken die hohen Preise auch auf die Stimmung der Verbraucher in Deutschland. Zwar konnte die Anschaffungsneigung der Konsumenten ihr Niveau halten, die Konjunktur- und Einkommenserwartung gingen jedoch leicht zurück, wie die am Mittwoch veröffentlichte Konsumumfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK ergab.

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