Pelletheizungen sind eine billige und ökologische Alternative zu Gas und Öl - doch langfristig werden wohl auch hier die Kosten steigen.
Nach jeder Erhöhung des Öl- oder Gaspreises sitzt der Schock tief. Und gewiss ist derzeit nur, dass die nächste Preissteigerung nicht lange auf sich warten lässt. In dieser Situation sehen sich viele Hausbesitzer nach Veränderungen um. Eine dieser Alternativen sind Pelletheizungen.
Erlebt zurzeit eine Renaissance als Brennstoff: Holz, hier in Form von Pellets. (© Foto: djd)
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Die Heizungssysteme können im Keller als Zentralheizung oder auch in Wohnräumen ähnlich einem Kamin installiert werden. Geheizt wird mit Pellets, das sind stäbchenförmige Presslinge aus Holz. Sie werden in speziellen Anlagen aus Hobelspänen und Sägemehl unter hohem Druck ohne Verwendung von Bindemitteln hergestellt.
Viel komfortabler als die alten Kamine
Auch wenn Pelletheizungen wie Kamine mit Holz beheizt werden, bieten sie doch ungleich größeren Komfort. Vorbei die Zeiten, als alle paar Stunden Holz nachgelegt wurde und einmal am Tag die Feuerstelle gereinigt werden musste. Pelletheizungen, die im Keller stehen und zentral das ganze Haus versorgen, haben eine automatische Zuführung des Brennstoffs.
Die bei der Verbrennung zurückbleibende Asche muss nur alle paar Wochen oder Monate entfernt werden. Der bayerische Hersteller Ulrich Brunner bietet einen Kachelofen, der im Wohnraum steht und zugleich das ganze Haus versorgt. ,,Der klassische Kamin bleibt den Liebhabern romantischen Feuers erhalten'', sagt Michael Kurta vom Hersteller in Eggenfelden. Allerdings müsse Platz für einen Vorrat an Pellets berücksichtigt werden.
Sonderzulassung wegen hoher Feinstaub-Werte
Eine saubere Sache also? Nicht ganz, denn Pelletheizungen erzeugen bei der Verbrennung relativ viel Feinstaub. In München dürfen Pelletheizungen deshalb nur mit einer Ausnahmegenehmigung betrieben werden. ,,Jede Heizung, die Grenzwerte nicht überschreitet, bekommt die Zulassung nach der Brennstoffverordnung'', sagt Peter Lippert vom Referat für Gesundheit und Umwelt.
Lippert weist darauf hin, dass Regensburg eine fast identische Regelung habe. Nach seinen Erfahrungen würden die meisten Pelletheizungen die seit Mai 2006 strengeren Anforderungen erfüllen. ,,Auf jeden Fall sollte man sich vor dem Heizungskauf informieren, damit es keine böse Überraschungen gibt'', sagt Lippert.
Nach Angaben des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) gab es im vergangenen Jahr rund 44000 Pellet-Heizungen, am Ende dieses Jahres sollen es voraussichtlich 70000 sein. Für viele Betreiber solcher Anlagen stehen günstige Kosten im Vordergrund. Doch ob die Rechnung aufgeht, ist längst nicht ausgemacht.
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