Die SPD will nach Informationen der Süddeutschen Zeitung im Kampf gegen die Rezession den Eingangsteuersatz von 15 auf zwölf Prozent senken.
Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete Finanzminister Peer Steinbrück am Freitag bei einem Treffen der zuständigen Arbeitsgruppe der großen Koalition.
Finanzminister Peer Steinbrück (© Foto: dpa)
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Parallel wollen die Sozialdemokraten den steuerlichen Grundfreibetrag von derzeit 7664 auf 8000 Euro anheben. Mit beiden Maßnahmen zusammen könnten "die untersten Einkommen gezielt entlastet werden", hieß es in Arbeitsgruppenkreisen. Die Kosten für den Staat würden sich dem Vernehmen nach auf rund 4,7 Milliarden Euro pro Jahr belaufen.
Mit dem Vorschlag, der am Montagabend von den Spitzen der Koalition beraten werden soll, vollzieht die SPD eine Kehrtwende. Die Sozialdemokraten hatten die Forderung der CSU nach sofortigen Steuersenkungen zunächst kategorisch abgelehnt, später allerdings einer Erhöhung des Grundfreibetrags zugestimmt.
Um in dieser Frage aus der Defensive zu kommen, schlug Steinbrück nun darüber hinaus die Senkung des Eingangsteuersatzes vor.
Von einem solchen Schritt würden alle Steuerzahler, insbesondere aber Geringverdiener profitieren. Für Steinbrück hätte das Modell zudem den Charme, dass es nicht nur eingängiger, sondern auch billiger wäre als das CSU-Konzept. Letzteres sieht neben einer Anhebung des Grundfreibetrags eine Verschiebung des gesamten Steuertarifs vor. Damit würden die einzelnen Steuersätze erst bei höheren Einkommensstufen greifen als bisher. Die jährlichen Kosten für die öffentlichen Haushalte lägen allerdings mit 7,7 Milliarden Euro um drei Milliarden Euro höher als bei Steinbrücks Modell.
(SZ vom 10.01.2009/mel)
Rekord in Deutschland
Wichtig ist nicht der Eingangssteuersatz, sondern wie er sich weiter entwickelt. Bereits die Senkung des Eingangssteuersatzes auf 15% war nur eine Luftnummer, weil der Satz danach sofort steil stieg. Nutzen würde ein solcher niedriger Satz nur, wenn er beispielsweise bis zum mittleren Einkommen auf dieser Höhe bliebe.
Mein Vorschlag für einen Steuertarif:
Bis 60% des mittleren Einkommens (unter der Armutsgrenze) 0%
Weiter bis zum mittleren Einkommen 20%
Dann linear ansteigend bis zum 20-fachen des mittleren Einkommens auf 60%
Über dem 20-fachen des mittleren Einkommens 60%
Dann brauchte man keine Managergehälter gesetzlich zu begrenzen. 60 % der Einnahmen über 700.000 Euro im Jahr würde wegbesteuert (Heute sind es 45%).
Wenn man jährlich die das mittlere Einkommen neu berücksichtigt, gibt es keine kalte Progression mehr.
Leute...der naechste Wahlkrampf ist schon eingelaeutet, da gibts versprecher in Huelle und Fuelle. Viel sinnvoller waere es, endlich die hausaufgaben zu machen (Lobbies absaegen, Nebenjobs fuer Abgeordnete verbieten, Steuerecht vereinfachen, Buerokratie abbauen etc.). Das wird hoechstens ein Tropfen auf den heissen Stein.
Irgendwoher muss die Steuer, die das Gemeinwesen finanziert ja kommen. Nur durch Einsparungen alleine ist das nicht zu bewerkstelligen. Freibier für alle funktioniert auf Dauer nicht, wie man sehr schön an der Finanzkrise sieht.
Das ist doch mal ein toller Vorschlag: Die Konsumsteuer runter, denn Konsumenten sind wir alle und alle haben was davon!
Es hat nur einen Fehler. Diese Maßnahme ist nicht kompliziert genug, weil zu einfach. Das können die in Berlin nicht.
Nach der Aufhebung der Sittenwidrigkeit der Prostitution (Prostitutionsgesetz) ging u. a. die Stadt Köln den Weg, eine Sexsteuer einzuführen. Swingerclubs, Striptease-Bars usw. bezahlen laut der Kölner Steuersatzung nach Fläche, während für den Bereich der Prostitution eine Pauschale von 6 Euro pro Sexualdienstleister erhoben wird. § 2 Nr.6+7 der Vergnügungssteuersatzung der Stadt Köln vom 19. Dezember 2003. Gegen die Besteuerung der Prostitution erhobene Klagen wies das Verwaltungsgericht Köln ab-hier sieht man exemplarisch die raffgier mancher kommunen
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