Die Opposition nutzt ihre stärkste Waffe: den Untersuchungsausschuss. In der Causa Hypo Real Estate ist eine entsprechende Sinnhaftigkeit allerdings nicht zu erkennen.
Es ist nicht so, dass die Opposition nicht alles versucht hätte. Seit nunmehr vier Monaten eröffnen FDP, Grüne und Linke beinahe im Wochenrhythmus neue Fronten, um der Regierung Fehler bei der Rettung der Münchener Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) nachzuweisen. So hieß es zunächst, Finanzminister Peer Steinbrück habe frühzeitige Hinweise auf eine Schieflage der Bank ignoriert. Später war davon die Rede, sein Staatssekretär Jörg Asmussen habe sich zu spät in die Rettungsverhandlungen eingeschaltet, schließlich wurde unter anderem der Vorwurf laut, die Privatbanken hätten sich des Problems HRE auf Kosten der Steuerzahler entledigt.
Staatssekretär Jörg Asmussen musste sich am Mittwoch vor dem Hypo-Real-Estate- Untersuchungsausschuss verantworten. (© Foto: dpa)
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Viele der Fragen, die seit April im Untersuchungsausschuss gestellt wurden, sind durchaus berechtigt. Den Nachweis aber, dass die Regierung auch nur an einer einzigen Stelle falsch oder fahrlässig gehandelt hätte, hat die Opposition seit April nicht führen können.
Am Mittwoch nun zog sie ihren vorletzten Joker - und entlarvte den Ausschuss endgültig als Wahlkampfmanöver: So versuchte vor allem die FDP, einen Keil zwischen Steinbrück und Kanzlerin Angela Merkel zu treiben, frei nach dem Motto: Der politische Gegner Steinbrück wird zum Alleinschuldigen gestempelt, die Wunsch-Koalitionspartnerin Merkel entlastet. Doch auch diese Karte stach nicht. Vielmehr erklärten Asmussen und Merkels Wirtschaftsberater Jens Weidmann unisono, beide Häuser seien in allen wichtigen Punkten einer Meinung gewesen.
An diesem Donnerstag nun hat die Opposition mit der Anhörung Steinbrücks die allerletzte Chance, die Sinnhaftigkeit des Ausschusses unter Beweis zu stellen. Es müsste allerdings ein Wunder geschehen, damit ihr das gelingt.
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(SZ vom 20.08.2009/mel)
DFB-Pleite gegen die Schweiz
Sorry, aber ich spreche kein Kauderwelsch. Würden Sie mir Ihren Beitrag bitte erläutern, möglichst auf Deutsch?
Stimmt. Blogs zu lesen ist amüsant. Aber das ganze hat ja wohl nichts in einer Zeitung verloren. Ich habe zweifel, das in einer Zeitung, in der überwiegend Unsinn steht sich wirklich verkaufen würde.
Lieber Herr Hulverscheidt,
wo waren Sie die letzten zwanzig, dreißig Jahre? Ein Untersuchungsausschuss war noch nie etwas Anderes als der Versuch, dem politischen Gegner etwas an´s Bein zu binden, und damit Wahlkampf, auch wenn er im Laufe der Legislaturperiode stattgefunden hat.
Die weit überwiegende Anzahl der Community-Mitglieder hat längst begriffen, dass uns die Politikerclowns in Berlin und anderswo am Nasenring führen wollen. Lesen Sie nie Blogs? Tipp: Es lohnt sich.
Ein Untersuchungsausschuss hat noch nie Folgen gezeitigt. Insofern ist die Kritik ziemlich stark von der Realität entfernt. Der Skandal an der HRE ist, daß dies schon unter der Regierung Schröder anfing und bis heute vertuscht wird.