Reges Maklergeschäft, weniger Kredite: Die bayerischen Sparkassen-Unternehmen ziehen Bilanz.
Die Talfahrt an den Finanzmärkten und die drohende Inflation hätten die Wohnimmobilie wieder interessanter gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt die LBS Bayern, die kürzlich ihre Geschäftsergebnisse des vergangenen Jahres vorstellte. "Kapitalanleger haben die Vorzüge von Wohnimmobilien neu entdeckt", sagt Oliver Gerstner, Geschäftsführer der Sparkassen-Immo.
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Eigennutzer und Kapitalanleger haben in der Finanzkrise wieder die Immobilie entdeckt. Vor allem das Geschäft mit Gebrauchtimmobilien läuft gut. Das Kreditvolumen für den Neubau ist 2008 dagegen gesunken. (© Foto: dpa)
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Insgesamt seien in Bayern die Immobilienumsätze 2008 zwar um 11,3 Prozent auf 29 Milliarden Euro zurückgegangen. Dies betreffe aber vor allem München und große Verkäufe bei Gewerbeimmobilien. "Hier fehlten die großen Transaktionen, die den Markt 2006 und 2007 so weit nach oben gezogen hatten", sagt Gerstner. Die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern sei dagegen stabil.
Die Makler der Sparkassen-Finanzgruppe haben nach eigenen Angaben in Bayern 8688 Objekte vermittelt, etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtwert der Immobilien betrug 1,16 Milliarden Euro (+ ein Prozent), das Courtagevolumen stieg um zwei Prozent auf 53,5 Millionen Euro.
Hoher Marktanteil
Die extrem niedrige Anzahl der Baugenehmigungen ficht zumindest das Geschäft der Sparkassen-Makler wenig an, denn das Kerngeschäft der Sparkassen-Immo ist die Vermittlung von Gebrauchtimmobilien. "Neun von zehn vermittelten Objekten kommen aus dem Bestand", betont Gerstner, der Trend zu Gebrauchtimmobilien sei ungebrochen. Grund dafür sei nicht nur das große Angebot, sondern auch das niedrige Preisniveau. "Stark nachgefragt werden Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und auch größere Eigentumswohnungen", sagt Gerstner.
Die Nachfrage nach neuen Eigentumswohnungen konzentriere sich auf die städtischen Lagen, "in ländlichen Gebieten gibt es hierfür weder Angebot noch Nachfrage". Gebrauchte Häuser haben nach Angaben der Sparkassen-Immo in Bayern 2008 für durchschnittlich 183.500 Euro einen neuen Käufer gefunden, das sind 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein neues Haus kostete im Schnitt 276.500 Euro (+ 1,5 Prozent). Bei Eigentumswohnungen ist der Preisunterschied zwischen Neubau und Gebrauchtimmobilie noch größer: Laut Sparkassen-Immo kostete eine Eigentumswohnung aus dem Bestand im Schnitt 92.500 Euro, eine neue Wohnung dagegen 230.000 Euro.
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Die Courtagen der Makler. In Hessen müssen die wie in vielen anderen Bundesländern voll vom Käufer getragen werden. Was bedeutet, dass der Makler mit dem Vermittlungsauftrag ein paar Photos in den Immobilienscout und sein Schaufenster hängt, wartet und danach etwa 5-10k kassiert.
"Die Makler der Sparkassen-Finanzgruppe haben nach eigenen Angaben in Bayern 8688 Objekte vermittelt, etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtwert der Immobilien betrug 1,16 Milliarden Euro (+ ein Prozent), das Courtagevolumen stieg um zwei Prozent auf 53,5 Millionen Euro."
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