Von Von Marco Völklein

Immobilienbesitzer erkennen häufig zu spät, dass ihre Gebäudeversicherung zu wenig Schutz bietet. Sie sollten nach Investitionen den Wert anpassen.

Im Herbst und Winter ziehen zahlreiche Stürme über Deutschland hinweg. Werden Häuser abgedeckt oder krachen Bäume auf Gebäudeteile, erleben viele Hausbesitzer eine schlimme Überraschung: "Bei unseren Versicherungs-Checks, die wir den Verbrauchern anbieten, fällt uns immer wieder auf, dass Immobilienbesitzer nicht daran denken, die Wohngebäudeversicherung nach wertsteigernden Investitionen anzupassen", sagt Karin Roller von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

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Nach dem Orkan Kyrill Anfang 2007. Das Haus ist ein Fall für die Versicherung. (© Foto: dpa)

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Oft erkennen die Hausbesitzer diese Versicherungslücke erst im Schadensfall - "und dann kann es richtig teuer werden", warnt die Versicherungsexpertin. Wer sich eine Immobilie kauft, sollte eine Wohngebäudeversicherung abschließen, rät auch die Stiftung Warentest.

Unterversichert durch Sanierung

"Danach ist das Thema für viele Verbraucher aber abgehakt", erzählt Expertin Roller. Der Vertrag wird erst wieder hervorgekramt, wenn ein Schaden zu regulieren ist. Doch genau dann stellt sich oft heraus, dass das Gebäude unterversichert ist - etwa, weil ein Risiko überhaupt nicht im Vertrag berücksichtigt wurde, beispielsweise ein Leitungswasserschaden.

Unterversichert ist auch, wer im Laufe der Zeit seine Immobilie saniert und so den Wert des Gebäudes gesteigert hat. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein PVC-Boden durch Parkett ersetzt wurde. Solche Veränderungen muss der Versicherungsnehmer dem Versicherer anzeigen. Hat er dies versäumt, bleibt er auf einem Teil des Schadens sitzen. Hat man dagegen vor dem Sturm das Dach neu eindecken lassen, zählt dies nach Angaben der Verbraucherzentrale zu den werterhaltenden Maßnahmen - und muss nicht angezeigt werden.

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