Wie dieser Kreislauf, der schon bald die nächste Finanzkrise heraufbeschwören dürfte, durchbrochen werden kann, ist noch unklar. Wenn denn einmal wirklich Maßnahmen angestoßen werden, scheitert die konsequente Umsetzung an den mächtigen Interessengruppen der Wall Street.
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Vorschläge gibt es: Der große, alte Mann der US-Geldpolitik, Paul A. Volcker, möchte die großen Banken aufspalten, damit sie nicht nur sich selbst, sondern auch der Öffentlichkeit dienen. Doch der frühere Notenbank-Chef findet damit nur schwer Gehör, so ernst man Volcker auch sonst zu nehmen pflegt.
In Schweden hingegen sollen alle im Land tätigen Banken Geld in einen gemeinsamen Stabilitätsfonds einzahlen, der notfalls die Finanzinstitute unterstützen kann. Die Crux: Je riskanter die Geschäfte einer Bank sind, desto mehr muss sie einzahlen. Möglicherweise werden andere Staaten das schwedische Modell kopieren.
Eine angemessene Antwort auf die Krise hat aber noch kein Land gefunden. Dummerweise läuft die Zeit davon, denn je mehr sich die Finanzindustrie erholt, desto immuner wird sie gegen Regulierungen.
Banken, die gut durch die Krise lavieren, aber viel zu ihr beigetragen haben, machen ohne die waidwunde Konkurrenz längst unbeschwerter Geschäfte als je zuvor. Und schon jetzt ist absehbar, dass bald Boni ausgezahlt werden, die die aller anderen Branchen wieder weit hinter sich lassen.
Deshalb: Die Kürzung der Gehälter in den Pleite-Instituten mag manche Gemüter beruhigen - doch wenn Kundige später einmal bilanzieren, was Barack Obama direkt im Nachgang zur Krise zu bieten hatte, dann wird dafür nur ein Wort bleiben: kümmerlich.
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(sueddeutsche.de/mel/jja)
Das wird er seinen Freunden niemals antun ! Aber das muss man ihm lassen, er versteht sich auf die grossen Gesten für sein gläubiges Publikum.
Seine Freunde werden ihm schon erklären wie weit er gehen darf, was er zu tun und zu unterlassen hat.
Und am Ende wird er darstehen, wie in Hans Christian Andersens Märchen " Des Kaisers neue Kleider ."
Was wollen Sie gegen Schrottpapierhandel machen bzw. genauer gefragt, warum? Sie dürfen quasi alles kaufen und verkaufen, selbst Elefantengemälde als Kunst und sogar Tulpenzwiebeln - um ein historisches Beispiel von Spekulationsblasen zu bemühen.
Obama soll Guanatano schliessen, den krieg in Afghanistan beenden und flächendeckend eine krankenversicherung in seinem Land einführen - und zwar alles noch in 2009.
Das nämlich hatter er - und noch vieles mehr - vor seiner Wahl versprochen. Das hier ist nur populistischer Aktionismus.
Wenn er - wie zu vermuten ist - doch nicht nur ein Strohmann der altbekannten kalten Krieger ist, und sich einfach nicht durchsetzen kann im korrupten Washingtoner Lobbyistenapparat, dann soll er dies seinen Wählern laut sagen und zurücktreten.
NUR DANN IST OBAMA GLAUBWÜRDIG. SONST NICHT!
Die wirklichen Lenker sitzen gerade in Amerika nicht in der Regierung, die bisher vornehmlich die Aufgabe erfüllt hat, Wege zu ebnen und Konkurrenten wenigstens in Schach zu halten.
Für die groß angekündigten Veränderungen wird Obama um eine Herausforderung der Finanzoligarchen nicht herumkommen. Da kann er nur auf die Unterstützung seiner Wähler zählen, von denen inzwischen der Großteil in Schuldennetzen zappelt.
Nur großer Mut wird nicht ausreichen, um der Willkür der Geldhaie Grenzen zu setzen.
Ich vermisse Maßnahmen gegen den Schrottpapierhandel. Und das nicht nur in den USA, sondern überall.
Paging