Die britische Regierung plant zusätzliche Milliardenhilfen für die angeschlagene Finanzbranche. Auch von Komplettverstaatlichungen ist mittlerweile die Rede.
Die britische Regierung arbeitet an einem weiteren Hilfspaket für die angeschlagenen Banken. Es hat ein Volumen von bis zu 200 Milliarden Pfund (etwa 220 Milliarden Euro), für die der Steuerzahler gerade stehen muss.
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Filiale der Barclays Bank in London: Das krisengeschüttelte Geldhaus legt seine Bilanzen vorläufig offen. (© Foto: dpa)
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Kernelement ist eine Art staatliche Versicherung, um die angeschlagenen Banken von faulen Krediten und Wertpapieren zu entlasten. Demnach sollen die Kreditinstitute ihre Ramschpapiere offenlegen und mit einer Gebühr gegen Zahlungsausfälle und Verluste absichern. Regierung, Notenbank und Finanzaufsicht wollen das neue Hilfspaket an diesem Montag vorstellen.
Dem Vernehmen nach gibt es auch Pläne, große Geldinstitute voll zu verstaatlichen. Durch diesen Schritt könnte sich etwa der Staatsanteil an der Royal Bank of Scotland (RBS) von derzeit 58 auf 70 Prozent erhöhen.
Gründung einer Bad Bank wenig wahrscheinlich
Diesen Schritt sieht Premierminister Gordon Brown offenbar als letzten Ausweg an, die Kreditklemme zu durchbrechen, in der die Wirtschaft steckt. Trotz milliardenschwerer Hilfen ist das Kreditgeschäft blockiert. Großbritannien steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit 1990.
Browns Berater haben zudem die Gründung einer Bad Bank (wörtlich: schlechte Bank) diskutiert. "Wir spielen verschiedene Optionen durch", hieß es in Londoner Finanzkreisen.
Die Gründung einer Bad Bank gilt aber als wenig wahrscheinlich. Sie würde die Gründung einer staatlichen Auffanggesellschaft erfordern, die sämtliche problematischen Papiere aufkauft. Nachteil wäre ein erheblicher Bürokratie-Aufwand.
Außerdem zeigen die Erfahrungen in den USA, das es schwierig ist, den Aufkaufpreis dieser Papiere objektiv zu bestimmen. Dies war nicht zuletzt der Grund, dass der scheidende US-Finanzminister Henry Paulson von seinem Aufkauf-Programm für US-Banken abrückte.
Premier Brown forderte indes die britischen Kreditinstitute auf, das Ausmaß ihrer faulen Kredite offen zu legen. Zugleich warnte er in der Financial Times vor einer finanzpolitischen Isolation, bei der sich die Banken auf ihre Heimatmärkte zurückziehen.
Lesen Sie auf der zweiten Seite, welche Verluste Experten für die britischen Großbanken in diesem Jahr erwarten.
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Debatte über Urheberrecht
Es hat doch keinen Zweck sich diese ganzen Milchmädchenrechnungen nochmal reinzuziehen. Wer nix brauchbares mehr produziert, schmiert eben irgendwann ab, denn den Urlaub, den diese Leute von der Vernunft gemacht haben, den will keiner mehr finanzieren...
In Deutschland waren es die hochmütigen Personalchefs, die sich nur noch mit Mitmachern sprich Untertanen eindeckten und jegliches Denken in Alternativen erstickt haben.
Aber dauerhaft und nicht nur solange die Verluste eingefahren werden.
Diese ganze Finanzbranche ist doch nur drauf aus, auf Kosten anderer abartig hohe Renditen zu erwirtschaften.
Da gehts doch nicht um Dienstleistung.
Die Versicherungen gehören auch dazu.
Vor nicht so langer Zeit gingen unsere Nachbarskinder nach Great Britain und bekamen dort Arbeit und Lohn im Gegensatz zu Deutschland. Jetzt werden die Bauprojekte wegen Finanzierungsproblemen gestoppt. Ich hoffe, sie müssen nicht bald zurück in unser dann Jammertal.
Aber Geld "verdienen" ganz ohne Hardware-Produktion funktioniert nur auf Zeit. Und wenn es dann eine Papiergeldwirtschaft wird, dann lässt Simbabwe schön grüßen...
wenn man eine Hypothek über 100.000 Euro und 5% Zinsen mit 5000 Euro Eigenkapital und 95.000 Euro bei der EZB für 3% geliehen finanziert. Die Zinsdifferenz macht etwa 2150 Euro aus, also 21,5% Ertrag auf 5000 Euro eigenes Geld. Brutto sind das 43% Marge, abzüglich Kosten für Glaspaläste, überbezahltes Personal und sonstiges.
Es wird nur zu einem Problem, wenn die Bank eigenes Geld und das Ihrer Kunden in US-Schrottpapiere investiert. Dann kann es passieren, dass die Zahlungsverpflichtungen höher sind als das Haben und damit ist die Bank insolvent. Mit dem Aktienkurs hat das erstmal wenig zu tun, es sei denn die Bank hat frühere Gewinne in eigene Aktien investiert und muss bei fallenden Kursen nun deftig auf die eigenen Papiere abschreiben.
Wenn die Banken alle ihre faulen Fehlspekulationen aufdecken, weiß doch auf Anhieb jeder, wie dumm sie denn nun wirklich sind, einschließlich Ackermann, der damit seine 25 % Gewinn pro Jahr erwirtschaften wollte. Mit Derivaten, Zertifikaten, mit Wetten und Schneeballsystemen. Dann kommt aber auch raus, dass die Banken wesentlich mehr Minus haben, als der Aktienwert ist. Also Pleite. Wenn der Steuerzahler Geld aufwenden soll, dann selber direkt an Kreditnehmer verleihen, dann ist das Geld sicher und wird mit Zinsen zurück gezahlt. Und die Banken sollen ihre faulen Papiere bitte schön selber versilbern.