Alles nur halb so wild? Von wegen! Griechenland ist nicht mit ein paar Milliarden Euro geholfen. Die Sanierung wird teuer - und gelingt nur, wenn alle zusammen helfen.
Niemand traut sich auszusprechen, was in Wahrheit alle wissen: Griechenland könnte schon bald in Zahlungsnot geraten. Doch Politiker, Notenbanker und Manager des Internationalen Währungsfonds (IWF) tun so, als sei alles halb so wild. Das könnte sich als falsch erweisen. Internationale Anleger versuchen, griechische Staatsanleihen abzustoßen und aus dem Euro auszusteigen. Es riecht nach Panik an den Märkten.
Akropolis in Athen: Jeder muss seinen Obolus entrichten, um Griechenland zu helfen. (© Foto: dpa)
Anzeige
Wenn es der Regierung in Athen nicht gelingt, im laufenden Jahr jene 25 Milliarden Euro aufzubringen, die sie zur Ablösung ihrer auslaufenden Altschulden und zum Stopfen des Haushaltsdefizits braucht, ist Griechenland pleite. Kommt nicht schnell Hilfe aus dem Ausland, wird das Land ein Schuldenmoratorium ausrufen müssen und damit erklären, dass es nur einen Teil seiner Kredite bedienen kann, so wie dies Deutschland 1923 und Brasilien im Jahr 1982 getan haben.
Nur: Griechenland ist nicht gerettet, selbst wenn sich EU und IWF dazu durchringen, die in Aussicht gestellten 45 Milliarden Euro rauszurücken. Was nottut, ist ein Rettungspaket, das Hellas nicht nur für ein paar Monate Luft verschafft, sondern dauerhaft seine Finanzprobleme löst. Dazu müssten sich griechische Regierung und Sozialpartner, IWF und Gläubiger an einen Tisch setzen.
Jeder müsste seinen Obolus entrichten: Die Griechen müssten weitaus tiefere Einschnitte in Sozialleistungen und Löhne akzeptieren als bislang, um aus der Schuldenfalle zu kommen. Die Besitzer von Anleihen müssten in Kauf nehmen, dass die Kupons gekürzt und die Laufzeiten gestreckt werden. IWF und EU müssten Geld geben. Nur gemeinsam kann die Sanierung glücken.
- Thema
- Euro-Krise RSS
- Griechenland "Das wird ganz hart" 21.04.2010
- Börse Nervöse Zuckungen 19.04.2010
- Athen in Not Griechische Tragödie 08.03.2010
- Kostenlose Leseprobe SZ unverbindlich testen 29.07.2009
- Euro-Krise: Außenhandels-Präsident "Gift für die Wirtschaft" 17.05.2010
- Euro: Starker Wertverlust Mit Schwung in die Tiefe 17.05.2010
- Star-Ökonom Nouriel Roubini Rezepte des Dr. Doom 16.05.2010
(SZ vom 22.04.2010/tob)
Eurovision Song Contest
anstatt Ratschläge gegen den Maastrichtvertrag zu erteilen, die dann in absehbarer Zeit die letzten "Hartländer- Nordländer" zum Austritt aus der WWU treiben werden , sollten Sie diesmal den rat der 4 Professoren folgen( z.B. Hankel und Schachtschneider),die da lauten"Grichenland soo freiwillig aus der WWU austreten, die Drachme wieder als Währung einführen und dann die Drachme ausreichend abwerten um wieder wettbewerbsfähig zu werden.Fragen Sie bitte Ihren Kollegen, der heute über ein Interview mit Prof. Hankel berichtete.
Was hielten Sie davon , im Büro zu a r b e i t e n , anstatt hier Ihre überwiegend dümmlichen Erleuchtungsversuche unters Volk zu bringen ?!
... "wegen" ginge wohl eher
Lieber AndiDD ...- ich will Ihnen ein Mal die Ehre geben , zu versuchen , Sie belehrenzu .
Ganz konkret - ein inzwischen allgemein bekannter Aspekt - : kleine und mittlere Firmen gehen inzwischen schon mal pleite allein deshalb , weil die öffentlichen Auftraggeber mangels Ebbe in ihren Kassen die Rechnungen zu spät begleichen ! Allgemein gesprochen : die öffentlichen Schuldenberge sind/waren auf der anderen Seite die kaufkräftige Nachfrage für Unternehmen aller Art .
Und was die "arbeitenden Deppen" auf der einen Seite und die "Hängemattenlieger" auf der anderen betrifft : Letztere können/wollen Sie weder verhungern lassen oder auf die Halbinsel Kamtschatka auslagern , oder ?
Und selbst wenn Sie ,sagen wir :100 Milliarden , für öffentliche Verschwendung in den letzten 10 Jahren ansetzen wollen - ... so sind auch die als kaufkräftige Nachfrage auf dem Markt (zur Freude vieler Unternehmen !) aufgetaucht .
Schlussfolgerungen bitte selbst zu ziehen ...
ist es nicht möglich diese Räuber und Betrüger zur Rechenschaft zu ziehen? Auch handelt es sich hier um übelste Betrügereien, die letztlich das Fundament dieser unsäglichen Eurogemeinschaft erschüttern werden, so oder so. Da können sich sich die Machtinhaber hierzulande noch so anstrengen und den Bürgern versuchen Sand in die Augen zu Streuen, es wird teuer für uns. Warum eigentlich sollen wir vorsätzlichen Betrügerreien tollerieren von Politikern aus Südeuropa, deren Integrität schon immmer mehrheitlich in Zweifel gezogen werden durfte. Hierzulande wird gespart, gepresst bis es quischt und die mediteranen Staaten der EU lassen es sich und Ihren Bürgern, auf Kosten anderer "gut" gehen, das muß ein Ende haben , sonst ist die EU demnächst am Ende. Wir beginnen desshalb besser von vorne, mit Benelux Frankreich,Österreich,Deutschland und Scandinaviern, dort kann man sicher sein das der eine den anderen nicht übervorteilt zumindest nicht mit diesem kriminelllen Vorstatz,wie er im Falle Griechenland zu Tage tritt. Nicht zu vergessen sind die anderen Kandidaten, die PIIGS-Staaten, werden in aller kürzester Zeit die gleichen Probleme haben, dann geht die Post erst richtig ab.
Paging