Nun könnte der Kreditnehmer versuchen, bei einer Bank eine Anschlussfinanzierung zu finden. Dies ist jedoch schwierig. "Ein Kunde, dessen Kredit verkauft wurde, hat für die Banken einen gewissen Makel. Solche Leute nehmen die Geldhäuser nicht gerne, obwohl die pünktlichen Zahler unter diesen Kreditnehmern ja gar nichts dafür können, dass ihr Kredit verkauft wurde", sagt Reiter.
Anzeige
Die Sicherheit
Der Kreditaufkäufer behauptet, der Wert des finanzierten Objekts sei auf Grund von veränderten Konstellationen am Immobilienmarkt gefallen. Vom Kunden werden neue Sicherheiten verlangt. Er kann diese aber nicht vorlegen. "In so einem Fall kann der Kreditaufkäufer das Darlehen kündigen und in die Zwangsvollstreckung gehen", erläutert Reiter. Dagegen könne sich der Kreditnehmer mit einer Vollstreckungsabwehrklage wehren. "Es sind für ihn nun aber höchst unangenehme Fakten geschaffen. Zum Beispiel hat er dann einen negativen Eintrag bei der Schufa", so der Anwalt.
Die Grundschuld
Immobiliendarlehen werden durch eine Grundschuld abgesichert. Der Kreditnehmer räumt dabei der Bank das Recht der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein Vermögen ein. Das geht in Ordnung, solange - wie vom Gesetzgeber vorgesehen - dieses Recht nur dann genutzt wird, wenn der Kreditnehmer vertragsbrüchig wird und nicht zahlt.
"Einige Finanzinvestoren missbrauchen dieses formale Recht aber in krimineller Weise. Sie betreiben aus der Grundschuld die Zwangsvollstreckung, obwohl der Kunde vielleicht seine Raten wie vereinbart bezahlt hat", sagt der Münchner Honorarprofessor Martin Schütte. Schütte war selbst 15 Jahre im Vorstand der Hypo-Bank und der Hypo-Vereinsbank.
Die Zwangsverwaltung
Wer im Besitz der Grundschuldurkunde ist, kann auch die Zwangsverwaltung beantragen. Nach Angaben von Schütte gibt es Finanzinvestoren, die dieses Verfahren gerne bei gewerblichen Kreditnehmern anwenden, die für die Abzahlung von Darlehen auf Mieteinnahmen aus Immobilien angewiesen sind. In diesem Fall gehen die Mieten an den Zwangsverwalter, der davon seine eigenen Kosten abzieht. "Die Folge kann sein, dass der Eigentümer der Immobilien seine Kredite nicht mehr abbezahlen kann. Dadurch wird künstlich ein Grund geschaffen, die Kredite zu kündigen", sagt Schütte. Auch hier bleibt dem Kreditnehmer nur der finanziell aufwendige Klageweg.
Betroffenen Kreditnehmern bleibt deshalb nichts anderes übrig, als einen Rechtsanwalt einzuschalten. Besser sieht es für Bankkunden aus, deren Kredit noch nicht verkauft wurde: Sie können darauf hoffen, dass das neue Gesetz der Regierungskoalition mehr Schutz bietet. Außerdem können sie versuchen, sich von ihrer Bank rechtsverbindlich zusichern zu lassen, dass ihr Kredit nicht verkauft wird.
Wer gerade dabei ist, eine Immobilie zu finanzieren, kann sich ein Institut suchen, das von vorneherein einen Verkauf zumindest von nicht notleidenden Darlehen ausschließt.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
- Morgan Stanley Kreditkrise frisst Gewinn 18.06.2008
- BayernLB Hypothekenkrise trifft BayernLB schwer 13.02.2008
(SZ vom 19.06.2008/jpm/jkr)
Eurovision Song Contest
Hierzu gab es in München ein sensationelles Urteil gegen LoneStar, bei deren Tochter, Hudson Advisors - der Geldeintreiber und Zwangsvollstrecker von LoneStar, Friedrich Merz, CDU, als Berater und Anwalt tätig ist.
Der Gründer von LoneStar ist der Unterstützer und Freund von G.W. Bush aus Dallas!
Der deutsche Chef von LoneStar ist der ehemalige Präsident des Verbandes deutscher Hypothekenbanken, Karsten von Köller.
Also eine "ehrenwerte Gesellschaft"!
Urteil und Kommentare nachzulesen:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3019
Details zu LoneStar:
http://www.bueso.de/seiten/medien/LoneStar.pdf
Bemerkenswert: Die BaFin hat diesen "Heuschrecken" Tür und Angel geöffnet und der damalige Chef der BaFin, Helmut Bauer wechselte 2008 zur Deutschen Bank:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,529623,00.html
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Deutsche%20Bank%20Visier%20
New%20Yorker%20Staatsanw%E4lte/344977.html
Alles nur Zufall und Verschwörungstheorie!
Die Bilderberger lassen grüßen!
Diese miesen Geschäfte laufen womöglich auch noch unter dem Deckmantel:
FRIEHEIT FÜR HANDEL UND WANDEL ALLER ARTEN.
Niemand braucht sich wundern, wenn durch dieses Wirtschaftsgebahren- unser derzeitiges System langsam abgelehnt wird.
Welche Freiheit ist das? Freiheit für Ganoven. Raubtierkapitalismus, der es jedem windigen Dahergelaufenen ermöglicht jeden beliebigen Immobilienkäufer in den Ruin zu treiben?
Freiheit für für für ein Vernichtungsgewerbe von Existenzen?
Und der Staat schaut zu- man bedauert -bedauert -- doch davon hat der Zwangsgeräumte herzlich wenig.
Auf dieses Mitleid kann jeder gerne verzichten. Es wird höchste Zeit, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Andernfalls werden dieses andere tun.Warten wir es ab.
Vor diesen Geldgeiern ist ja wohl niemand mehr sicher.
Doch diese Freiheit ohne ein Minimum an Sicherheit ist für den normalen Bürger wertlos .
Diese nützt nur den Verbrechern.
Damit die Diskussion aber nicht so völlig ohne Erkenntnisgewinn an Ihnen vorbeiläuft, noch der Tipp eines Pizzabäckers, den Sie in Ihrem späteren Leben sicher mal nutzen können:
Meide die Calzone!
Aus obigem Artikel: "Sie können darauf hoffen, dass das neue Gesetz der Regierungskoalition mehr Schutz bietet . . . ."
Was nur das für eine Fata Morgana! Sind wir die Trotteln, da wir vertrauten? Wir vertrauten in den 90er Jahren Banken, u.a. der HVB. Aber was tat sie zig-tausenden Menschen an?
Warum schritt der Staat nicht gegen sie ein? Warum ließ er sie gewähren? Warum lässt er die Geschädigten in Prozessen gegen diese HVB regelrecht untergehen?
Wer nicht selbst an sich oder an Nächsten erfuhr, wie dämonisiert gewisse Kreise dieses ehemals reiche Land und seine Menschen übervorteilten, der spürt kein Herz für die Notleidenden und meint, die hätten ihre finanzielle Not selbst verschuldet.
Dem ist nicht so: die meisten Bundesbürger, die in Not oder gerade so über die Runden kommen, haben dieses Schicksal nicht verdient. Denn die meisten waren fleissig und vertrauten auf einen Staat, denn es jedoch nur noch parteiell gibt. Dort eben, wo einem echten bBamten das Herz schlägt, der getreu seine GG-Pflichten erfüllt.
Das Land ist so was von geplündert und es wird häufig gesagt, es sei nicht konkurrenzfähig. Ich sage hier, es wurde absichtlich konkurrenzunfähig gemacht. Denn man hat viele viele Menschen, die ihre Leistung für das Land erbringen wollten und erbringen konnten, schikaniert.
Die Leistungskraft wurde zertrümmert. Was hat das mit dem Immobilienthema zu tun? Viel: denn Banken hatten sich an dieser Plünderung beteiligt.
Nicht alle Banken. Die seriöseren Banken sind in der Regel auch die, die öffentlich-rechtlich strukturiert sind. Leider wurden auch die teils in die Falle gezogen, so sie Milliardenverluste machten.
r.kendel-koeppl
Paging