Krise abgehakt, Blick nach vorn: Die US-Großbank Goldman Sachs feiert ihren Milliarden-Gewinn und lässt die Mitarbeiter daran teilhaben - doch in den USA wird das Treiben mit viel Argwohn betrachtet.
Während die anderen Geldinstitute noch mit den Folgen der Krise kämpfen, sprüht die US-Großbank Goldman Sachs wieder vor Kraft und Selbstvertrauen. 2,7 Milliarden Dollar hat das Institut alleine im zweiten Quartal des Geschäftsjahres erwirtschaftet - und von diesem Kuchen soll auch die Belegschaft ein großes Stück bekommen.
Die Großbank Goldman Sachs lässt ihre Mitarbeiter an den jüngsten Geschäftserfolgen teilhaben. (© Foto: dpa)
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Insgesamt 6,65 Milliarden Dollar sind in diesem Quartal für die Vergütung sowie Bonizahlungen der Angestellten vorgesehen, deutlich mehr als noch in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres. Jeder Mitarbeiter habe im Durchschnitt 226.156 Dollar erhalten.
Würde dieser Betrag auf das Gesamtjahr hochgerechnet, bekäme jeder Goldman-Mitarbeiter ein Jahressalär von knapp einer Million Dollar - und damit fast so viel, wie in der stärksten Boom-Phase. Die US-Bank hat ihre Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr um 16 Prozent reduziert und beschäftigt derzeit noch 29.400 Angestellte.
Erfolg mit Investmentbanking
Die hohen Vergütungen für die Goldman-Banker rufen jedoch auch jede Menge Argwohn hervor. Fachleute haben bereits davor gewarnt, dass die Gehälter angesichts der Rezession und zunehmenden Arbeitslosigkeit in den USA für große öffentliche Kritik sorgen könnten.
Es ist erst drei Jahre her, da zahlte Goldman Sachs etwa 50 Angestellten ein Jahressalär von mehr als 20 Millionen Dollar aus. Im Jahr 2007 erhielt Konzernchef Lloyd Blankfein einen der höchsten Bonus-Zahlungen in der Geschichte.
Der Größenwahn ist zurück an der Wall Street, zumindest bei Goldman Sachs. Das Finanzhaus ist eines der wenigen Geldhäuser weltweit, das sich noch voll auf das krisengeschüttelte Investmentbanking konzentriert. Mit den Gewinnen im Rücken konnte Goldman Sachs zuletzt bereits die vor neun Monaten geleistete Staatshilfe von zehn Milliarden Dollar zurückzahlen.
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(sueddeutsche.de/Reuters/tob/pak)
Moderne Verwaltung
Goldman Sachs, die Giftmischer der Wallstreet haben die Welt verseucht mit Papieren die nichts Wert waren. Der Betrüger hat gewonnen...............
Ich habe in der SZ jahrelang gelesen, dass Neid nur in Deutschland existiert und so etwas in den USA nicht denkbar ist. Im Gegenteil: selbst größte soziale Unterschiede werden in den in den USA hingenommen und als Begleiterscheinung des American Dream dargestellt. Argwohn passt nicht in dieses Bild.
werden wohl erst begreifen, was die Stunde geschlagen hat, wenn die ersten Molotow-
Cocktails in Ihre Glaspaläste fliegen. Vielleicht findet die nächste Oktoberrevolution ja in New York seinen Anfang. Wundern würde es mich nicht bei der Borniertheit und Dummheit der Bankereliten.
Hinblick auf die Boni, würde ich sagen, ein sehr arbeitnehmerfreundlicher Arbeitgeber.
In diesem Sinne!