Die Hundesteuer steigt, das Hallenbad bleibt kalt: Kommunen reagieren auf ihre miserable Finanzlage. Weil Steuern ausbleiben, wollen Städte ihre Bürger schröpfen.
Die von der Bundesregierung beschlossene Steuersenkung könnte sich für die Bundesbürger als Geschenk mit Bumerang-Effekt erweisen: Städte und Gemeinden warnen, angesichts der Steuerausfälle könnten kommunale Gebühren steigen - etwa bei der Hundesteuer. Auch höhere Eintrittspreise oder kälteres Wasser in Hallenbädern seien denkbar, um die Stadtsäckel zu entlasten.
Eine höhere Hundesteuer, um Steuerausfälle auszugleichen - der Städte- und Gemeindebund hält das für unausweichlich. (© Foto: ddp)
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Viele Städte würden bei weiteren Steuerausfällen gezwungen, neue Schulden zu machen, Leistungen einzuschränken und Gebühren zu erhöhen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, am Montag in Berlin. Die Finanzlage der Städte sei bereits heute katastrophal. Union und FDP wollen die Bürger 2011 um knapp 20 Milliarden Euro Steuern entlasten - ein Geschenk, dass die Kommunen teuer zu stehen kommt.
"Keinerlei Spielraum"
Nach Berechungen des Verbandes klafft in diesem Jahr zwischen den Einnahmen und Ausgaben der Kommunen ein Haushaltsloch von rund zwölf Milliarden Euro. "Für weitere Steuersenkungen sehen wir keinerlei Spielraum", sagte Verbandspräsident Christian Schramm. Stattdessen müsse der "Schuldensumpf trockengelegt" werden. Schon heute seien viele Städte und Gemeinden gezwungen, selbst zur Auszahlung von Gehältern Kredite aufzunehmen.
Auch die Betreuung in Kindertagesstätten sei durch die schwarz-gelbe Steuerpolitik gefährdet, mahnte Landsberg. Der ab 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz könne nach Einschätzung der Kommunen nicht erfüllt werden.
Kinderbetreuung gefährdet
Weil viel mehr Eltern als vorhergesagt ihren Nachwuchs in die Krippe schicken wollten, würden 2013 statt 750.000 bis zu 1,3 Millionen Plätze gebraucht.
"Dafür ist kein Geld da. Auch die 150.000 zusätzlichen Erzieher haben wir nicht", sagte Landsberg. Er forderte die Bundesregierung auf, beim Ausbau der Kita-Förderung schnell nachzubessern.
Derzeit gibt es rund 417.000 Plätze in Kindertagesstätten. Damit gehen rund 20 Prozent aller Kinder unter drei Jahren in eine Kita. Der Bund will die Zahl der Plätze bis 2013 auf 750.000 ausbauen und die Quote auf 35 Prozent erhöhen. Laut einer Umfrage im Auftrag der Kommunen wollen aber rund 66 Prozent der Eltern ihr Kleinkind in die Kita schicken. Bei Akademikern seien es 79 Prozent.
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/mikö/hgn)
Diskussion um Leinenpflicht für Hunde
Überlege mir gerade ein neues Auto zu kaufen oder doch einen coolen Freund, einen Hund... Es wird wohl beim Auto bleiben. Und weil ein Hund mehr CO2 freisetzt, kann ich mir sogar doch den SLK 55 AMG kaufen. Deutlich mehr Fahrspaß/Leistung/Geschwindigkeit (als das alte Auto) und doch weniger CO2 (als der Hund). So hab ich es noch nie gesehen. Cool! Ich bin damit ein Umweltretter, ich habe das schon immer gewusst!
ja ich mag auch diese haufenweise durch die Gegend markierenden Vierbeiner. Die so schön auf den Grünflächen umher trollen, und immer für eine Überraschung gut sind. Ja mei, der will ja nur spielen ... es gibt andere Sachen über die es zu schreiben gäbe, Schuldenabbau, Städte ohne Schulden und wie sie das gemacht haben (kein Hallenbad, keine Ampeln, Ausgabenliste etc.). Ham mer jetzt schon wieder Wahlkampf ?
...und ich dachte immer, der Staat ist für den Bürger da und nicht umgekehrt?
...und wieviel CO2 produziert ein erwachsener Mensche? Wieviel Ökosteuer habe ich künftig zu zahlen?
Sie haben ja so recht - es ging eigentlich niemals um die Entsorgung der Hundehinterlassenschaften. Die Hundesteuer ist ein Relikt von Anno Tobak und galt seinerzeit als Aufwandssteuer dafür, dass jemand offensichtlich finanziell in der Lage war, sich den Luxus der Hundehaltung zu erlauben. Seither möchte keine Gemeinde auf diese z.T. recht kräftig sprudelnde und ach so leicht zu erhöhende Finanzquelle verzichten.
Wie bei allem: Es geht einzig und allein um die Kohle der Bürger und da wollen sie eben ganz nah ran, ran, ran!
Paging