Das Schlimmste ist erst einmal abgewendet. Griechenland sammelt über eine Anleihe binnen weniger Stunden mehrere Milliarden ein. Ob das reicht?
Stellt man sich Giorgos Papandreou als Kapitän eines Segelschiffs vor, dann hat der griechische Regierungschef in diesen Tagen ein gekonntes Manöver hingelegt. Wochenlang war sein havarierendes Schiff namens Hellas scheinbar unaufhaltsam auf einen Eisberg namens Staatspleite zugeschlingert. Getrieben von Spekulanten und begleitet vom Geschrei aufgeregter Politiker schien es, als könne die Hellas allenfalls im Schlepptau der Europäischen Union oder des Internationalen Währungsfonds aus der Gefahrenzone gebracht werden.
Griechenland in Bedrängnis: Athen braucht dringend frisches Kapital, die Bevölkerung streikte bereits (hier ein Taxifahrer). Eine Anleihe verschafft nun Luft - und frisches Kapital. (© Foto: dpa)
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Doch am Mittwoch präsentierte der Kapitän einen Plan, wie er das Schiff wieder seetüchtig machen will. 4,8 Milliarden Euro will das Land in diesem Jahr sparen, um die Staatsverschuldung wieder in den Griff zu bekommen. Noch am selben Tag applaudierten Politiker, Ratingagenturen und Investoren. Am Abend hielt Papandreou einen Finger in den Wind und stellte fest, dass sich der Wind an den Märkten gedreht hatte. Am Donnerstagmorgen ließ der Kapitän die Segel hissen und es gelang ihm, die Hellas ein ordentliches Stück vom Eisberg wegzumanövrieren.
Binnen weniger Stunden hat die griechische Regierung am Donnerstag Anleihen im Wert von mindestens fünf Milliarden Euro bei Investoren untergebracht. Die Nachfrage hätte für 16 Milliarden Euro gereicht, hieß es in Finanzkreisen. Am Nachmittag war noch unklar, wie viel Griechenland tatsächlich einsammeln würde. Auch die Zinsen, die Athen den Investoren bieten musste, waren nicht so hoch, wie man zwischenzeitlich befürchten musste. 6,35 Prozent reichten, das sind etwa drei Prozentpunkte mehr, als Anleger für Bundesanleihen erhalten. "Wenn man bedenkt, wie die Situation an den Märkten noch vor einer Woche war, ist es überragend gelaufen", sagte Kornelius Purps, Zins- und Währungsanalyst bei der Bank Unicredit.
Vergangene Woche hatten deutsche Banken signalisiert, sie hätten kein Interesse, noch mehr in griechische Staatsanleihen zu investieren. Kein Wunder, haben sie doch bereits rund 35 Milliarden Euro dort angelegt. Doch wer stürzt sich jetzt auf die hellenischen Schuldtitel?
Als Griechenland Ende Januar eine Anleihe ausgab, griffen vor allem große Fondsgesellschaften zu, aber auch internationale Banken und Versicherungen. Das sei auch diesmal so gewesen, vor allem bei Versicherern war das Interesse groß. Zu den neuen Geldgebern der Griechen dürften aber auch Hedgefonds zählen - die Athen mit ihren Spekulationen auf eine Staatspleite überhaupt erst so stark in die Bredouille gebracht hatten. Sie hatten über Kreditversicherungen - so genannte Credit Default Swaps (CDS) - auf einen Ausfall der Staatsschulden spekuliert. Wenn Hedgefonds derartige Wetten auflösen, decken sie sich häufig mit jenen Wertpapieren ein, auf deren Preisverfall sie zuvor spekuliert hatten.
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DFB-Pleite gegen die Schweiz
Die weltweite Finanzindustrie lag schwer verletzt am Boden, begraben in den Trümmern des in sich zusammen gestürzten billionenschweren Konstrukts namens freier Markt. Die Staaten eilten herbei und hielten unter unglaublicher Kraftanstrengung die Trümmerteile hoch, damit die Finanzindustrie heraus kriechen konnte. Statt Dankbarkeit oder wenigstens Einsicht zu zeigen werden jetzt die Messer gezückt und die eigenen Lebensretter, die noch mit dem Stemmen der Brocken beschäftigt sind, von hinten erstochen. Und das, obwohl jedem klar sein müsste, dass dann das Gebäude weiter einstürzt und alle - auch die monströsen Messerstecher - unter sich begräbt. Psychopathen!
Das Beispiel Griechenland und England zeigt, wie sehr sich die spekulierende Finanzwelt in realitätsfernen, morallosen, von Profit getriebenen und überdies auch noch völlig irrationalen Koksphantasien verloren hat und auf der Gier nach Profit wahllos um sich schlägt. Offenbar helfen bei diesen Irren nur schwere Ketten, um Schaden von sich und anderen abzuwenden. Und die Staaten und ihre Bürger haben die Macht dazu! Sie sind Erschaffer, Erhalter und einziger Grund des "Marktes" - nicht umgekehrt. Es wird Zeit, dass die Staatengemeinschaft diesen Leuten ihre Macht demonstriert. Nur weil sie keinen langen Bart tragen sind sie nicht minder gefährlich...
.........Die Regierung Georgios Papandreou sieht erheblichen Probleme bei der Neu- Finanzierung anstehender Rüstungsimporte. Das Land ist restlos pleite, nicht zuletzt infolge der unverantwortlichen und von Korruption begleiteten Rüstungsimporte. Die deutsche und französische Regierung bestehen aber darauf, dass das Spiel weitergeht.
Deutsche und Franzosen setzen nun die Griechen unter Druck: Entweder ihr haltet euch an die Vereinbarungen bei den Rüstungsgeschäften oder wir drehen euch den Geldhahn zu. Würden sich die Griechen verweigern und ihre Rüstungsausgaben, wie eigentlich in einer solchen Situation geboten, drastisch verringern , hätten die deutschen und französischen Waffenproduzenten das Nachsehen und blieben auf den Aufträgen sitzen. Dies will man aber in Paris und Berlin der Rüstungslobby nicht zumuten und die Griechen zwingen, zu ihren Verpflichtungen zu stehen. Heißt, entweder ihr kauft unsere Rüstungsprodukte bei uns wie bisher oder ihr bekommt kein frisches Geld.
Deshalb wird es wie folgt kommen:
DIE GRIECHEN ERHALTEN ERNEUT KREDITE.
Dafür werden sie die anstehenden Rüstungsgeschäfte mit Deutschland und Frankreich tätigen. Offiziell wird es lauten: Die Griechen haben Sparwillen gezeigt und wir Europäer tun dann gerne das übrige etc.
dabei lebt doch Schäuble auch nur von Schulden. Er hat wohl Angst, dass er seine eigenen Neuemissionen nicht leicht loskriegt wie jetzt die Griechen.
Wo ist das Problem? Wir gucken Alexis Sorbas, trinken eine Flasche Wein und werfen die Notenpresse an. Sohaben wir das schon immer gemacht.
Du hast in Riester/Rürup eingezahlt? Oder Deine Betriebsrente wird von der Inflation aufgefressen? Tja, Pech gehabt, mit Deinen Tugenden Fleiß und Sparsamkeit kommst Du in dieser korrupten Welt nicht weit. Du hättest öfter nach Griechenland fahren sollen.
Das er nun etwas Geld eingesammelt hat ist gut,reichen wird das ganze vorne und hinten nicht. Wie in der Sueddeutschen beschrieben,ein 13 und 14 Monatsgehalt im Oeffentlichen Dienst,das zwar gekuerzt wurde, aber nicht abgeschafft ist. Jeder 4. ist im Oeffentlichen Dienst und viele haben ihren Arbeitsplatz noch nie gesehen,ausser ihren Gehaltscheck. Eine Buchfuehrung im Sinne von richtigen Abgaben Exestiert nicht,die Jachten sind Ausgeflaggt damit in Grichenland keine Steuer entrichtet werden muss. Es fehlen dem Staat Grichenland ca. 30 Milliarden Einnahmen an Steuern,da sind 4 Milliarden ein Klecks dagegen,dieses Land wird seine Probleme so nicht loesen koennen,wir alle in Resteuropa werden dafuer die Zeche Zahlen muessen.Ich plaediere dafuer das dort die wertlose Drachmen wieder Eingefuehrt werden.
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