Der Star-Designer Philippe Starck baut gerade sein erstes Haus in Deutschland. Wer einziehen will, muss im Schnitt 5000 Euro pro Quadratmeter zahlen.
Luxuriöse Wohnräume mit üppigen Kristallleuchtern, stilvolle Küchen, extravagante Badezimmer mit beleuchteten Wannen: Wer schon immer wohnen wollte wie Star-Designer Philippe Starck, kann sich diesen Traum in Hamburg erfüllen.
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Unter dem Marketing-Logo "Yoo" verkauft der Kölner Investor Vivacon vom weltberühmten Inneneinrichter entworfenen Wohnungen.
Auf dem Dalmannkai in der neuen Hamburger HafenCity entsteht gerade das erste Starck-Haus Deutschlands. Das hat eine Gesamtfläche von 7500 Quadratmeter - vor den Fenstern liegen Kreuzfahrtschiffe wie die Queen Mary II im Wasser.
Bestaunen lässt sich die Innenarchitektur der Luxus-Wohnungen, die zu Quadratmeterpreisen um 5000 Euro angeboten werden, in einem Showroom auf dem Baugelände. Vier Raumkonzepte stehen zur Auswahl: "classic", "nature", "minimal" und "culture".
Die Bewohner können übrigens das Interieur auch mit vom Künstler entworfenen Möbeln gestalten. Trotzdem ermöglicht Starck Individualität: "Der Kunde kann auch sagen, ich mache 80 Prozent aus dem Naturprogramm."
Der Star-Designer, der schon dem Paramount Hotel in New York, dem Pariser Café Costes und dem Delano Hotel in Miami zu Weltruhm verhalf, will in Deutschland nur in exponierter Lage bauen. Thomas Becker, Geschäftsführer von Yoo, schwärmt für das Projekt: "Das sind nicht nur Wohnungen mit einer exklusiven Ausstattung. Jede Wohnung ist ein Gesamtkunstwerk, ein Design-Unikat von Philippe Starck."
In Metropolen wie London, Hongkong, Miami und New York gibt es schon über 4000 extravagante Wohnungen, die Starcks Handschrift tragen. Auch hier zu Lande stoßen die Immobilien auf großes Interesse. Viele Wohnungen in Hamburg seien bereits verkauft.
Nach Angaben von Lars Schriewer, Sprecher der Vivacon, kostet der Neubau in Hamburg rund 40 Millionen Euro. Die günstigste Wohnung gibt es für 400.000 Euro, die teuerste für 7,3 Millionen Euro. Ende 2007 soll das Appartementgebäude mit 63 Einheiten, zwischen 70 und 260 Quadratmeter groß, bezugsfertig sein.
Die nächsten Starck-Häuser sollen in München und Köln entstehen, danach in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf. Studien wie etwa vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) zeigen, dass städtische Wohnungen vor allen von Singles gesucht werden.
In Deutschlands Großstädten wird durchschnittlich jeder zweite Haushalt von nur einer Person geführt. Vor 20 Jahren galt das Wohnen am Rande der Stadt noch als attraktiver. Deswegen sind die Investoren beim Starck-Haus optimistisch. Und sie erwarten natürlich "kräftige Wertsteigerungen".
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