Nach dem Austausch der Baufirma wird bei der Errichtung des Airrail Centers in Frankfurt kräftig aufs Tempo gedrückt - mit einer schnellen Eingreiftruppe.
Die beiden Arbeiter haben es eilig. Zügig tragen sie die silbernen Rohre an der Besuchergruppe vorbei, betreten den wacklig wirkenden Bau-Aufzug, der sie knarzend nach oben entschweben lässt. Die Gäste stören auch jenen Mann nicht, der akribisch seinen Gabelstapler der Marke Jungheinrich poliert. Beim letzten Einsatz wurde die Maschine doch arg verdreckt. Überall herrscht Emsigkeit. Männer hämmern, bohren, sägen, schleifen. Der Lärm wird dem Ruf einer Großbaustelle gerecht.
Das Airrail-Center am Rhein-Main-Flughafen - erreichbar mit Auto, Bahn und Flugzeug. (© Foto: dpa)
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Tempo, Tempo und nochmals Tempo - das könnte das Motto von Jens Dörrie sein. Als Geschäftsführer der Firma Airrail Center ist er verantwortlich für die Geschicke auf dem 660 Meter langen und bis zu 65 Meter breiten und elf Ebenen hohen Areal, auf dem das futuristisch anmutende Bauwerk unter dem Namen Airrail Center auf dem Dach des Frankfurter Fernbahnhofs am Flughafen entsteht. Dörrie mag es nicht, wenn Besucher kommen. Es könnte etwas passieren, die Arbeit könnte leiden. Diesmal macht er eine Ausnahme. Indirekt lobt er sich selbst, als er sagt: "Die Baustelle ist sehr gut aufgeräumt. Das ist heutzutage Standard." Die Gäste sollen gleichwohl aufpassen, dass sie nicht über aus dem Beton herausragende Bolzen stolpern oder sich die Kleidung an den Holz- und Drahtzäunen verschmutzen.
Zwei Wochen Pause
Von ganz oben, auf Ebene elf, hat man einen freien Blick auf das Flugfeld des Frankfurter Flughafens oder - auf der anderen Seite - auf die Skyline der Stadt. Dörrie steht, wie er sagt, neben einigen "Nasszellen-Modulen", aus denen Badezimmer für die Hotelkette Hilton entstehen, die mit zwei unterschiedlich luxuriösen Herbergen in den Komplex einziehen wird. Hier spricht er über den Baufortschritt und berichtet, dass rund um die Uhr gearbeitet wird. 17 festinstallierte Kräne flankieren die Szene. Wenn besonders hohe Gewichte transportiert werden müssen, bestellen Dörrie und seine Leute mobile Kräne dazu. Der Manager sagt: "Die Baustelle steht nie still." Auch an Weihnachten wurde geschuftet.
Dass die Firma Airrail Center, die zu 82 Prozent der Bonner IVG-Gruppe und zu 18 Prozent dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport gehört, so sehr aufs Tempo drückt, hat einen Grund: Es gab Krach mit dem ursprünglichen Rohbauer, der Alpine Deutschland GmbH. Die Verträge mit diesem Unternehmen wurden gekündigt. Einigt man sich nicht gütlich, wird der Fall vor einem Gericht landen. Der Streit bedeutete, dass die Baustelle zwei Wochen stillstand. Inzwischen hat Züblin die Rolle von Alpine übernommen. Dörrie sagt zum Zeitverzug: "Das holen wir durch Beschleunigungsmaßnahmen wieder herein." Am 2.April 2009 will er Richtfest feiern. Bis Ende des Jahres soll der Bau dann fertig sein, der 660 Millionen Euro kostet. Es wird hart kalkuliert, damit der Etat nicht gesprengt wird. Aus China wird sogar Stahl importiert, weil dies billiger sein soll. Aus der Volksrepublik wird auch die Fassade stammen.
800 Bauhandwerker, die laut Dörrie alle "im Umfeld wohnen", arbeiten derzeit an der Vollendung der Immobilie. In den nächsten Monaten wird das Tempo nochmals gesteigert. Dann wird die Beschäftigtenzahl in der Spitze bis auf 2000 Leute steigen. Damit nichts schief läuft, unterhält Dörrie eine schnelle Eingreiftruppe von über 30 Leuten. Sie sind ständig unterwegs auf der Baustelle und kontrollieren und nehmen fertige Abschnitte ab. Der Manager sagt: "Wir haben ein intensives Qualitätsmanagement installiert."
Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum der ursprünglich angedachte Verkauf derzeit kein Thema ist.
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Bruce Springsteen in Frankfurt
Na, dann bin ich mal auf die ersten Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten gespannt.
Also ab 2010....