Die Vereinigten Staaten können nicht länger zusehen und wollen den Banken "schlechte" Kredite abnehmen - die Nachricht treibt die Börsen in die Höhe.
Die amerikanische Regierung will den krisengeschüttelten Banken mit einem Rettungsfonds zu Hilfe kommen. Der dramatische Schritt löste an der Wall Street in New York Euphorie aus, der Dow-Jones-Index stieg in wenigen Minuten um fast 400 Punkte. Zuvor schon hatten die Notenbanken in Amerika, Europa und Japan die Rekordsumme von 180 Milliarden Dollar in den Finanzmarkt gepumpt.
Anzeige
Nach einem Bericht des Fernsehsenders CNBC soll der geplante Fonds den Banken ihre "schlechten" Kredite abnehmen. Viele dieser Darlehen sind an Hauskredite gekoppelt, die im Zuge der Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten massiv an Wert verloren haben.
Offiziell wurde der Bericht bis zum späten Abend nicht bestätigt, doch hatte sich der einflussreiche demokratische Senator Charles Schumer auch schon für eine "dauerhafte" Lösung der Krise ausgesprochen. "Das Finanzministerium und die Notenbank sind sich darüber im Klaren, dass wir eine dauerhafte Lösung brauchen", sagte Schumer vor dem Wirtschaftsausschuss des Kongresses. Er regte die Einrichtung einer Agentur an, die den Banken Kapital zur Verfügung stellt.
Leichte Entspannung an den Märkten
Schon zuvor hatten sich die Finanzmärkte nach der Stützungsaktion der Notenbanken etwas beruhigt. Dabei stellte die amerikanische Federal Reserve 180 Milliarden Dollar zur Verfügung, auf die auch andere Notenbanken zugreifen konnten, darunter die Europäische Zentralbank und die Bank von Japan. Auf diese Weise bekommen die Kreditinstitute eine neue Finanzierungsquelle. In Frankfurt legte der Deutsche Aktienindex zunächst zu, er schloss allerdings leicht im Minus. Gewinner an der New Yorker Börse waren Finanztitel wie AIG, Citigroup und Bank of America.
Zur Beruhigung der Lage trug auch die Börsenaufsicht SEC bei. SEC-Chef Christopher Cox schränkte die Spekulation auf sinkende Kurse wesentlich ein. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo kündigte umfassende Ermittlungen gegen Händler an, die im Verdacht stehen, die Kurse manipuliert zu haben.
Zuvor hatten die britischen Behörden in einem beispiellosen Schritt Leerverkäufe von Aktien, eine besondere Form der Börsenspekulation, komplett verboten. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain kündigte an, den Chef der SEC, Christopher Cox, im Falle eines Wahlsieges zu feuern. Er habe zugelassen, dass die Wall Street zu einem "Spielcasino" wurde.
Positiv wurden auch Spekulationen über eine mögliche Übernahme der Investmentbank Morgan Stanley durch die Geschäftsbank Wachovia aufgenommen.
Nach Medienberichten befinden sich Morgan Stanley und Wachovia in "fortgeschrittenen Verhandlungen" über eine Fusion. Als Interessenten an Morgan Stanley werden auch die britische Großbank HSBC und der chinesische Staatsfonds Citic genannt.
Die schwer angeschlagene Sparkasse Washington Mutual hat sich ebenfalls zum Verkauf gestellt. Gerettet ist inzwischen die größte britische Hypothekenbank, die Halifax Bank of Scotland (HBOS). Das akut gefährdete Geldinstitut soll vom Konkurrenten Lloyds TSB für 15,4 Milliarden Euro übernommen werden.
In Washington rechtfertigte George W. Bush die Entscheidung, den Versicherungskonzern AIG unter Staatskontrolle zu stellen. Bisher hatte sich der Präsident mit Bemerkungen zur Lage der US-Wirtschaft auffallend zurückgehalten.
(SZ vom 19.09.2008/aho)
Gewalt in Ägypten
...das kann niemals gutgehen und ebenso wie die seit Jahren verfehlte expanisve Geldpolitik der US-Notenbank werden die Probleme dadurch nur weiter in die Zukunft verlagert und die Gefahren steigen weiter an, anstatt dass man jetzt einen schmerzvollen Schritt und Schnitt zulässt für einen Neubeginn.
Das was Amerika nun macht ist tiefste Planwirtschaft und Sozialismus. Aber es bietet uns Europäern und unseren Firmen auch grosse Chancen unseren Vereinigten Wirtschaftsraum "Europa" besser zu positionieren. Die Vereinigten Staaten von Eurpa mit ihrer EURO-Währung und dem Wachstums- und Erweiterungspotential in Osteuropa werden eine wichtige ausgelichende Achse werden in Zukunft, vor allem unter geopolitischen Gesichtspunkten als Stabile Stütze zwichen Amerika und Asien.
Markus Miller
Gründer www.geopolitical.biz
Das hätte sich mal ein europäischer Finanzminister womöglich noch von einer linksgeführten Regierung erlauben sollen was sich die US Regierung und Ihr Finanzminister da in den letzten Wochen erlauben. Was hätte das für einen Aufschrei aus Richtung USA gegeben.
Massiver Protektionismus in den USA und Verstaatlichungen im "Super Kapitalismus" Land. HA,HA,HA!
Ich kann mich nur noch kaputt lachen über die USA und seinen Wumvorsatz Großbritaninnen, aus der Richtung will ich nichts mehr über freie Märkte und/oder Kritik an der Mitbeteiligung von Arbeitnehmern u.s.w. hören. Die beiden Länder sind nur noch eine nicht mehr ernstzunehmende Lachnummer.
Wie war das noch mit den Sprüchen von wegen Deutschland ist der kranke Mann in Europa??? Wer ist hier wohl wirklich krank und geht am Stock und hat das seit Jahren mit Luft und Luftbuchungen anstatt echtem Geld und Werten durchaus geschickt getarnt?
In der Vergangenheit konnte und musste man sich des öfteren fragen, ob Regierungsentscheidungen nicht in erheblichem Maße von Lobbygruppen beeinflusst oder sogar bestimmt wurden.
Heute wissen wir: Die Finanzindustrie und das Rüstungsestablishment sind die us-amerikanische Regierung.
Und da diese Regierung ausschließlich Partikularinteressen zum Nutzen weniger und zum Schaden weiter Bevökerungskreise vertritt, ist sie auch keine legitime Regierung mehr. Sie ist zu einem Regime verkommen. Den unterschiedlichen Bewertungen bleibt es überlassen, dieses Regime zu etikettieren: Antidemokratisch, sozialschädlich, strukturell kriminell, Mafiastaat etc.
Klar, der kleine Steuerzahler. Ich hör schon morgen meine Sachbearbeiterin, hören sie mal, wir haben da ein tolles Produkt, wollen sie da nicht mit einsteigen.
Warum lassen die die Firmen nicht in die Pleite, wie es der Markt auch vorsieht? Der kleine Handwerker von nebenan,mit 2-3 Leuten geht doch auch Pleite.
Lass die doch endlich mal den großen Schnitt machen, dann wissen wir endlich wovon wir reden und wer da alles von betroffen ist.
Ich denke wenn die Firma AIG in die Insolvenz, mit Anschluss, gegangen wäre, würde auch eine Allianz ins trudeln kommen. So machen die aber ihr Monopolyspiel immer wieder.
Eines lerne ich im Moment "ganz neu", die Regeln der Marktwirtschaft gelten nur für den kleinen Mann/Frau.
... mit der Ausgabe neuer Staatsanleihen verschafft sich die Fed nun kurzfristig Luft. Allein diese Woche füllte sie sich ihre Kasse mit weiteren 100 Milliarden Dollar.
-----
"Es geht doch!", sagt sich da der gewesene Alt- / nunmehr reanimierte Zocker. Hurtig macht er sich bereit, die Scheinchenzählfingerkuppen schon mal feucht und vorsorglich an die Rücknahme der Rücknahme seiner Bestellung des neuen Lamborghini (der hat ja Lieferzeit - und bis dahin ... $$$.$$$.$$$).
Paging