Die Gerüchteküche brodelt: Griechenland könne auf Grund seiner maroden Staatsfinanzen aus dem Euroraum ausscheiden, heißt es. Doch EZB-Präsident Trichet erteilt all diesen Spekulationen eine Absage.
Die Finanzprobleme Griechenlands werden nach den Worten von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nicht zu einem Austritt aus der Währungsunion führen. "Ich kommentiere solche absurden Hypothesen nicht", sagte Trichet in Frankfurt.
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet: "Es gibt viel harte Arbeit zu erledigen." (© Foto: dpa)
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Er forderte Griechenland zugleich dazu auf, seine Hausaufgaben zu machen und seine Finanzen wieder in Ordnung zu bringen. "Es gibt viel harte Arbeit zu erledigen", sagte der EZB-Chef.
Die Regierung in Athen hatte zuvor erste Details ihres Sparplans bekanntgegeben. Demnach soll das Defizit binnen drei Jahren unter die EU-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts gedrückt werden. Für 2009 wird ein Fehlbetrag von 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwartet.
Leitzins bleibt auf Rekordtief
Die Rating-Agenturen hatten wegen der Schuldenkrise die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft, was neue Kredite für Griechenland verteuert. An den Finanzmärkten wird über einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion spekuliert, weil Athen dann die eigene Währung abwerten und dadurch etwa den Export ankurbeln könnte.
Zuvor hatte die EZB bei ihrer ersten Ratssitzung 2010 beschlossen, den Leitzins für den Euro-Raum auf dem Rekordtief von einem Prozent zu belassen. Trichet erklärte, der niedrige Zins sei angesichts des geringen Inflationsdrucks und der weiterbestehenden wirtschaftlichen Risiken weiterhin angemessen.
Nach jüngsten Daten sei die Wirtschaft in den 16 Ländern der Euro-Zone auch im letzten Quartal 2009 gewachsen, erklärte Trichet. Für 2010 erwarte die Zentralbank ein moderates Wirtschaftswachstum. Die Erholung werde aber nicht stetig verlaufen und die weiteren Aussichten seien von Unsicherheit geprägt.
Ermahnung zum Schuldenabbau
Trichet ermahnte die Länder der Euro-Zone, möglichst schnell ihre hohe Verschuldung aus der Krise wieder abzubauen. Steuersenkungen kämen erst mittelfristig in Betracht, wenn die Länder genügend finanziellen Spielraum zurückgewonnen hätten, sagte Trichet, ohne die Steuerdiskussion in Deutschland ausdrücklich zu erwähnen.
Länder wie Griechenland und auch Irland müssten eine Strategie wählen, die ihnen erlaube, ihre Wettbewerbsfähigkeit schnell wieder zu verbessern, mahnte Trichet.
Die europäischen Währungshüter haben seit der Verschärfung der Finanzmarktkrise im September 2008 den Leitzins in sieben Schritten auf den historischen Tiefstand gesenkt. Seit Mai 2009 liegt er bei einem Prozent. Ein Anziehen der zinspolitischen Zügel erwarten Analysten kurzfristig nicht.
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(sueddeutsche.de/Reuters/pak/hgn)
Christopher Lee zum 90.
einer macht immer den Anfang, sollte Griechenland seine Finanzen nicht in Ordnung bekommen, dann haben die keine andere Wahl, als
die jenige wieder eine eigene Währung zu instalieren. Der Dominoefekt ist das wahre Risiko für die EU, denn es gibt noch mehr
potenielle Kandidaten, die sich besser wieder eine eigene Währung zulegen sollten. Die Zeiten in denen Bankster und von Ihnen abhängige Entscheider die Spielregeln festlegen, sollten bald zu Ende sein, oder es wird europaweit, soziale Unruhen geben.
Das Ausscheiden aus dem Euroraum ist DIE Rettung für Griechenland. Es ist klar, dass damit eine Hürde entsteht, die z.B. Kapital vor Ort stärker bindet, anglische Banker mehr verschreckt, neues Vertrauen in der Bevölkerung schafft und vor allem Griechenland den Fördertopf der EU wieder zugänglich macht.
Nur sollte die neue Währung für den Neuanfang und als Symbol für die wiedererlangte Freiheit für irgendwelche unionistische Großideologen, z.B. in Brüssel, London und New York, nicht frei handelbar sein. Griechenland ist nicht der einzige Staat, siehe selbst USA und Kleinbritannien, dessen Führung, die Übersicht verliert. Vielleicht liegt es daran, dass alle etwas studieren, was wie das Klima wider der anglischen Lehre unberechenbar ist.
scheint schon öffentlich zu beten.