Not macht erfinderisch. Das gilt auch für die kriselnde spanische Bau- und Immobilienbranche, die nach Jahren des Booms Mitte 2007 eingebrochen ist.

Nach dem Einbruch der Branche locken spanische Makler nämlich nun mit Schnäppchen.

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Um das zögerliche Publikum zu locken, setzen die Verkäufer auf ihre Kreativität und versuchen, neue Kunden mit geschenkten Autos, Zinserleichterungen oder Bargeld zu locken.

Wie schwer die Krise das Geschäft getroffen hat, wurde unlängst bei der jährlichen Immobilienmesse in Madrid deutlich: Im Vergleich zu 2007 nahm die Zahl der Aussteller um ein Drittel ab. Auch die Schlangen an den Messeständen waren weniger lang als 2007. "Seit Ende des Sommers ist der Markt sehr, sehr flau", klagt Javier Roca de Togores, Chef der Bauträgerfirma Zapata. "Wir haben Abstürze von etwa 70 bis 80 Prozent erlebt."

Ein Viertel unterm Einstandspreis

Inzwischen sind Maklern zufolge amerikanische und nordeuropäische Immobilienfonds an Spaniens sonnigen Küsten auf Schnäppchenjagd und decken sich günstig mit Apartments ein, die mittlerweile mit Abschlägen zwischen 20 bis 25 Prozent unter dem Einstandspreis zu haben sind. Und selbst in der Hauptstadt Madrid kosten Wohnungen jetzt im Durchschnitt zehn bis 15 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Die Kreditkrise, die nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds das spanische Wachstum in diesem Jahr auf 1,8 Prozent mehr als halbieren könnte, droht den Häusermarkt abschmieren zu lassen.

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