Ein viel engeres Korsett für die LBBW, als gedacht: Der neue Chef der überlebensfähigsten Landesbank will gleich 2500 Mitarbeiter loswerden.
Auch die bisher größte und anscheinend überlebensfähigste unter den sieben verbliebenen Landesbanken, die LBBW, bekommt von ihrem neuen Chef Hans-Jörg Vetter offenbar ein noch viel engeres Korsett geschnürt, als zunächst gedacht.
2500 Mitarbeiter sollen bei der LBBW gestrichen werden. (© Foto: AP)
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Der seit Juli amtierende Landesbankchef wird statt der bisher gehandelten Spekulationen nicht 2000 Arbeitsplätze, sondern 2500 Jobs von den insgesamt 13 600 bei der Stuttgarter Landesbank streichen. Das wurde der Süddeutschen Zeitung am Mittwochabend aus dem Umfeld von Vetter bestätigt, der an diesem Donnerstag der Trägerversammlung der Landesbank sein Restrukturierungskonzept präsentieren wird.
Die 2500 Arbeitsplätze, die zur Disposition stehen, kommen vor allem aus dem Immobilien- und dem Leasinggeschäft, das die LBBW unter neuer Führung nach dem Anfang des Jahres geschassten Siegfried Jaschinski dringend loswerden will. An diesem Donnerstag will der Nachfolger Vetter, der von der Berliner Landesbank (LBB) nach Stuttgart wechselte, sein Sanierungskonzept den Eigentümern - also der Trägerversammlung und dem Verwaltungsrat der Landesbank - vortragen.
Wie ein enger Mitarbeiter Vetters bestätigte, wird der Abbau von Arbeitsplätzen nicht ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen können. Mit den tiefgreifenden Einsparungen solle aber erst im Frühjahr kommenden Jahres begonnen werden.
Bereits vergangene Woche war ruchbar geworden, das die LBBW in diesem Krisenjahr 2009 einen Verlust von 1,8Milliarden Euro einfahren wird - bei einer Bilanzsumme von 450 MilliardenEuro. Außerdem hält die Landesbank, die sich in den vergangenen Jahren auch noch die Landesbank Rheinland-Pfalz und die Sachsen-LB aufgehalst hat, nach wie vor unverkäufliche, toxische Wertpapiere aus dem US-Hypothekengeschäft in Höhe von 97 MilliardenEuro in den Büchern.
"Kapitalerhöhung nicht notwendig"
Ende 2008 erst hatten die Eigentümer - das Land Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart und der baden-württembergische Sparkassenverband - fünf Milliarden Euro frisches Eigenkapital in die LBBW gesteckt und zusätzlich eine Ausfallbürgschaft über 12,7 Milliarden Euro übernommen. Eine Kapitalerhöhung wegen der neuen Milliardenverluste sei aber nicht notwendig, heißt es seit längerem aus der LBBW.
Die Lage der Stuttgarter Landesbank wirft jedenfalls Schatten auf die Zukunft der meisten Landesbanken. Zuletzt war es BayernLB-Chef Michael Kemmer, der vor einem schwierigen zweiten Halbjahr gewarnt hatte und wegen der "unsicheren Konjunktur- und Marktlage" weitere Verluste nicht ausschließen wollte. "Im zweiten Halbjahr liegt eine schwierige Wegstrecke vor uns", sagte Kemmer vor einigen Wochen in München.
"Neue Besen kehren angeblich besser"
Waren es bislang wackelige Wertpapiere, die die Bilanzen der Landesbanken belasteten, dürfte es in den kommenden Monaten an das Kerngeschäft der öffentlichen Institute gehen: Sie haben vor allem Kredite für den Mittelstand und gewerbliche Immobilien in ihrem Portfolio - Kredite, die im Zuge der Wirtschaftskrise häufig wackeln und wegbrechen.
Die Hilfen der Träger hat die EU-Kommission bisher nur unter Auflagen genehmigt. Brüssel hat ein Restrukturierungskonzept zu einer der Bedingungen für eine Billigung gemacht - und genau ein solches Konzept wird LBBW-Chef Vetter seinen neuen Arbeitgebern am Donnerstag und seiner neuen Belegschaft am Freitag vorstellen. Einer unter ihnen, ein langjähriger Mitarbeiter der Abteilung Geldanlage für Privatkunden meint nur: "Das ist wie immer. Neue Besen kehren angeblich besser. Aber wir werden sehen, was der Neue nun tatsächlich besser machen wird, als der alte Jaschinski."
(SZ vom 1.10.2009)
Debatte über Urheberrecht
Herr Beise hat im Presseclub der ARD mal argumentiert (sinngemäß), wenn man den Managern nicht genug Geld auf den Tisch lege, dann würde sie scharenweise das Land verlassen. Ach, wären sie doch nur gegangen! Dann hätte wir zwar heute den selben Kladderadatsch, aber für viel weniger Lohnkosten. Fakt ist: Das, was da alles verbeutelt wurde, hätten auch die allerletzten Pfeifen nicht noch schlechter machen können. Die Lehre für die Zukunft: Wenn einer sagt, bei weniger Gehalt als den üblichen Millionen würde er gehen, dann seht es nicht als Drohung, sondern als Angebot. Annehmen! Soferot annehmen!
"Der erträumte Aufschwung - eine Fata Morgana "
Das behaupten sie immer wieder. Leider konnten sie noch keine Gründe nennen, die dafür sprechen. So ist es wenig glaubwürdig. Bitte legen sie Argumente vor.
Aber bitte nicht folgende Behauptungen:
"Zwischenzeitlich geht man von Schäden durch Finanzbetrügereien von ca. 50 Billionen aus." Eine Behauptung von ihnen die nicht stimmt. Warum machen sie das?
"Die Banken sitzen weltweit auf ca. 860 Billionen absolut wertloser Derivaten" Eine Behauptung, von der sie wissen, das sie nicht stimmt. Warum stellen sie sie auf?
"Und vor allem die Deutschen Landesbanken kauften wie verrückt, weil sie kein anderes Geschäftsmodell haben." Eine glatte Lüge von ihnen.
IWF, 30.09.2009. w w w.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,652203,00.html
Statt der zunächst erwarteten 4 Billionen Dollar rechnet der IWF nun nur noch mit Einbußen von 3,4 Billionen Dollar durch Ramschpapiere. Dennoch blieben die Risiken - vor allem in Europa - hoch.
Vor einem Jahr hat der IWF den Schaden der Finanzmanipulationen und -betrügereien auf ca. 600 Milliarden Euro geschätzt. Mein Kommentar letztes Jahr dazu: Mindestens eine Null anfügen. Zwischenzeitlich geht man von Schäden durch Finanzbetrügereien von ca. 50 Billionen aus.
Und wir sehen erst ein Bruchteil der Finanzbetrügereien. Die Banken sitzen weltweit auf ca. 860 Billionen absolut wertloser Derivaten, also Wetten, z.B. auf das Wetter und so.
Und vor allem die Deutschen Landesbanken kauften wie verrückt, weil sie kein anderes Geschäftsmodell haben.
Nach einem Bericht der europäischen Union sitzen Europas Banken auf ca. 18.000Milliarden wertloser "Vermögensanlagen". Und bisher ist nur ein kleiner Teil davon ans Licht gekommen.
----- Der erträumte Aufschwung - eine Fata Morgana -----
"Der erträumte Aufschwung - eine Fata Morgana "
Das behaupten sie immer wieder. Leider konnten sie noch keine Gründe nennen, die dafür sprechen. So ist es wenig glaubwürdig. Bitte legen sie Argumente vor.
Aber bitte nicht folgende Behauptungen:
"Kreditgeschäft bricht immer weiter zusammen" Eine glatte Lüge. Die Kreditgeschäfte haben eine ähnliche Größe wie in den Vorjahren.
"obwohl letztes Jahr die Auftragseingänge schon historische Rückgänge verzeichneten" EIne glatte Lüge, die Auftrgaseingänge waren vor gut einem Jahr noch gut.
"100Millionen Gewinnen stehen jetzt 100 Milliarden Verluste gegenüber" Wie sie eigentlich wissen, gibt es die 100 Mrd Verlust nicht. Warum schreiben sie es trotzden?
"Durch Änderung des Bilanzrechts werden die Milliardenverluste im dreistelligen Bereich verschleiert, die aus den Bilanzen ausgelagert wurden." Wie kommen sie auf diese falsche realitätsferne Behauptung? Das ergibt doch keinen Sinn.
Auch die anderen Landesbanken haben das selbe Problem. Das Kreditgeschäft bricht immer weiter zusammen, weil immer mehr Firmen ihre Fertigungsstätten nach Asien auslagern. Porsche z.B. ist nur noch zu 10% Made in Germany. Bei 100% Made in Germany könnte fast niemand mehr das Fahrzeug kaufen.
Erst gestern ein Kommentar in der SZ, dass im Maschinenbau die Aufträge in den letzten drei Monaten um 44% gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen sind, obwohl letztes Jahr die Auftragseingänge schon historische Rückgänge verzeichneten. Zum Auftragsbestand 2007 dürften gerade mal 20% übrig geblieben sein.
Zockergeschäfte sind für Landesbanken gemäß Satzung tabu, trotzdem hat man jahrelang die Kundengelder verzockt. 100Millionen Gewinnen stehen jetzt 100 Milliarden Verluste gegenüber. Alles straffrei natürlich.
Na ja, dieses Problem haben auch alle Deutsche Geschäftsbanken. Durch Änderung des Bilanzrechts werden die Milliardenverluste im dreistelligen Bereich verschleiert, die aus den Bilanzen ausgelagert wurden.
Den Abgrund haben wir uns immer noch nicht von unten angeschaut. Dauert aber nicht mehr lange.
----- Der erträumte Aufschwung - eine Fata Morgana -----