Trotz des Ölpreissturzes werden die Gaspreise demnächst in Deutschland um durchschnittlich 2,5 Prozent steigen.

Das geht aus einer Erhebung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox hervor.

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Demnach müssen Verbraucher nach Preisänderungen im Dezember, Januar oder Februar für 20.000 Kilowattstunden 1597 Euro bezahlen - 31 Euro mehr als bisher. Nur jeder siebte Anbieter will bisher die Preise senken. "Man kann auf keinen Fall von einer Welle von Gaspreissenkungen sprechen", sagte Verivox-Sprecher Thorsten Storck. Zur "Heizsaison" im Winter hatten die Verbraucher angesichts der Wirtschaftskrise und massiv gesunkener Preise für Rohstoffe auf flächendeckende Preissenkungen der 750 Gasanbieter gehofft.

Da der Gaspreis dem Ölpreis erst mit sechsmonatiger Verzögerung folge, sei trotz des Preisverfalls beim Öl erst im Frühjahr mit Preissenkungen auf breiter Fläche zu rechnen, sagte Storck. Im Juli erreichte der Ölpreis mit knapp 150 Dollar pro Barrel (159 Liter) eine Rekordmarke, derzeit kostet Öl nur noch knapp 50 Dollar. "Für die meisten Verbraucher werden damit die Gaspreise ärgerlicherweise erst nach dem Ende der Heizperiode fallen."

Viel mehr nach oben als nach unten

Die Ölpreisbindung beim Gaspreis wurde aus Wettbewerbsgründen eingeführt und ist eine Branchenvereinbarung. Sie soll die Gasbezieher vor der Marktmacht der wenigen Erdgasproduzenten schützen.

Bis Februar wollen nach bisherigem Stand nur 93 Anbieter die Preise um durchschnittlich 5,1 Prozent senken. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden - einem jährlichen Richtwert für einen Haushalt - entspräche dies einer jährlichen Entlastung von 85 Euro.

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