Steuererleichterungen? Von wegen! Hunderttausende zahlen 2010 entgegen dem Versprechen der neuen Bundesregierung nicht weniger, sondern mehr Steuern.

Alles hätte so schön werden sollen: Die neue Bundesregierung macht sich selbst und allen Bundesbürgern mit der von Januar an gültigen Steuerreform ein hübsches Geschenk - trotz leerer Staatskasse.

Post an das Finanzamt, Steuererklärung, dpa

Etliche Steuerzahler müssen nicht weniger, sondern mehr an den Fiskus abgeben. (© Foto: dpa)

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Dummerweise werden nicht alle davon sofort profitieren, denn gleichzeitig dreht das Finanzministerium noch an einem anderen Rädchen im mächtigen deutschen Steuerwerk: Die sogenannte Günstigerprüfung bei der Vorsorgepauschale fällt nach Angaben des Bundes der Steuerzahler weg.

Dabei wurde abgeglichen, ob sich für den Steuerpflichtigen die Vorsorgepauschale nach dem alten oder neuen Recht eher rechnet.

Der Steuerzahlerbund spricht von "vielen Betroffenen", vermag allerdings die Zahl nicht genau zu benennen.

Die Mehrbelastung soll je nach Einkommenshöhe bis zu rund neun Euro betragen. Allerdings lässt sich der gegebenenfalls fällige Mehrbetrag über den Jahrsteuerausgleich zurückbekommen.

Betroffen sind nach einem Bericht der Zeitung Bild vor allem kinderlose Arbeitnehmer mit Steuerklasse III und einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 1685 und 2700 Euro. Auch Alleinerziehende mit einem Kind (Steuerklasse II) und einem monatlichen Bruttolohn zwischen 1020 und 1200 Euro müssen mit Mehrbelastungen von bis zu 3,25 Euro pro Monat rechnen.

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(sueddeutsche.de/dpa/mel/hgn/pak)