Goldman Sachs übertrifft sich selbst: Die größte US-Investmentbank hat zwar weniger verdient, steht aber immer noch besser da als erwartet.

Der Gewinn sank im zweiten Geschäftsquartal von März bis Mai zwar um zehn Prozent auf 2,05 Milliarden Dollar (1,32 Mrd Euro). Der Branchenführer schnitt damit aber deutlich besser ab als von Experten angesichts der Belastungen durch die Kreditkrise befürchtet worden war.

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Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Finanzkrise ohne große Blessuren überstanden. (© Foto: dpa)

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Der Gewinn pro Aktie betrage 4,58 Dollar, teilte das Geldhaus am Dienstag vor US-Börsenbeginn mit. Analysten hatten im Schnitt nur mit 3,42 Dollar gerechnet.

Die Erträge seien im zweiten Geschäftsquartal um sieben Prozent auf 9,42 Milliarden Dollar zurückgegangen, teilte Goldman Sachs am Dienstag in New York mit.

Angesichts der schwierigen Marktbedingungen sei man über das Ergebnis erfreut, erklärte Goldman-Chef Lloyd Blankfein. Goldman-Aktien legten angesichts der Zahlen vorbörslich um 1,6 Prozent auf 185 Dollar zu.

Im Gegensatz zu vielen anderen Finanzhäusern schrieb Goldman Sachs trotz der Finanzkrise bisher in keinem Quartal rote Zahlen.

Glimpflich davongekommen

Konkurrent Lehman Brothers hatte am Montag einen Quartalsverlust von 2,8 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Die zweitgrößte US-Investmentbank Morgan Stanley will am Mittwoch ihre neuesten Zahlen vorlegen.

Die Ergebnisse von Goldman waren an der Börse mit großer Spannung erwartet worden, weil das Institut in der Kreditkrise bislang relativ glimpflich davongekommen ist.

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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/mel/hgn)