Vom Eigenheim mit Garten träumen viele. Doch dafür muss nicht nur die Finanzierung stimmen. Man braucht auch einen Partner, der den Bau plant und die Ausführung überwacht.
Neben Architektenhäusern werden heute oft schlüsselfertige Häuser von Bauträgern und Fertighausunternehmen angeboten. Jedes dieser Angebote hat seine Vorzüge, birgt aber auch typische Risiken. Wer davor die Augen verschließt, handelt sich oft Ärger ein.
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Auf dem Weg zum eigenen Haus gibt es viele Klippen zu umschiffen - das gilt für Standardmodelle ebenso wie für den individuellen Entwurf. (© Foto: Schierenbeck/dpa/tmn)
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Klassisch werden Häuser von Architekten gebaut. Für die notwendigen Arbeiten sind Handwerksbetriebe mittels Ausschreibung engagiert. Auch wenn ein Architekt maßgeblich an diesen Ausschreibungen beteiligt ist, bleibt - so die Stiftung Warentest in Berlin - der Bauherr in jeder Phase des Baus rechtlich Vertragspartner für alle Beteiligten.
Das Architektenhaus bietet dem Bauherrn die Möglichkeit individueller Gestaltung. "Bauherren sollten beim individuell vom Architekten geplanten Haus auf keinen Fall aus Kostengründen auf eine Baubegleitung verzichten", rät Thomas Drexel, Architekt und Fachbuchautor aus Augsburg. Der Architekt könne bei Problemen am Bau sofort einschreiten und Fragen der Handwerker fachkundig beantworten.
Preistreiber Bauherren
Viele Bauherren befürchten, dass bei einem Architektenhaus die Kosten nur schwer zu überblicken sind und sich erst während der Bauphase die wirkliche Summe herauskristallisiert. "Dies muss aber nicht sein", sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband der Privaten Bauherren (VPB) in Berlin.
Wichtig sei es, zu Beginn der Planungsphase den finanziellen Rahmen festzulegen. Die Preise in die Höhe treiben würden oft die Bauherren selbst, die bei der Auswahl der Ausstattungsvarianten wenig auf die Kosten achten.
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Moderne Verwaltung
Das habe ich geschrieben, weil es ein unhaltbarer Zustand in diesem Land ist.
Das habe ich geschrieben, weil selbst in wirtschaftlich gesunden Regionen bei den Architekten eine (inoffizielle) Arbeitslosigkeit von 25 Prozent herrscht.
Weil nur noch 4 Prozent aller Einfamilienhäuser von Architekten geplant werden und es um uns herum Länder gibt, wo es nicht so ist.
Nur noch 50 Prozent der Planungsleistungen überhaupt von Architekten erbracht werden.
Auch hier in den Kommentaren Sätze stehen, wie nicht gerade geringen Honoras.
Weil Büroleiter und Mitarbeiter von 40-Stunden-Wochen nur träumen können.
Weil auch in dem Artikel anklingt, dass man auf einen Architekten einfach verzichten kann.
Weil die Arbeit der Architekten in diesem Land gering geschätzt wir.
Weil es Architekten gibt, die nur überleben können, wenn sie für einen Hungerlohn gemessen an ihrer Ausbildung arbeiten und manche deswegen darauf verzichten bestimmte Aufträge anzunehmen wenn sie eine bestimmte Qualität abliefern wollen. Einfach weil es wirtschaftlich keinen Sinn macht.
Zitat:
"Der Ehrlichkeit sollte man auch dazu sagen, dass die meisten Freien Architekten keine Einfamilienhäuser mehr bauen, weil es sich nicht rechnet. Der Arbeitsaufwand, das Risiko (bspw. die Kosten für die Versicherung) sind einfach zu hoch."
schön, dass es diese architekten trotz allem immer noch gibt. die aufträge auch annehmen, wenn sie sich nicht rechnen. die aufträge auch deshalb annehmen, weil sie sich nicht rechnen. dia aufträge annehmen, weil sie sich freuen, dass gerade die "einmal im leben häusle bauer" NICHT zum generalübernehmer gehen usw.
grüße von einer die sich mit stolz einer Ihrer meinung nach geringenen Minderheit zurechnet!
Das ist keine Typfrage.
Wie sehen die Gewährleistung und die Verantwortlichkeit für die fachgerechte Ausführung aus?
Wie wird bezahlt? Im Voraus oder nach Baufortschritt minus Sicherheitseinbehalt lt. VOB?
Wer sucht wie die Handwerker aus?
Wer macht Vorschläge zur funktionellen und finanziellen Optimierung und in wessen Sinne?
Kann ein Bauherr ohne entsprechende Ausbildung überhaupt so ein komplexes Gebilde überblicken? Der regelmässige Besuch in einem Baumarkt oder der Konsum der diversen Reality-Soaps im Fernsehen kann kein Studium und Erfahrung ersetzen.
Individualität? Gerne. Aber dabei nicht aus dem Auge verlieren: Es geht um die Stadt. Und die Anpassung an die Situation, die optimale Nutzung des knappen Grundes sind genau so wichtig, wie die Anpassung an die Bedürfnisse der Erstbewohner.
Natürlich ist die Auswahl eines Architekten nicht einfach. Aber das ist die eines Schlüsselfertiganbieters auch nicht.
Es gibt neutrale Untersuchung, die nachweisen, dass Bauvorhaben dann am preiswertesten sind und am wenigsten Bauschäden haben, wenn darauf geachtet wird, dass Planung und Ausführung in getrennten Händen liegen und sich so gegenseitig kontrollieren. Nicht immer ist aus einer Hand die sinnvolllste Lösung. Eben weil, die Prozesse nicht kontrollierbar oder transparent sind. Welcher Bauherr kann bspw. schon sagen, ob die ausgeführte Leistung dem Umfang der bereits erfolgten Zahlungen entspricht? Oder den anerkannten Regeln?
Letztendlich gilt ein ganz einfaches Prinzip: Wer zahlt, sagt an. Wenn Planer und Bauleiter vom Bauherrn bezahlt werden (und nicht nur ein Sachverständiger, der dreimal auf die Baustelle kommt) arbeitet er für den Bauherrn. Wenn der Bauleiter von einem Unternehmen bezahlt wird, arbeitet er für den Unternehmer.
Der Ehrlichkeit sollte man auch dazu sagen, dass die meisten Freien Architekten keine Einfamilienhäuser mehr bauen, weil es sich nicht rechnet. Der Arbeitsaufwand, das Risiko (bspw. die Kosten für die Versicherung) sind einfach zu hoch.
Sicher, sicher... so ein Hausbau stellt einen vor verschiedene Aufgaben.
Bisher bin ich aber recht zufrieden mit unserer Eigenbrötlerei.
Ich habe selbst vor 4 Jahren ein Haus gebaut. Die Entscheidung welcher Architekt oder schlüsselfertig ist beim Hausbau die mit Abstand wichtigste Entscheidung. Wenn man sich für einen Architekten entscheidet sollte man sich diesen genau ansehen ob er zu einem selbst passt. Ein falscher Architekt kann bedeuten eine enorme Summe in den Sand zu setzen. Architekten, die einen Entwurf präsentieren, ohne sich das Grundstück angesehen zu haben sollte man gleich den Laufpass geben. Ein guter Architekt ist allerdings jeden Cent seines nicht gerade geringen Honoras wert.
Das fängt damit an, daß einem Laien meist es an räumlichem Vorstellungsvermögen fehlt. Er kann auch oft nicht beurteilen wie der Entwurf in der endgültigen Umgebung wirkt. 2 von 3 Neubauten hier im Baugebiet würde ich als Fehlentwurf bezeichnen wo genau diese Dinge missachtet wurden.
Weiter wird man während der Bauphase von Handwerkern mit "Bedenken" torpediert denen man als Laie kaum gewachsen wird. Man kann nicht beurteilen ob die Einwände berechtigt sind oder nur dazu dienen die Kosten in die Höhe zu treiben oder der Handwerker einfach keine Lust dazu hat.
Ohne Architekt landet man auch viel zu häufig in Baumärkten, was zur Folge hat das man meist auf einfallslose und langweilige Details zurückgreift.
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