Historische Crashs
In Bildern

In der Geschichte gab es bereits mehrere Börsencrashs. Von der Tulpenmanie bis zum Flash Crash - ein Überblick in Bildern.

1637: Die große Tulpenmanie

Gold? Seltene Erden? Nein, Tulpen! Die Zwiebeln der Blumen und ihr Handel in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts sind bis heute das Lehrbuchbeispiel für eine Börsenhysterie - und den anschließenden Absturz. Tulpen gab es in Westeuropa erst im 16. Jahrhundert - zeitgleich stiegen die Niederlande zur Weltmacht auf. Die neuen Reichen der Handelsnation waren verrückt nach den exotischen Gewächsen. Daran wollten viele mitverdienen, es entwickelte sich ein schwunghafter Handel mit Tulpenzwiebeln. Alle spekulierten, die Preise würden immer weiter steigen. Das taten sie natürlich nicht.

Nachdem zwischenzeitlich angeblich mehrere Monatsgehälter eines Arbeiters für eine einzelne Zwiebel gezahlt worden waren, kam es im Februar 1637 zum Crash: Niemand wollte die aufgeblasenen Preise für die Pflanzen zahlen, der Markt kollabierte - und Hunderte saßen auf ihren wertlosen Tulpenzwiebeln. Wie verheerend das Platzen der Blase aber tatsächlich für das ganze Land war, ist bis heute unter Forschern umstritten.

5. August 2011, 15:53 2011-08-05 15:53:07  © sueddeutsche.de/jab/lom

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