Banken trommeln für Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion - sogenannte Revolving-Produkte. Wer nicht aufpasst, zahlt horrende Zinsen.
Mit flotten Sprüchen preisen Geldhäuser Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion an. Diese sogenannten "Revolving''-Produkte, bei denen sich der Kredit quasi ständig erneuert, sind in den USA schon lange üblich.
Anzeige
Die Banken versprechen den Kunden meist bequeme Rückzahlungsmodalitäten und einen hohen finanziellen Spielraum. Für die Kartenbesitzer können die Angebote jedoch teuer werden, warnen Verbraucherschützer. Wer nicht ständig seinen Kontostand kontrolliere, könne schnell den Überblick über seine Schulden verlieren.
Bei diesen Bankprodukten werden die Kreditkartenkonten nicht mehr monatlich automatisch per Lastschrift ausgeglichen, wie es bei der klassischen Kreditkarte üblich ist. Stattdessen vereinbart der Kunde mit dem Geldhaus die Abbuchung monatlicher Raten.
Den jeweiligen Restbetrag kann der Kunde innerhalb eines individuellen Kreditrahmens nach Belieben abzahlen. Doch diese Flexibilität hat ihren Preis. Während die Banken den Kunden bei der klassischen Kreditkarte vom Tag der Zahlung bis zur nächsten Abrechnung praktisch einen zinslosen Kredit gewähren, kann das System mit Teilzahlungsfunktion hohe Kosten verursachen. Denn für die nicht ausgeglichenen Schulden werden saftige Kreditzinsen fällig.
"Die Banken bauen auf Unkenntnis"
Verbraucherschützer vermuten, dass hinter den Angeboten eine ganz bestimmte Absicht steht: "Die Banken bauen auf die Unkenntnis und Trägheit der Kunden, die nicht jeden Monat aktiv das Kreditkonto ausgleichen. Dann können sie vom Kunden kräftige Überziehungszinsen kassieren", beschreibt Rechtsanwalt Hartmut Strube von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen das Geschäft mit den Revolving-Kreditkarten.
In den Werbetexten der Kartenanbieter liest sich das freilich ganz anders. "Die schönen Momente des Lebens spontan genießen und dabei finanziell beweglich bleiben'', preist beispielsweise die Deutsche Bank ihre "WorldFlexCard'' an. Mit der finanziellen Beweglichkeit ist es allerdings nicht weit her, und der Gebrauch der Karte kann hohe Kosten mit sich ziehen.
Denn Inhaber der Karte können die Höhe der automatischen Ratenzahlung nicht frei wählen. Sie können lediglich bestimmen, ob sie fünf oder zehn Prozent des Schuldenstandes, mindestens aber 25 Euro, automatisch abbuchen lassen. Für den Rest der Kontenüberziehung zahlt der Deutsche-Bank-Kunde stolze 14,48 Prozent Effektivzins, wenn er nicht selber initiativ wird und auch die Restschulden begleicht.
Nicht immer günstig für Kunden verläuft auch die Ratenrückzahlung beim vergleichbaren Modell der Direktbank ING-Diba. "Bei Teilzahlung zahlen Sie monatlich nur fünf Prozent des Saldos zurück und gleichen den Rest aus, wann Sie wollen. Das kostet Sie weniger als die meisten Dispokredite", heißt es in der Werbung. Dabei bucht das Institut mindestens 50 Euro ab, für den Rest werden effektiv 10,9 Prozent Zinsen fällig.
Damit Diba-Kunden möglichst häufig mit der Karte bezahlen, gibt es ein Geldgeschenk: 50 Cent Sofortbonus für jeden Einkauf ab 20 Euro schreibt die Bank den Kunden gut. Ausgleichen kann der Bonus die Kosten für die Teilzahlung jedoch nicht immer - wer etwa drei Mal etwas für 250 Euro kauft, erhält eine Gutschrift über 1,50 Euro und zahlt 5,45 Euro Zinsen. Unterm Strich bleiben Kosten von 3,95 Euro.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
Verkehrssünderdatei in Flensburg
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Es stimmt, dass in den USA auf einem Girokonto keine Ueberziehung moeglich ist. Allerdings gibt es auch in den USA mittlerweile die Moeglichkeit der Ueberweisung und Einzugsermaechtigung. Nur leider ist es noch nicht so verbreitet wie in D. Bei der Bezahlung der Kreditkarte fallen solange keine Zinsen an, solange man in der Zahlungsfrist den gesamten Betrag bezahlt und nicht nur die $20 die die Kreditkartengesellschaft vorgibt.
Hier rechnet sich auch ein Bonussystem bei dem man zwischen 1% und 5% der Ausgaben als Check zuruckbekommt. Nur scheint diese Abzahlung ohne dass Zinsen anfallen in D mit der neuen Kreditkarte nicht moeglich zu sein. Die Frage ist dann allerdings: Wer soll die Karte dann kaufen?
Rückzahlungs-Raten, daher ja auch der Name "Kredit"-Karte, weil sie einen Kredit gibt, den man dann hinterher mit hohen Zinsen zurückzahlen muss.
Die US-Amerikaner bezahlen alles damit, neue Stereo-Anlage und Urlaub, und nicht selten stehen sie mit 3 oder 4 verschiedenen Kreditkarten im Minus und zahlen nach einiger Zeit nur noch die anfallenden Zinsen, bzw. benötigen eine weitere Kreditkarte, um die Zinsen der anderen Kreditkarten zu begleichen.
Diese Verschuldungs-Kreditkarten (die eigentlich klassische Karte) werden schon lange in Deutschland angeboten, von der City-Bank bekam ich im Jahre 1998 als Inhaber der Bahn-Karte gratis eine VISA-Karte, bei der man jeden Monat nur 20 DM überweisen musste. Die Restschulden konnte man gegen hohe Zinssätze auf die lange Bank schieben.
Insgesamt ein überzeugendes Konzept für alle Anhänger der Konsum-Gesellschaft, das es den Menschen ermöglicht, bereits die Monatsgehälter auf den Kopf zu hauen, die sie noch gar nicht verdient haben. Wie der Konsum allerdings wachsen soll, wenn auch diese Möglichkeiten erst mal ausgeschöpft sind?
Soweit ich weiß, wird dem Kontoinhaber in den USA auf seinem Girokonto kein Dispokredit eingeräumt. Auch erhält man von der kontoführenden Bank keine Kontoauszüge mit der Dokumentation der Kontobewegungen, sondern lediglich den aktuellen Kontostand. Man kann für regelmäßige Zahlungen auch keinen Dauerauftrag einrichten. Bargeldlose Zahlungen durch Einzugsermächtigung, überweisung und Lastschriften sind ebenfalls nicht möglich, sondern lediglich durch Schecks oder Kreditkarte. überzieht man dabei sein Konto, wird dieses mit äußerst hohen Gebühren belastet.
Von daher erklärt sich für mich vieles. Ich frage mich nur, warum die Europäer derartige Systeme kritiklos aus den USA übernehmen, ohne die gravierenden Unterschiede in den USA und in Europa zu beachten, wobei gerade beim Vergleich der Zahlungssysteme Europa bzw. Deutschland durchaus einige Vorteile aufweist.
"Ein riesen Vorteil dieser Karten ist die Abrechnung die man am Monatsende bekommt:
Jeder Gebrauch ist aufgefuehrt und bei manchen Karten (z.B. AmEx) kann man die Daten online direkt in Excel runterladen.
Monatliche Ausgaben und Einnahmen gegenueberzustellen ist der erste Schritt erfolgreich zu sparen und Vermoegen anzusammeln - allein die Kreditkartenabrechnung
kann dabei helfen. Ein vernuenftiger Gebrauch vorrausgesetzt. "
Durch das Online-Banking kann ich täglich die Entwicklung meines Kontos (sämtliche Einnahmen und Ausgaben) begutachten. Hierzu benötige ich keine Kreditkarte. Diese benutze ich im Grunde lediglich zur Buchung von Flügen und Bestellungen im Internet. Für die Kreditkarte erhalte ich eine monatliche Abrechnung und der Betrag wird automatisch von meinem Konto abgebucht.
Welchen Vorteil mir dann diese neuartige Kreditkarte bringen soll, kann ich nicht nachvollziehen. Was ich ebenfalls sonderbar finde, ist, dass mit der Anwendung von Basel II es insbesondere für kleinere Selbständige und Existenzgründer zunehmend schwieriger wird überhaupt einen Kredit zu bekommen. Soll dieser Kredit nunmehr von den Kreditkartenunternehmen gewährt werden?
Paging