Baden-Württemberg hatte noch abgewunken, doch Niedersachen und der Bund können nicht widerstehen und kaufen Daten von möglichen Steuerbetrügern. Außerdem: Ungarn liebäugelt mit der Einheitssteuer.
Der Bund hat gemeinsam mit Niedersachsen die schon vor Monaten angebotene CD mit Daten deutscher Steuerbetrüger in der Schweiz gekauft.
Bild vergrößern
Bund und Niedersachsen haben eine CD mit Daten von möglichen Steuerbetrügern gekauft. Dabei wurde eifrig um den Preis gefeilscht. (© dpa)
Anzeige
Die umstrittene Datensammlung war zunächst Baden-Württemberg angeboten worden. Die dortige schwarz- gelbe Landesregierung hatte auf Druck der FDP den Kauf der illegal beschafften CD abgelehnt. Für die CD seien 185.000 Euro gezahlt worden, sagte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU). Der Lieferant sei noch von seiner Ursprungsforderung von 500.000 Euro heruntergehandelt worden.
Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sind auf der CD mehr als 20.000 Datensätze. Sie enthielten neben Namen und Anschriften auch Kontostände und bankinterne Angaben.
Steuerbehörden rechnen jetzt mit zusätzlichen Einnahmen in Millionenhöhe. Auch könnte es erneut eine Welle von Selbstanzeigen geben.
Möllring sagte: "Über den Ankauf habe ich alleine entschieden." Steuerfahndung sei Sache des Finanzministeriums. "Wenn die CD in Deutschland gewesen wäre, hätten wir sie mit strafrechtlichen Mitteln beschlagnahmt."
Baden-Württembergs Steuerfahnder hatten durch die angebotenen Daten Nachzahlungen von bis zu sieben Millionen Euro erwartet. Nach früheren Schätzungen soll es um Anlagen mit einem Wert von 280 Millionen Euro gehen. Den damaligen Angaben zufolge sollen fast 1700 Anleger aus dem gesamten Bundesgebiet betroffen sein.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 4 nächste Seite
- Thema
- Steuern und Abgaben RSS
- Umstrittene Steuer-CD HSBC-Bank räumt Datendiebstahl ein 11.03.2010
- Unsicherheit an den Devisenmärkten "Angst essen Euro auf" 07.06.2010
- Finanzmärkte Ungarn stemmt sich gegen Pleite-Gerücht 06.06.2010
- Kritik an Steuersenkungsplänen Beck hält schwarz-gelbe Pläne für Volksverdummung 08.11.2011
- Schwarz-Gelb einigt sich auf Steuerkompromiss "Steuersenkungen sind irre" 07.11.2011
- Tipps fürs Finanzamt Steuern sparen mit Kindern 31.10.2011
- Steuereinnahmen sollen höher ausfallen Schäubles Milliarden-Hoffnung 28.10.2011
Christopher Lee zum 90.
führt die Flat-Tax ein, weil einige Nachbarländer damit gute Erfahrungen gemacht haben, da damit mehr Geld versteuert wird. Und nebenbei eine Menge überflüssiger Bürokratie verschwindet. Daher ist das ganze alles andere als ein Kunststück. Nur Deutschland bringt das Kunststück fertig, aus den guten Erfahrungen dieser Länder nichts zu lernen. Schließlich hat jedes Land ein Recht auf die eigene Dummheit.
Die dortige schwarz- gelbe Landesregierung hatte auf Druck der FDP den Kauf der illegal beschafften CD abgelehnt__________FDP da weiß man wo der Hase hin läuft.Sie hatten wohl Angst ihre eigenen Namen zu sehen.Wenn dort die Angst so groß ist ,muss es noch eine Sammlung geben auf der Aktuellere Namen auftauchen.