Heizkörper fristeten in der Vergangenheit oft ein Nischendasein - sie wurden in Wandaussparungen unter dem Fenster installiert und hinter Verkleidungen versteckt. Das hat sich mittlerweile geändert.

Heute gibt es sogar schon Design-Heizkörper für Kunden, die besonderen Wert auf eine exklusive Einrichtung legen. Fast schon Standard sind Wärmespender für das Bad mit waagerechten Stahlrohren und Handtuchtrocknern. Für Flure bieten Hersteller Radiatoren mit integriertem Spiegel und einer Ablage aus Holz an, die zusätzlich als Garderobe dienen. Zudem sind auf dem Markt als Alternative zu weißen Heizkörpern auch farbige Modelle zu finden.

Bild vergrößern

Moderne Heizungen sind schicker und effektiver. (© Foto: dpa/tmn, 20. 9. 2007)

Anzeige

Bei einfachen Standard-Heizkörpern geht der Trend zu plattenförmigen Modellen. "Plattenheizkörper sind erheblich flacher als die früher üblichen wuchtigen Rippenheizkörper", sagt Hans Dieter Corsten vom Initiativkreis Erdgas & Umwelt in Essen. Plattenkörper könnten deshalb direkt an der Wand angebracht werden.

Dadurch sei keine Heizungsnische mehr notwendig, für die etwa unterhalb der Fenster die Außenwandstärke reduziert werden muss. Bei einem Austausch alter klobiger Heizkörper gegen neue flache lasse sich die Heizungsnische nachträglich wieder schließen und isolieren, um "Wärmebrücken" zu vermeiden. Das spare Energie und Heizkosten.

Komplexe Anlagen, wichtige Fragen

Neue Modelle sollten aber nicht nur unter ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählt werden - schließlich haben Heizkörper großen Einfluss auf den Betrieb der Heizanlage. "Bei der Sanierung einer veralteten Heizung reicht es oft, nur den Heizkessel und den Brenner zu erneuern", meint Corsten.

Dabei lasse sich die Vorlauftemperatur des Heizwassers verringern, um den Energieverbrauch zu drosseln. Die Heizkörper älterer Anlagen seien meist groß genug, um auch mit einer niedrigen Vorlauftemperatur die gewohnte Raumtemperatur und Aufheizzeit zu gewährleisten.

"Beim Einsatz von Kesseln mit Brennwerttechnik sollte der Heizungsbauer aber prüfen, ob die vorhandenen Heizkörper für diesen Betrieb geeignet sind", rät Alexander Fack vom Institut für wirtschaftliche Oelheizung in Hamburg. Erfordere das Heizkörpersystem hohe Vorlauftemperaturen, seien damit meist auch hohe Rücklauftemperaturen verbunden. Dann sei die Nutzung des Brennwerteffekts unter Umständen nicht möglich.

Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite

  1. Sie lesen jetzt Raus aus dem Nischendasein
  2. Raus aus dem Nischendasein
Leser empfehlen