Sind die Hausherren in weiter Ferne, ist die Wohnung leichte Beute für Einbrecher. Ein professioneller Haushüter passt auf und sorgt gleichzeitig für Tier und Pflanzen.
München - Drei Eigenschaften seien wichtig, sagt Amelie Wolfsberger. Man müsse Tiere mögen, brauche einen guten Daumen ("für die Blumen") und vor allem dürfe man nicht ängstlich sein: "Zähneklappern geht nicht", postuliert Wolfsberger. Auch dann nicht, wenn man wie sie 83 Jahre alt ist und ganz allein in einem fremden Haus in einer fremden Stadt sitzt."
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Haushüten" nennt sich das Hobby der Rentnerin aus dem oberbayerischen Dorfen. Drei-, viermal macht sie das jedes Jahr - jeweils für ein bis zwei Wochen. In den Ferien sich um die Wohnung von Freunden zu kümmern, ist eine Sache. Haushüten hingegen ist eine quasi professionelle Angelegenheit.
Zumindest sähe das der Verband Deutscher Haushüter-Agenturen (VDHA) gerne so. In diesem haben sich 28 Agenturen aus der ganzen Republik zusammengeschlossen, welche die Vermittlung von Haushütern als seriöse Dienstleistung betrieben, betont VDHA-Vize Günter Kratz.
Wer Haushüter werden wolle, müsse zum Beispiel Führungs- und Arbeitszeugnisse vorlegen, die vermittelnden Agenturen besäßen alle eine Gewerbeerlaubnis und eine Betriebshaftpflichtversicherung (falls einer der Haushüter mal versehentlich eine teure Vase vom Regal wischen sollte). "Das wird streng gehandhabt", versichert Kratz, denn leider gebe es in seiner Branche sehr viele Schwarzarbeiter.
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Schuldenkrise in Griechenland