Axel Wieandt flüchtet vom Chefsessel der HRE, jetzt muss Interimschefin Manuela Better die Geschäftszahlen erklären - und die fallen miserabel aus.
Der überraschende Abgang von Axel Wieandt, dem bis Donnerstag amtierenden Chef der Krisenbank Hypo Real Estate (HRE), hat Manuela Better in eine unangenehme Situation gebracht. Die 49-Jährige, bislang im Vorstand für das Risikomanagement zuständig, muss als Interimschefin die miserablen Geschäftszahlen des inzwischen verstaatlichten Instituts erklären.
Zentrale der Hypo Real Estate in Unterschleißheim beim München. Das Institut häufte auch 2009 einen Milliardenverlust an. (© Foto: dpa)
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Und die sind - obwohl miserabel - immerhin besser als erwartet. Das Minus schrumpfte um 59,1 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro.
Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch die um 26,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gestiegene Kreditrisikovorsorge. Zudem musste die Bank 741 Millionen für die staatlichen Milliardengarantien bezahlen, die ihr seit 2008 das Überleben sichern.
Noch im Herbst hatte die Bank ein Vorsteuerminus von 2,6 Milliarden Euro erwartet. Jetzt lag es bei 2,22 Milliarden. Im operativen Geschäft konnte die HRE sich um eine Milliarde verbessern und kehrte ins Plus zurück. Der Ertrag lag bei 419 Millionen.
Schwarze Zahlen nicht in Aussicht
Mit einer Rückkehr in die Gewinnzone wird die HRE ihren alleinigen Eigentümer, den staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin, allerdings noch lange nicht beglücken.
Interimschefin Manuela Better, die erst am Donnerstag vom völlig überraschend zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden Axel Wieandt übernommen hatte, erklärte, man müsse weiter davon ausgehen, "dass der Konzern nicht vor dem Jahr 2012 in die Gewinnzone zurückkehren kann".
Wieandt hatte den Chefposten bei der HRE auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008 als Nachfolger von Georg Funke übernommen, unter dessen Leitung die HRE an den Rand des Ruins geraten war.
Der Immobilienfinanzierer konnte damals nur mit staatlichen Hilfen vor der Pleite bewahrt werden. Die Bank hat Finanzhilfen von mehr als 100 Milliarden Euro erhalten, um nicht zusammenzubrechen.
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(sueddeutsche.de/dpa/apn/pak/tob)
Griechenland und die Euro-Zone
Das erinnert mich an die getürkten Arbeitslosenzahlen. Die Bilanzprüfer werden ihre Freude haben und ohne Schnaps ihren Job wohl nicht machen können.
Das operative Geschäft ist wohl halbwegs ohne größere Katastrophen gelaufen. Aber was schlummert da alles in den Büchern, das einer realistischen Bewertung bedarf?
Mir wird ganz schummrig.
die in künstlichen Bedrohungsszenarien ("Terrorismus"), Kriegswirtschaft und Finanzblasen hier Heil gesucht und -natürlich- nicht gefunden hat. Weil es die Arbeit und die reale Wertschöpfung sind, welche die Maßstäbe setzen.
Die HRE iund ihr Desaster sind systemimmanent. Egal, welcher Kopf an die Spitze gesetzt wird.
Schafft den Raubtierkapitalismus endlich ab. Und jagt die Bezieher leistungsloser Einkommen zum Teufel. Banker etc.....
schließen einander aus.
Wieandt ist in der Tat der Letzte, dem das "Milliardenloch" zuzurechnen ist und es ist sehr gut nachvollziehbar, dass er - wohl wider besseren Wissens - den HRE-Ausflug unternommen hat.
Ob Frau Better lange hält?
Kein vernünftiger Bankier übernimmt dieses Haus.
Wo ist Herr Steinbrück, der sich sehr für den Zustand der heutigen HRE jahrelang verdient machte - nun wäre doch eine Möglichkeit zu zeigen, was in ihm steckt..
ich schlage ihn für den Orden für Feigheit vor dem Feinde vor. Fazit ist wohl, dass der Bankenmanager gar nicht so gut ist, wie er vorgibt und ausserdem Gehaltsansprüche hat, die ins Fantasieland gehören.
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