Schwierige Situationen erfordern drastische Maßnahmen: Die Weltbank bringt einen milliardenschwere Fonds ins Spiel - davon profitieren sollen weniger wohlhabende Länder.
Nicht nur die großen Industrienationen leiden unter den Folgen der kollabierenden Finanzmärkte, auch ärmere Länder sind von den drastischen Auswirkungen betroffen.
Kinder arbeiten auf einer Müllkippe in Mali: Die Weltbank fordert einen Hilfsfonds für ärmere Länder. (© Foto: dpa)
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Nun hat sich ein führendes Mitglied der Weltbank für eine Art Marshall-Plan ausgesprochen, der besonders den Entwicklungsländern zugute kommen soll. Justin Yifu Lin schlug einen Fonds mit einem Umfang von etwa zwei Billionen Dollar für Kredite an ärmere Länder vor.
Insgesamt sollten die USA, die Staaten Europas und Länder mit großen Überschüssen wie China über fünf Jahre jedes Jahr ein Prozent ihres BIP einzahlen. Er hoffe, dass der Vorschlag auf dem G-20-Treffen Anfang April diskutiert werden könne, sagte Lin.
Mit dem Marshall-Plan hatten die USA nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau in Europa unterstützt.
(sueddeutsche.de/Reuters/tob/mel)
Debatte über Urheberrecht
Ihren Kommentar finde ich gut.
Außer der Aussage, dass das Geld, was der Kirche gespendet wird, bei den Bedürftigen ankommt. Dem möchte ich entschieden wiedersprechen!
Die folgende Aufstellung habe ich der Seite www.kirchenaustritt.de entnommen:
Die katholische Kirche verwendet die Kirchensteuereinnahmen nach eigenen Angaben folgendermaßen (gerundet):
Personalkosten: ca. 60%
Sachkosten, Verwaltung: ca. 10%
Kirchenbauten: ca. 10%
Schule und Bildung: ca. 10%
Soziales und Caritatives: ca. 10%.
Natürlich ist mir bewusst, dass Steuereinnahmen nicht gleich Spenden sind.
Jedoch hat mich nicht zuletzt gerade diese Aufstellung dazu bewogen, nach über 40 Jahren aus der Kirche auszutreten. Und jeden Monat rechne ich 9% der Lohnsteuer (die ich ja eigentlich als Kirchensteuer "bezahlen" müsste) aus, runde auf und spende dieses Geld z. B. an eine örtliche (Lebensmittel-)tafel, einen Obdachlosenverband oder ähnliches. Hier bin ich mir sicher, dass das Geld wirklich Bedürftigen zugute kommt.
Entschuldigen Sie meine Polemik, aber ich habe es wirklich gehasst, wenn ein Papst mal wieder in der "3. Welt" den Leuten - trotz Aids - gepredigt hat, dass sie keine Kondome benutzen dürfen. AUCH DURCH MEINE STEUERGELDER FINANZIERT!!!
Schönen Resttag!
Kann man nicht mal in einem solchen Thema verschont bleiben vom Banker-Bashing und Neiddebatte?
Hier geht es nicht um 8% mehr Lohn, die den Pfeifenträllerern verwehrt werden, sondern um wirkliche Bedürftige!
Die Weltbank wäre mit einem solchen Fonds tatsächlich gut beraten. Sie könnte ihn selbst einrichten und unbürokratisch verteilen. Man könnte sich sogar eine Weltsteuer vorstellen, die jedes Land anteilig entrichten muss, um so eine faire Umverteilung zu garantieren.
Vor Ort habe ich allerdings nur eine Organisation erlebt, bei der das Geld, was hier gespendet wird, auch tatsächlich ankommt. Es wird einigen hier nicht gefallen, aber das war die Kirche!
Dann kann man doch gleich auch Island, die Schweiz und Deutschland mit reinnehmen, so dass man die Bonuszahlungen der ehrenwerten "Bankster" begleichen kann.
So umgeht man die Inanspruchnahme von Staatsgeldern.
Irgend so ein Bank CEO wird uns das schon plausibel vorrechnen koennen.
Ist zwar geschmacklos in diesem Context, aber die Herren haben uns ja zuvor auch alle Ihre Bonusberechtigung, die sie selbst durchgewunken haben, vorkalkuliert.