Für die 20 Ausbildungsplätze bewerben sich alljährlich vier mal so viele Architekten. In sechs Jahren hat der Studiengang bereits 100 Absolventen hervorgebracht, die das neue Wissen im angestammten Beruf verwerten - oder sich erfolgreich Chancen in der boomenden Architekturvermittlung erschließen. Sei es in Agenturen, Galerien, Museen, in der Immobilienwirtschaft, der Baubranche, bei den neu entstehenden Architektur-Portalen (wie etwa "Be urban"), bei Messen, in den Medien oder in den Büros selbst. Falls also ein angehender Architekt ausnahmsweise mal nicht die neue Guggenheim-Filiale, ein Olympiastadion oder auch nur eine neue chinesische Stadt bauen möchte: Es gibt durchaus Alternativen.
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Kommunikation alleine genügt auch nicht
Die Agentur Goldmann Public Relations mit Sitzen in München und Berlin, die zu den Marktführern der Kultur-Vermittlung zählt, könnte auch für kommunikative Fachleute der Architektur ein potentieller Arbeitgeber sein. Daniela Goldmann sagt: "Architektur-PR ist in unserer Agentur ein Bereich, der sich überproportional entwickelt hat. Noch können die Aufbaustudiengänge an den Akademien und Hochschulen den Bedarf nicht stillen." Die Agentur vertritt Architekten im In- und Ausland.
Die großen, weltberühmten Büros haben ohnehin schon vor Jahren die Bedeutung der Kommunikation erkannt - auch deshalb sind sie ja so erfolgreich. Cynthia Kallmeyer, Leiterin der Abteilung Kommunikation und somit Chefin von knapp zehn Mitarbeitern bei Coop Himmelb(l)au, hat schon vor einigen Jahren die interne und externe Kommunikation des Büros professionalisiert. Das ist mehr als nur PR-Arbeit. Heute zählt die Kommunikationsabteilung der Wiener Architekten zu den effizientesten der Branche.
Davon ließe sich mancherorts lernen. Eine Lektion ist allerdings auch diese: Kommunikation allein genügt nicht - man muss auch etwas zu sagen haben. Den Architekten ohne kluge Ideen nützen auch die schönsten Worte nichts.
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(SZ vom 14. / 15. 02. 2009/als)
sehr geehrter herr "dyl ulenspegel",
die richtige adresse von BE URBAN ist www.be-urban.com. dies ist die übergeordente info-site der beiden portale www.muenchenarchitektur.com und www.stuttgartarchitektur.com sowie aller noch folgender plattformen nach dem modell von muenchenarchitektur.
BE URBAN ist der name des unternehmens, welches muenchenarchitektur.com betreibt und lizenzgeber für die portale für berlin, hamburg, rhein-main etc. sein wird.
beste grüsse
regine geibel
Geschäftsführende Gesellschafterin
BE URBAN
Einen Punkt vermisse ich, ohne das Thema zu stark ausweiten zu wollen. Kommunikation ist immer eine zweiseitige Sache. Nicht nur ist die Sprache der Architekten schwer verständlich, auch die Adressaten verfügen über immer weniger Allgemeinwissen in gestalterischen Fragen Grundlage für eine Kommunikation, wenn sie die Grenze des Banalen überschreiten soll.
Anders formuliert in Form eines Beispiels: Qualitativ hochwertiges Kochen ist hipp, qualitativ hochwertige Gestaltung ist es nicht. Bei der Suche nach den Ursachen, landet man wiederum bei den Architekten genauer ihren zahlreichen Verbänden, die sich mehr um die Pflege ihres Kirchturms und den möglichst großen Abstand zu dem des Nachbarn gekümmert habe denn um das weite Land dazwischen. Ohne mit dem Finger auf andere zeigen zu wollen, darf man diese Defizite nicht aus den Augen verlieren und muss die Frage stellen, warum die Gesellschaft so wenig Interesse daran zeigt.
Die Google-Treffer nach dem genannten Architekturportal führen zu einer verwaisten Internetseite unter beurban.de. Oder habe ich da einen falschen Link erwischt?