Historische Crashs – 1929: Der Schwarze Freitag

Schwarzer Freitag nennen viele den legendären Börsencrash aus dem Jahr 1929. Aber eigentlich war es gar kein Freitag, sondern ein Donnerstag. Deshalb sprechen Amerikaner auch vom "Black Thursday". Ursache für die unterschiedlichen Bezeichnungen ist die Zeitverschiebung. Am Donnerstag, 24. Oktober, brach Panik an der Wall Street aus (im Bild), die erst am Freitag in Europa um sich griff.

Grund für den Einbruch war eine Spekulationsblase: In den "goldenen zwanziger Jahren" stieg der Dow ununterbrochen, viele Anleger träumten vom großen Geld und nahmen sogar Kredite auf, um Aktien zu kaufen. Das ging solange gut, bis die Kurse stagnierten. Langsam wurde vielen bewusst, welches Risiko sie eingegangen waren. Am Schwarzen Donnerstag reagierten die Anleger panisch, der Handel brach gleich mehrmals zusammen. Endgültig stürzten die Kurse jedoch erst danach ab: Am darauffolgenden Dienstag verlor der Dow Jones knapp 13 Prozent - der zweithöchste Verlust in der Geschichte. Die Börsenpanik war der Auftakt der Weltwirtschaftskrise. In allen Industrienationen brach die Wirtschaft ein: Massive Arbeitslosigkeit und Deflation waren die Folgen.

Bild: AP 5. August 2011, 15:532011-08-05 15:53:07 © sueddeutsche.de/jab/lom