Die Preise für Häuser und Wohnungen in den USA, England, Dänemark und Spanien fallen. Deutsche Hausbesitzer fragen sich, ob der Werteverfall mit der Finanzkrise auch ihre vier Wände erreicht.
Leiden die Preise für deutsche Immobilien durch die Finanzkrise?
Bild vergrößern
Die Preise für Immobilien hängen in Deutschland sehr stark u. a. von der Region ab. Häuser in Frankfurt, wie auf dem Foto, sind teuer - und bleiben es wohl auch. (© Foto: picture-alliance / dpa)
Anzeige
Bisher nicht. Bei der Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen (LBS) heißt es: Die Preise sind hierzulande stabil. Um 1,5 Prozent ging es 2007 nach oben, haben die Analysten der DZ Bank ausgerechnet. Allerdings legten die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent zu. Der deutsche Markt falle aus dem Rahmen, heißt es in der Bankstudie. Während die Preise für Häuser in Amerika, England und Spanien in den vergangenen Jahren extrem stiegen, dümpelten sie in Deutschland vor sich hin. Das bewahrt den Immobilienmarkt nun vor einem Absturz.
Allerdings ist der Markt gespalten. Städte wie München oder Frankfurt sind teuer, während man in einigen ostdeutschen Dörfern kaum Käufer findet. So gab es schon Berichte über Preiseinbrüche von 30 oder 50 Prozent in Berlin. "Das ist aber Marktschreierei", sagt Immobilienanalyst Tobias Just von der Deutschen Bank. Das seien allenfalls individuelle Fälle, die es immer geben könnte. Die meisten Experten glauben nicht, dass es in Deutschland einen Preissturz gibt.
Haben sich in Deutschland viele fürs eigene Haus verschuldet?
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 8 nächste Seite
Eurovision Song Contest
Es reicht ja, wenn der Wertverlust der Immobilie geringer ist als der des Geldes. Mehr hat der Vorschreiber nicht behauptet.
Ich hoffe, dass die deutschen Häuslebauer und ETW Käufer halbwegs ungeschoren aus der Krise herauskommen. Die Zinsen waren billig, nun wird die Inflation anziehen und das Geld knapp werden. Was üblicherweise auch die Zinsen neu vergebener Kredite nach oben treiben wird oder deutlich höheres Eigenkapital für den gleichen Zins erfordert.
@josky01: Zur Weltwirtschaftskrise kosteten Grundstücke auch so gut wie nichts mehr. Die einzigen Dinge, die noch etwas wert waren, waren Rohstoffe und Nahrungsmittel - und mit Abstrichen eingerichtete Produktionsgewerbebetriebe. Häuser und Wohnungen gab es nachgeschmissen in Relation zum Gold-Preis. So ist das mit der Inflation: sie frisst auch Immobilien-Wertsteigerungen auf.
Unterschied zu Bankenspekulation:
ein Haus ist ein real existierender Wert. Da sind Heizungen, Fenster, Dach... also Sachen, die man "brauchen" kann. Wohnen ist ein Grundbedürfnis ähnlich wie Essen. Mag sein, daß weniger Leute in teuren Restaurants essen gehen, aber alle kaufen sich was für Mittag oder Abend.
Die Grundstückspreise sind sehr an die Infrastruktur und das Arbeitsplatzangebot gekoppelt. Autobahnen und U-/Eisenbahnen, Schulen und Unis verschwinden nicht plötzlich.
So lange also in München hoch qualifizierte Arbeitsplätze + Lebensqualität sind, wollen Menschen dort wohnen. Was alle haben wollen, hat einen Preis. In New York ist ja nun auch nicht jeder Tower für 1 zu haben, die Grundstücke bleiben dort auf jeden Fall wertvoll.
Ach: das römische Reich ist verschwunden, die Grundstückpreise in Rom sind aber immer noch astronomisch. Wer sich über alle Ohren verschuldet, ist anfällig. Das ist das amerikanische Problem. Wir sind in Europa.
"Die meisten Experten glauben nicht, dass es in Deutschland einen Preissturz gibt"
Viele Experten sagten auch die Bankenkrise trifft Deutschland nicht
Macht ohne Zitat wenig Sinn mein Post.
Viele Experten sagten auch die Bankenkrise trifft Deutschland nicht
Paging