Gut versichert im Studium Was Studenten bei der Wahl ihrer Krankenversicherung beachten sollten

Noch bei den Eltern mitversichert oder schon verpflichtet, eine eigene Krankenversicherung abzuschließen? Und wenn ja, welche? Das Thema Versicherung ist für viele Studenten neu. Was sie wissen sollten.

Von Katarina Lukac

Wohnungssuche, Vorlesungen und Erstsemesterpartys: Mit Versicherungsfragen will sich zu Studienbeginn kein Student herumschlagen. Die allermeisten müssen es zum Glück auch gar nicht, sollten sich aber über das Wichtigste einen Überblick verschaffen, schließlich müssen sie bei der Immatrikulation einen Krankenversicherungsnachweis vorweisen. Ohne den kann sich kein Student an einer deutschen Uni einschreiben.

Wer zuletzt in einer gesetzlichen Kasse kostenlos bei den Eltern familienversichert war, kann das bis zum 25. Lebensjahr bleiben - allerdings nur, wer neben dem Studium nicht zu viel jobbt. Maximal 375 Euro monatlich darf ein familienversicherter Student nebenbei verdienen, als Minijobber 400 Euro. Einen lukrativen Semesterferienjob muss trotzdem keiner ausschlagen: "Ferienjobs gelten nicht als regelmäßiger Einkommen", sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten.

Wer nebenbei mehr arbeiten will oder muss, oder sich bei den Eltern nicht kostenlos familienversichern darf - zum Beispiel weil ein oder beide Elternteile privat versichert sind - muss sich in der speziellen gesetzlichen Krankenversicherung für Studenten versichern und dort einen eigenen Beitrag von 80 Euro monatlich bezahlen. Ab dem 25. Lebensjahr kommen auch die bislang kostenlos familienversicherten Studenten in diese studentische Krankenversicherung.

Wer für das Studium etwas länger braucht, muss sich ab dem 30. Geburtstag oder am Ende des 14. Fachsemesters freiwillig gesetzlich versichern und - nach spätestens sechs weiteren Monaten Aufschub - in der Regel den monatlichen Mindestbeitrag von derzeit 145 Euro zahlen.