Lehren aus dem Desaster: Der dringlichste Wunsch an die Banken ist es, endlich ernst zu machen mit einem zukunftsfähigeren Finanzwesen.
Kurz vor dem Ende des für die Bankbranche so horrenden Jahres 2008 trat Josef Ackermann bei einem Kongress über kulturelle Vielfalt auf. Der Chef der Deutschen Bank warb für Integration, Toleranz und bessere Chancen für Frauen. Ackermann hat sich in der Finanzkrise erstaunlich häufig Zeit für Veranstaltungen genommen, die einer nachhaltigeren Wirtschaft das Wort redeten. Das ist löblich, selbst wenn vor allem der Imagepflege geschuldet. Doch in welch krassem Gegensatz steht die von Ackermann und vielen anderen gepflegte Nachhaltigkeitsrhetorik zu dem Gebaren, das die globale Finanzkrise verursacht hat!
Finanzmetropole Frankfurt am Main (© Foto: ddp)
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Die Krise geht in ihr drittes Jahr, und der dringlichste Wunsch an die Banken für 2009 ist es, endlich ernst zu machen mit einem zukunftsfähigeren Bankwesen. In den vergangenen Jahren haben teils dieselben Banker, die sich mit Nachhaltigkeitsberichten schmücken, eine Krise mit enormen sozialen Folgekosten verursacht. Nachhaltig wirtschaftende Banken hätten nicht Hunderte Milliarden Dollar an Hauskrediten an mittellose Amerikaner vergeben. Das mag auf den ersten Blick wie eine soziale Wohltat aussehen, trieb aber letztlich nicht nur diese Hausbesitzer, sondern Hunderttausende Menschen weltweit in den Ruin.
Wann, wenn nicht in dieser für sie existenzbedrohenden Krise, will die Geldbranche ihre Prinzipien hinterfragen?
Die vergangenen Jahre haben schmerzhaft deutlich gemacht, dass Banken in der Wirtschaft eine Schlüsselrolle einnehmen. Was 2007 als lokales Problem am amerikanischen Immobilienmarkt begann, breitete sich 2008 über die Finanzmärkte in fast alle Winkel der Erde und Branchen aus. Die Banken versorgen die Wirtschaft mit Geld wie Adern einen Organismus mit Blut. Transportieren die Blutbahnen Gift, erkranken die Organe, stoppt der Blutfluss, sterben sie ab.
Doch die Schlüsselfunktion der Banken birgt auch Chancen. Jetzt, da staatliche Rettungspakete einen Zusammenbruch des Finanzsystems abgewendet haben, sollten die Banken diese Chancen ergreifen. Es geht nicht darum, das Überleben einer jeden Firma zu sichern. Banken müssen ihre Risiken im Auge behalten, um nicht von neuen Kreditausfällen gelähmt zu werden. Nein, Banken sollten vielmehr ihre Unternehmensziele neu definieren und soziale und ökologische Kriterien gleichberechtigt neben das Prinzip der Gewinnmaximierung stellen.
Lesen Sie weiter: Wenn nur die Gewinne zählen.
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- Folgen der Finanzkrise Das Wendejahr 2008 31.12.2008
Ägypten
die Forderung:
Zitat:
Folgen der Finanzkrise
Neue Banken braucht das Land-
Lehren aus dem Desaster: Der dringlichste Wunsch an die Banken ist es, endlich ernst zu machen mit einem zukunftsfähigeren Finanzwesen.-
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Das ist ein guter Wusch, fromm und anständig.
lDoch leider geht er am "Ist-Zustand" vorbei. Die Finanzmacht ist der Staatsmacht längst übergeordnet.-- sie sind nur Retter in der Not, mehr nicht.
Wer Neues will, muß altes eliminieren.----Wo Altes bleibt, kann Neues nicht entstehen.
Die alten bankrotten Banken kann man nicht sanieren---
Ein altes Denken, ändert man nicht mehr--das ist bei den Bankern so drinn, sie können nicht mehr anders.--die alten Strukturen bleiben..
Man hat die Chance verpasst, aufzurämen für einen Neuanfang, mit neuem Denken und Bankern.--das System erneuern vo oben bis unten.
Der Sumpf blieb, die Kanäle bleiben, dei Seilschaften bleiben, wo soll da der neue Wind herkommen? Ein Konkursverfahren hätte aufgeräumt, hätte uns Milliarden erspaart, wir wären heute am Neustart angekommen. So stehen wir am Beginn der nächsten Tragödie. Die Hintermänner der Bosse der Bossen hatten die Macht und die Entscheidung. --traurig aber wahr.
Diese wird sie am Ende selber schädigen, statt herausziehen.
Denn, die Bosse der Bosse leben von dem "Funktionieren des Marktes". Bricht der weg, fallen sie ebenfalls ins Loch.
Angesichts der Fakten, die laufend neu auftauchern, wünscht man ihnen das sogar.
Wir das System nicht geändert, bleibt alles beim Alten, die nächste Abzocke-Blase-Betrügereien- stehen schon im Anlauf.
Der nächste Kriminaltango kann beginnen. Musik an auf der Titanic!
Dream on.
sind manchmal ganz nett, wenn sie zur Meinungsbildung benutzt werden aber nur ärgerlich. Vielleicht sollte Herr Hesse mal bei seinen Kollegen Piper oder Beise nachhören, bevor er die laxe Kreditvergabepraxis amerikanischer Kreditinstitute als Folge eines mangelnden Nachhaltigkeitsbewusstseins dieser Banken darstellt. Da würde er nämlich erfahren, dass es gerade (halb)staatliche Immobiliebfinanzierer waren, die subprime-Kredite vergaben. Und wissen Sie, Herr Hesse, warum? Weil es politisch opportun und gewünscht war!
das bedeutete nämlich auch die Einstellung kritischen Personals, dessen man sich entledigt hatte. So einen Kulturbruch traue ich der Kamarilla nicht zu...Es sind Kriminelle, die hier das Kommando haben!
wird es nicht nach 100 oder 1000 Bankpleiten geben (die es ja nach den "Gesetzen des Marktes" hätte geben müssen) . Aber wer am Hebel (Geldhebel) sitzt, ist ja immer etwas gleicher.
Was Sie hier schreiben wird auf ewig ein fommer Wunsch bleiben.
"Banken verleihen Regenschirme bei Sonnenschein - wenn es regnet werden keine Regenschirme ausgegeben." Volksmund
"Bankkunden sind doch eine freche Plage - Wollen Zinsen für die Einlagen - und dann das Geld auch noch zurückhaben" sinngemäß H.J.Abs
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