Die Fehlspekulationen in der Finanzbranche führen zu ersten Maßregelungen: Die IKB fordert von ihren ehemaligen Vorständen Millionen zurück.
Die IKB, die Mitte 2007 wegen Fehlspekulationen in Milliardenhöhe beinahe pleitegegangen wäre und vom Staat gestützt werden musste, greift nun als erste Bank hart durch. Gegen Ex-Vorstandschef Ortseifen ist eine Klage auf Rückzahlungen von Tantiemen in Höhe von 805.000 Euro bei Gericht anhängig. Das bestätigte die IKB am Mittwoch der Süddeutschen Zeitung.
IKB: Nach der Milliardenpleite folgt nun die Strafe (© Foto: ddp)
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Zwei weiteren Ex-Vorständen hat die Privatbank eine letzte Frist bis zum 31. Oktober gesetzt. Bis dahin sollen die beiden Manager 600.000 beziehungsweise 583.000 Euro zurückzahlen. Bei einem weiteren ehemaligen Vorstand, der 451.000 Euro erstatten soll, behält die Bank Pensionszahlungen ein.
Ein weiterer Manager, Claus Momburg, der dem Vorstand nach wie vor angehört, hat dagegen die Rückforderung akzeptiert und 558.000 Euro erstattet. Momburg ist offenbar der erste Bankvorstand, der in Zusammenhang mit den Fehlspekulationen eine solche Strafe akzeptiert hat.
Razzia bei der KfW
In Frankfurt durchsuchte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit Fahndern des Bundeskriminalamts die Staatsbank KfW. Die Strafverfolger ermitteln wegen Veruntreuung von Firmenvermögen gegen Vorstandschef Schröder und gegen fünf weitere Manager.
Sie stehen im Verdacht, für eine folgenschwere Panne verantwortlich zu sein: Die KfW hatte am 15. September im Rahmen eines Devisengeschäfts 319 Millionen Euro an die US-Investmentbank Lehman Brothers überwiesen, die am selben Tag Insolvenz anmeldete. Die Pleite von Lehman hatte sich bereits abgezeichnet. Der größte Teil der 319 Millionen Euro ist wohl verloren. Nach dieser Panne hatte der überwiegend von Politikern besetzte KfW-Verwaltungsrat zwei Vorstände fristlos entlassen.
KfW-Chef Schröder hatte damals zugegeben, dass die Zahlung hätte gestoppt werden müssen. Viele Bürger erstatteten Anzeige gegen die KfW. Die Ermittlungen richten sich gegen drei aktive Vorstände, unter ihnen Schröder, die beiden entlassenen Vorstände und den Leiter des Risikomanagements. Die Staatsanwaltschaft sucht Hinweise, ob die Beschuldigten ihre Pflichten verletzt haben, indem sie "trotz Kenntnis der sich abzeichnenden Liquiditätsprobleme bei Lehman die Überweisung vom 15. September 2008 nicht verhindert haben".
Ein KfW-Sprecher sagte, die Bank kooperiere bei der Untersuchung. Vorstandschef Schröder, der die KfW erst seit Anfang September führt, dringt darauf, die Bank künftig wie die privaten Banken der Aufsicht durch die Bundesbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zu unterstellen.
Die KfW wird 2008 zum zweiten Mal in Folge einen Jahresverlust ausweisen. Das liegt auch daran, dass die KfW bei der Rettung der IKB mit einem Milliardenbetrag einspringen musste. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Rettungsaktionen für die IKB, an der auch der Bund direkt beteiligt war, den Staatshaushalt 2007 mit 7,3 Milliarden Euro belasten. Das besagen Angaben des Statistischen Bundesamts.
Bei der Begrenzung von Managergehältern gerät die Regierung in Erklärungsnot: Während Vorstände von hilfesuchenden Banken grundsätzlich nur noch höchstens 500000 Euro verdienen sollen, erhält KfW-Chef Schröder mehr als 800000 Euro.
Nach dem Rücktritt von Ingrid Matthäus-Maier hatte der Verwaltungsrat der KfW das Gehalt des neuen Chefs fast verdoppelt. "Wenn Sie ausgezeichnete Fachleute haben wollen, die das Bankgeschäft verstehen, muss man schauen, was in der Branche üblicherweise gezahlt wird", sagte dazu Vize-Regierungssprecher Thomas Steg. "Wir halten die Vergütung des KfW-Vorstands für angemessen."
(SZ vom 23.10.2008/hgn)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
Nicht bei der Mafia mein Lieber.
Mit allen Mitteln, auch allen illegalen, wurde ein Untersuchungsausschuss zur Klärung des IKB-Desasters verhindert!! Die Deutsche Bank soll schon lange nach Bekannt werden der Ban(d)enkrise ihre dann schon wertlose Zocker-Papiere an die IKB verkauft haben. Und für diese Verluste musste ja der Steuerzahler aufkommen. Die DB stand deshalb besser da als die anderen. Dass diese Transaktionen von der DB an die IKB ohne horrende Provisionszahlungen möglich waren, glaubt außer dem Osterhasen niemand.
Hören Sie da etwas von Aufklärung und Strafverfolgung durch die Ermittlungsbehörden? Ein schlichter Anruf vom Ministerpräsidenten, Justiz- oder Innenminister reicht aus, um die Ermittlungen sofort zu beenden. Hat mit einem Rechtsstaat absolut nichts mehr zu tun.
Jeder der Banker , Berater , sogenannte Anlageberater bei Banken und Privat , Händler , Makler , Manager , Vorstände , Aufsichtsräte etc. hat für den entstandenen Schaden auf zu kommen und dafür gerade zu stehen. Wenn der Kleine Mann 100 Euro veruntreut geht er in den Knast. Nun sind einmal die dran die Millionen um Millionen in den eigenen Sack gewirtschaftet haben. Gleiches Recht für Alle ! Und dann gehört die Haftung mit dem Eigenkapital und dem Privatvermögen endlich per Gesetz eingeführt. Aber ich glaube da wagt sich keiner von der Regierung an dieses immens wichtige Gesetz ran. Denn dann könnte es passieren daß Einige der Regierung blank dastehen . Oder es trift einmal den guten Freund und Schulterklopfer.
Solange diese Regierung zu diesem Gesetz nicht bereit ist, wird der Kleine immer die Zeche zahlen und die Großen füllen sich munter weiter die schon prall gefüllten Säcke !
Aber der Tag der Abrechnung wird kommen. Und dieser Tag ist nächstes Jahr , und für viele in der Regierung werden dann die Augen aufgehen. Aber was juckt es die denn. Ihre Rente ist sicher , Ihre Einkommen sind sicher. 4 Jahre Bundestag und Regierung und man ist fürs ganze Leben versorgt !
Das Vertrauen der Banken untereinander muss wieder hergestellt werden. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung ein Rettungspaket geschnürt mit einem Inhalt von 500 Mrd. Euro. Jeder weiß, dass dieses Geld nie vorhanden ist, wenn es wirklich zum GAU käme, aber es ist Symbolpolitik, um verlorenes Vertrauen unter den Banken wieder herzustellen.
Leider spricht niemand in der Regierung oder in den betroffenen Kreisen, dass auch das Vertrauen der Steuerzahler weg ist.
Sollte jetzt nicht auch mal, um das Vertrauen in die Politik und in die Wirtschaftsführung wieder herzustellen, Symbolpolitik für die Bürger gemacht werden? Warum werden nicht mal die großen Bankmanager wirklich zurecht gestutzt und man lässt mal die, die die größten Verluste verursacht haben, wirklich über die Klinge springen?
Läuft eigentlich der Zumwinkel immer noch frei rum? So so, der Schröder bekommt also noch 800.000 /a? Bekommt der Funke von der HRE wirklich seine Frührente von 46.000 /Monat.? Wann kapiert die Politik endlich mal, dass auch die Bürger und Bürgerinnen Symbole brauchen, denn sonst geht irgendwann niemand mehr zur Wahl und der innere Frieden im Land ist schwer gefährdet.
Aber Gott sei Dank darf man ja inzwischen die Bundeswehr im Inneren einsetzen.....
eine Krabbelgruppe, in der sich Politiker und die Wirtschafts- und Geld-Hautevolee tummeln. Zutritt verboten.
Da ist es erschreckend trist, nix mit Abenteuer, Abwechslung und neue Erfahrungen, neue Gedanken, neues Blut. Nur noch die Abwechslung des Luxus und der prassen Völlerei, nebenbei mit ein wenig Spaß beim "die Sau durchs Dorf treiben".
Die tun sich nichts richtig Böses an. Die stänkern sich mal gegenseitig an und musste dann einer mal über 3x LOS ins Gefängnis, darf er danach fürs Boulevard schreiben oder er ist gleich als Freigänger mit Wirtschaftsberatungsauftrag oder auf Bewährung oder hat sich bei seinen Kumpels freigekauft oder er macht tagüber seinen Laden auf und geht abends ins vom Staat bereitgestellt Bett.
Was wir feststellen können, ist ein gravierender Sitten-Verfall bei Politikern und ein Verfall der Überwachungsfunktion durch die Presse.
Beispiel: Steinbrück verkündet seinem staunenden Volk: Alle Managergehälter in den Unter-Schirm-Banken werden unter 500.000 gedeckelt.
Später im Kleingedruckten der Verordnungen ist davon nicht mehr die Rede (Fall zu Fall Entscheidung).
Die Presse nimmt`s einfach mal so hin
Paging