Weil Löhne und Gehälter als Folge der Wirtschaftskrise weniger stark steigen werden, fällt auch die Rente schmaler aus. Experten erwarten ein gigantisches Minus - zu Lasten künftiger Senioren.
Das tiefste Tal ist offenbar durchschritten, die Konjunktur nimmt langsam wieder Fahrt auf. Und dennoch: Ausgestanden ist die Wirtschaftskrise noch lange nicht. Vor allem die Rentner werden die Verwerfungen an den Märkten noch lange spüren - und zwar in ihrem Geldbeutel. Zu diesem Schluss kommt das Mannheimer Research Institute for the Economics of Aging (MEA). So werden die Bezüge eines Standardrentners um bis zu acht Prozent geringer ausfallen als vor der Krise angenommen, berichtet die Bild-Zeitung, die sich auf die MEA-Studie beruft.
Sag, wo ist die Rente hin? Künftige Senioren werden weniger im Geldbeutel haben als bislang gedacht. (© Foto: ddp)
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Konkret bedeute dies, dass ein Arbeitnehmer mit Durchschnittseinkommen, der im Jahr 2015 nach 45 Berufsjahren in Rente geht, 92 Euro weniger im Monat an staatlicher Rente erhalten könnte. Statt 1355 Euro bekommt er im schlimmsten Fall nur 1263 Euro, heißt es in dem Bericht. Noch düsterer sieht es für jüngere Arbeitnehmer aus. Bei einem Renteneintritt im Jahr 2020 beträgt das monatliche Minus den MEA-Berechnungen zufolge bis zu 110 Euro, im Jahr 2040 sogar 194 Euro.
VdK fordert Lohnsteigerungen
MEA-Rentenexperte Martin Gasche begründet den Rückgang mit den zu erwartenden geringen Lohnsteigerungen in den nächsten Jahren. "Die Arbeitnehmer und Beitragszahler werden wegen der Wirtschaftskrise Lohneinbußen hinnehmen müssen. Langfristig können die Einkommen bis zu acht Prozent niedriger liegen als vor der Krise erwartet. Da die Rentenentwicklung an die Lohnentwicklung gekoppelt ist, werden sich auch die Renten entsprechend schlechter entwickeln", sagte der Fachmann.
Der Sozialverband VdK ist alarmiert - und fordert angesichts dieser Zahlen deutliche Lohnsteigerungen in den kommenden Jahren. Verbandschefin Ulrike Mascher sagte: "Nach der Krise müssen die Arbeitnehmer wieder über spürbare Lohnerhöhungen am Aufschwung beteiligt werden. Dann können sich auch die Renten entsprechend gut entwickeln."
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(sueddeutsche.de/AFP/tob/mel)
Bruce Springsteen in Frankfurt
Wenn die Einkommen der Arbeitenden sinken, so sinken auch die Renten. Welch bahnbrechende Erkenntnis. Die Rentenversicherung ist ein Umlagesystem. Wo sollte denn da zusätzliches Geld herkommen? Ich frage mich nur, warum die jetzigen Jungen so willig Rentenbeiträge zahlen, obwohl sie wissen, dass sie selbst kaum Rente bekommen werden.
Forderungen à la VdK sind einfach nur lachhaft. Warum fordern die nicht gleich Freibier für alle?
und die Pensionen und Diäten werden erhöht, wenn dies keine Ente ist, denn der Arbeiter ist und bleibt der Dumme, weil er alles alleine tragen muß.
Was sind das wieder für Zeitungs"enten" ??!!!
Weniger Rente - zumindest die Hälfte von 194,-Euro schon ab 2015 ??
Die Aussagen von Politikern sind mal wieder gar nichts wert, wenn die
Meldung stimmen sollte.
Ich frage mich wieso, die Renten sind auch in den vergangenen Jahren doch kaum
an die Gehält angepasst worden, als diese nach oben gingen.
Wenn die Wirtschaft mal nur ein bißchen Rückläufig ist, wird gleich von 8 % Minderung
gesprochen - 4 % davon bereits für angehende Rentner im Jahre 2015.
Wovon sollen wir denn zukünftig die teure Mieten zahlen ? zumindest in München.
Müssen wir zukünftig alle die Hand aufhalten ?? und Vater Staat um Unterstützung
bitten - ist doch alles kontra produktiv.
Was der Euro 2030 wert sein wird, das hinterfragt die Prognose aber gar nicht.
Wo bitte, ist Scholz????
Paging