Global greift die Inflation um sich und gefährdet das Wachstum. In vielen Schwellenländer hat es bereits zweistellige Preissteigerungen gegeben - die Fortschritte eines ganzen Jahrzehnts sind in Gefahr.
Die Inflation ist zurück. Sie quält die deutschen Gemüter, denn die Preise für Benzin, Gas, Rohöl und Lebensmittel steigen rasant. Innerhalb der europäischen Währungsunion lag die Inflationsrate im März bei 3,6 Prozent und im April bei 3,3 Prozent.
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Angst vor hoher Inflation: Vor allem den Menschen in Schwellenländern wie Indien machen die galoppierenden Preise zu schaffen. (© Foto: AP)
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Die Menschen reagieren reflexartig mit Furcht. Sie sparen so viel wie seit 1993 nicht mehr. Im ersten Quartal 2008 legten die Deutschen 14,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante, meldet das Statistische Bundesamt. Dabei stiegen die Löhne im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 3,4 Prozent. Doch die Teuerung frisst dieses Plus nahezu vollständig auf.
Anschaffungen werden auf Eis gelegt
In diesem Jahr dürfte die Inflation im Durchschnitt bei etwa 2,6 Prozent liegen, schätzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Dabei werde die Teuerung erst in der zweiten Jahreshälfte etwas zurückgehen. "Die niedrigen Inflationsraten der 90er Jahre wird es aber auf absehbare Zeit nicht mehr geben", prognostiziert DIW-Konjunkturchef Christian Dreger.
Er warnt zugleich vor einer Gefährdung der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. "Die Preisentwicklung dämpft die Erholung des privaten Konsums, auf der die konjunkturellen Perspektiven für dieses und nächstes Jahr beruhen." Inflationsängste halten Konsumenten von der Shopping-Tour ab, schon jetzt. "Größere Anschaffungen legen die Verbraucher nun auf Eis", stellt Rolf Bürkl fest, Experte der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Das ist die Binnensicht auf die Dinge.
Problem der Dollarbindung
Mindestens ebenso gefährlich ist die Tatsache, dass Inflation ein globales Phänomen geworden ist, denn Rohstoffe und Lebensmittel haben einen globalen Preis. Neben den Vereinigten Staaten sind vor allem die Schwellenländer betroffen, die Wachstumsmotoren der letzten Jahre. Würgt die Teuerung die dortige Konjunktur ab, leiden auch die exportorientierten Industriestaaten. In Russland beträgt die Geldentwertung inzwischen 14 Prozent, in China 8,5 Prozent und in Argentinien gar mehr als 20 Prozent pro Jahr. Hauptgrund: Teure Nahrungsmittel machen dort einen viel größeren Anteil an den Verbraucherausgaben aus.
Eigentlich müssten in diesen Staaten die Zinsen angehoben werden. Die Geldmenge ist dort im vergangenen Jahr durchschnittlich ein Fünftel gewachsen, so viel wie lange nicht. Doch höhere Zinsen würden für die Währung einen Aufwertungsdruck erzeugen, was die politisch gewollte Anbindung an den Dollar gefährdet. Um die Wechselkurse stabil zu halten, müssten die dortigen Notenbanken Dollar kaufen. Das könnten sie nur mit neu gedrucktem Geld, was die Inflation weiter anheizt. Ein Teufelskreis.
Lesen Sie weiter, warum die von Ökonomen gefürchtete Lohn-Preis-Spirale vor allem den Schwellenländern droht.
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Bruce Springsteen in Frankfurt
... und damit das Sagen!
Und der Zinseszinseffekt läßt deren Einnahmen immer stärker sprudeln, auf Kosten der Volksbasis. Auch wenn der Spritpreis bei 5 läge, würde bei dieser Gruppe die Zahl der Porsche Cayennes und Traumvillen etc. nicht abnehmen.
Persönlich kann man niemandem verdenken, daß er üppige Kapitaleinkünfte bekommt, für die er nicht zu arbeiten braucht. Die Kluft zwischen vielen Armen und wenigen Reichen wird allerdings zwangsläufig dadurch größer. Was das sozial bedeutet, ist wohl klar!
Es gibt demnach nur eine einzige Lösung dieses Dilemmas: Weg mit der Möglichkeit leistungsloser Kapitaleinkünfte! WEG MIT DEN ZINSEN!
Ja ja, Sie haben vollkommen recht, es traut sich auch keiner mehr zu widersprechen. Nach dem Dialog weiß ich nun endlich wie alles auf dieser Erde läuft. Vor allem als Sie schrieben, einfach erklärt. Also dann spätestens habe auch ich verstanden, dass Habgier eine Eigenschaft ist, die man besitzen sollte und Fressen und gefressen werden auch bei vernunftbegabten Wesen völlig normal ist. Ich danke Ihnen für die Aufklärung. Wo habe ich nur bis jetzt gelebt. Alles ist so einfach und ich Tölpel habe ernsthaft geglaubt, es gibt auch Gutes. Irren ist eben menschlich.
Natürlich gibt es auch die historische Evidenz, denn die gesamte Evolution bisher gehorcht diesem Gesetz. Lebewesen haben sich zu stets effizienteren Energieausbeutern entwickeln, den Menschen ausdrücklich eingeschlossen.
Es gab ein paar äußere Ereignisse und Veränderungen, die diesen Prozeß etwas beeinflußt haben, z.B. die Abkühlung der Erde, welche die Warmblüter hervorgebracht hat. Im großen und ganzen aber ist alles, was man auf diesem Planeten sieht schlicht der Ausdruck des oben angeführten Konvergenzprozesses.
Korrektur: bestimmtes Niveau höherer Entropie
@dietel.
Ihre Analyse, wie ich die Welt sehe, stimmt nicht so ganz. Sehen Sie, folgendes läßt sich beweisen.
In einem offenen thermodynamischen System, dem Energie niedriger Entropie zugeführt wird, während es Energie hoher Entropie abstrahlt (die Erde ist ein solches), wird sich, wenn gewisse Flexibilitäten vorhanden sind (wäre jetzt kompliziert das genau durchzugehen, ist aber bei der Erde der Fall, beim Mond hingegen nicht) ein Entwicklung einstellen, bei der ein etwaiges Mehr an Energie niedriger Entropie im Laufe der Zeit immer effektiver auf ein bestimmtes Niveau höherer Energie abgesenkt wird, m.a.W., wenn von außen ein zusätzlicher "ordnender" Einfluß käme, so wäre die Erde als thermodynamischer System schließlich (ist ein Konvergenzprozeß) in der Lage ihm zu "widerstehen".
Das kann man aber auch einfacher ausdrücken, indem man sagt, daß Energieressourcen, die irgendwo in der Erde versteckt sein mögen, schließlich schneller und schneller aufgebraucht sein werden. Es bilden sich in diesem System Mechanismen von zunehmender Perfektion zur Energieausbeutung heraus, jetzt mal ganz einfach gesagt.
Das kann man aus den Gesetzen der PHYSIK ableiten. So, und ihr ganzer Humanismus widerspricht schlicht den Gesetzen der Physik. Also viel Spaß dabei.
Paging