Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Kemfert, kritisiert die Kopplung des Gas- an den Ölpreis.
Führende Politiker von Union und SPD haben vor populistischen Reaktionen und falschen Versprechungen nach dem neuerlichen Anstieg der Energiepreise gewarnt. "Ich bin für bezahlbare Energie für alle", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Union, Ralf Brauksiepe, der "Frankfurter Rundschau" (Montagsausgabe).
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Den von Sozialdemokraten geforderten Sozialtarif für Energie lehne er daher ab. Ausnahmen für einzelne Gruppen bei Energiepreisen müssten schließlich durch andere bezahlt werden, betonte Brauksiepe. "Wir müssen darauf achten, die Lasten für die Leistungsträger dieser Gesellschaft nicht immer weiter in die Höhe zu treiben." SPD-Wirtschaftspolitiker Rainer Wend rief seine Partei auf, nicht mit falschen Versprechungen an die Öffentlichkeit zu gehen.
Sozialtarife bei Strom, Gas oder Fernwärme seien eine "populistische, aber nur scheinbar plausible und kluge Idee". Wer neue Sozialleistungen verteilen wolle, solle dies über das Steuersystem oder die Sozialkassen machen. Gegen steigende Energiekosten helfe nur eines, sagte Wend der "Frankfurter Rundschau": "Wir müssen die Förderung alternativer Energien und der Einsparung massiv ausbauen."
Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, hat die Kopplung des Gas- an den Ölpreis kritisiert. "Ohne die Kopplung an den Ölpreis wäre das Gas deutlich günstiger, aktuell ist es künstlich verteuert", sagte Kemfert dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Die Kopplung ans Öl sei "überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen mehr Wettbewerb und viel mehr Gasanbieter, die Stadtwerke sollten sich ihr Gas auf dem Markt kaufen können". Der Preis sollte sich laut Kemfert dann auf dem Markt bilden. Ein Vergleich mit dem Öl sei auch deshalb unangemessen, weil "der Ölmarkt von anderen Faktoren bestimmt wird als der Gasmarkt. Die Gasreserven reichen länger als die Ölreserven. Der Gaspreis wird nicht von der Angst vor Knappheit bestimmt", sagte Kemfert dem "Tagesspiegel". Eine Erhöhung um insgesamt 40 Prozent in diesem Jahr halte sie für "möglich".
Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, hat die Kopplung des Gas- an den Ölpreis kritisiert. "Ohne die Kopplung an den Ölpreis wäre das Gas deutlich günstiger, aktuell ist es künstlich verteuert", sagte Kemfert dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Die Kopplung ans Öl sei "überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen mehr Wettbewerb und viel mehr Gasanbieter, die Stadtwerke sollten sich ihr Gas auf dem Markt kaufen können".
Der Preis sollte sich laut Kemfert dann auf dem Markt bilden. Ein Vergleich mit dem Öl sei auch deshalb unangemessen, weil "der Ölmarkt von anderen Faktoren bestimmt wird als der Gasmarkt.
Die Gasreserven reichen länger als die Ölreserven. Der Gaspreis wird nicht von der Angst vor Knappheit bestimmt", sagte Kemfert dem "Tagesspiegel". Eine Erhöhung um insgesamt 40 Prozent in diesem Jahr halte sie für "möglich".
Gewisse Berufsgruppen, die fälschlich als "Topmanager" bezeichneten und am asozialsten handelnden unserer Mitbürger, koppeln so ihr Gehalt an den Ölpreis.
Das will ich auch!!!
Noch habe ich die Versprechungen der Parteien in den Ohren. "Liberalisierung des Energiemarktes, mehr Wettbewerb zum Vorteil des Verbrauchers." Nichts davon ist eingetreten. Im Gegenteil der Verbraucher wird von vier Oligopolisten des Energiemarktes abgezockt. Die Politik schaut zu und einige ihre Parteigenossen nehmen in den Teppichetagen der Abzocker hoch dotierte Posten ein.
Hier hilft nur das Zerschlagen der Konzerne und die Übernahme ihrer Verteilnetze (Gas, Elektrizität) in die öffentlichen Hände. Das heißt, die politischen Fehler einer Zentralisierung der Energieversorgung müssen berichtigt werden. Viele Kommunen nehmen die Energiepolitk in eigene Hände und beweisen gleichzeitig , dass sich durch dezentrale Energieversorgungsmodelle mehr Effizienz erreichen lässt. Das Beschreiten dieser Wege muss durch die richtigen staatlchen Maßnahmen noch mehr gefördert werden. Dazu gehört die Schaffung von Möglichkeiten der Auflösung langfristiger Vertragsbindungen, sofern diese nicht dem Gemeinwohl dienen.
Winfried Frenzle, Merchweiler
daß in D zuviele Mitarbeiter von Energieunternehmen (Vorstände, Aufsichtsräte) nebenberuflich noch als Politiker tätig sind. Einer von Gazprom hats sogar bis zum Bundeskanzler geschafft. Daß die natürlich alles dafür tun daß die Preise steigen dürfte ja wohl klar sein...