Die Investmentbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers haben durch die Kreditkrise einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Der große Crash ist den Banken aber erspart geblieben.
Die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs ist trotz eines Gewinneinbruchs von der Kreditkrise weniger stark getroffen worden als von Experten befürchtet. Unter dem Strich verdiente Goldman Sachs im ersten Geschäftsquartal mit 1,47 Milliarden Dollar rund 50 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.
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Auch die Investmentbank Lehman Brothers ist mit einem deutlichen Gewinnrückgang ins neue Jahr gestartet. Der Überschuss sank im ersten Geschäftsquartal um fast 60 Prozent auf 465 Millionen Dollar (294 Mio Euro). Wegen der Kreditkrise musste Lehman Brothers nochmals rund 1,8 Milliarden Dollar abschreiben.
Nach der Fast-Pleite und dem Notverkauf des Wettbewerbers Bear Stearns betonte Lehman Brothers ausdrücklich, keinerlei Liquiditätsprobleme zu haben. Nach Gerüchten um Probleme bei Lehman war der Aktienkurs der Investmentbank allein am Montag um knapp 20 Prozent eingebrochen.
Je Aktie verdiente Lehman im Ende Februar abgeschlossenen ersten Quartal 0,81 Dollar nach 1,96 Dollar vor einem Jahr. Im vergangenen Jahr hatte die Bank noch einen Rekordgewinn eingefahren.
Auch Goldman Sachs offenbart höhere Belastungen
Die Marktbedingungen seien sehr schwierig, räumte auch der Chef von Goldman Sachs Lloyd Blankfein am Dienstag in New York ein. Dies biete aber auch Chancen.
Die Belastungen durch die Krise summierten sich bei Goldman Sachs im Ende Februar abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal netto auf rund zwei Milliarden Dollar (1,27 Mrd Euro). Zuvor waren weit höhere Wertberichtigungen erwartet worden. Je Aktie verdiente Goldman 3,23 Dollar im Vergleich zu 6,67 Dollar ein Jahr zuvor.
Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Goldman Sachs ungeachtet der Kreditkrise noch einen Rekordgewinn eingefahren.
Nach dem Notverkauf der strauchelnden Investmentbank Bear Stearns an JP Morgan waren die Zahlen des Branchenführers Goldman Sachs mit besonderer Spannung erwartet worden. Viele Analysten hatten sich bereits auf die nächste Hiobsbotschaft eingestellt.
Unter dem Strich verdiente Goldman Sachs noch 1,47 Milliarden Dollar nach 3,15 Milliarden Dollar im Vorjahr. Die Erträge sackten von 12,7 auf 8,2 Milliarden Dollar ab. Analysten hatten mit einem Überschuss von 1,19 Milliarden Dollar und Erträgen von 7,5 Milliarden Dollar gerechnet.
Die Belastungen durch die Krise summierten sich im ersten Quartal netto auf zwei Milliarden Dollar. Im Vorfeld der Zahlen waren Wertberichtigungen von rund drei Milliarden Dollar Belastungen im Umlauf.
Mit Spannung wird jetzt die Zinsentscheidung der US-Notenbank erwartet. In den vergangenen Tagen hatte sich der Druck zu Zinssenkungen enorm erhöht. Viele Analysten rechnen daher mit einer entsprechenden Entscheidung der Notenbank.
(sueddeutsche.de/dpa/ap/jkf/mel)
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... aber die Realität wird auch sie einholen!