Die Prognosen für die Dax-Konzerne sind noch zu gut: Kreditkrise, Dollar und Rohstoffpreise drücken 2008 die Profite.
Mehr als 28 Milliarden Euro werden die 30 Dax-Konzerne bis Juni ausschütten, so viel wie nie zuvor. Die meisten Unternehmen haben 2007 Spitzengewinne erzielt und zahlen saftige Dividenden. Doch die Zeit der Rekorde ist vorbei. Die Finanzkrise kommt in der Realwirtschaft an - bei Stahlkochern, Maschinenbauern, Einzelhändlern. Nur viele Analysten haben es noch nicht so recht bemerkt. Sie erwarten für die deutschen Unternehmen im Durchschnitt immer noch knapp sieben Prozent Gewinnplus.
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"2007 war ein tolles Jahr. Die Anleger sollten nicht erwarten, dass sich die Gewinnrallye fortsetzt", sagt Henning Gebhard, Leiter deutsche Aktien bei der Fondsgesellschaft DWS. "Wenn dieses Jahr ein knappes Plus rauskommt, ist es gut gelaufen." Die Enttäuschung der Anleger könnte groß sein, nicht nur über Banken und Versicherungen.
"Ich kann mir nicht vorstellen, das Banken und Versicherungen schon alles abgeschrieben haben, was abzuschreiben ist", sagt Johannes Reich, Aktienstratege beim Bankhaus Metzler. Viel schlimmer noch: Das Neugeschäft bei Verbriefungen, im Investmentbanking und Eigenhandel werde in den nächsten Monaten weit hinter den Zahlen von 2007 zurückbleiben. "Das wird von den meisten Analysten unterschätzt", glaubt Reich.
Schwierige Kreditvergabe
Die Wirtschaft bekommt die Belastungen der Kreditkrise rascher zu spüren als gedacht. Vergeben Banken heute einen Kredit, prüfen sie den Antrag drei Mal, verlangen höhere Sicherheiten und mehr Zinsen als noch vor einem Jahr. Auch am Markt für Unternehmensanleihen herrscht Skepsis: Anleger fordern von Unternehmen deutlich höhere Renditen im Vergleich zu Staatsanleihen als vor Jahresfrist. Das kostet die Firmen Geld.
Kapital ist schwer zu beschaffen, davon zeugen auch die vielen Börsengänge, die in den vergangenen Wochen abgesagt worden sind. Für Unternehmen ist es teuer geworden, sich zu refinanzieren. Das belastet die Gewinne.
Unabhängig davon befindet sich die Weltwirtschaft an einem konjunkturellen Wendepunkt. Die USA rutschen gerade in eine Rezession, wenn sie nicht sogar schon mittendrin stecken. Die boomenden Volkswirtschaften Asiens, vor allem China und Indien, haben ihren konjunkturellen Höhepunkt überschritten, das Wachstumstempo lässt nach.
Das reicht schon, um das Wirtschaftswachstum weltweit zu schwächen. Längst hat die Krise auch Deutschland erreicht: Die führenden Wirtschaftsforscher erwarten für dieses Jahr nur noch einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,8 statt 2,2 Prozent.
Und auch die neue Prognose könnte zu optimistisch sein. "Mit jedem Zehntel Prozentpunkt, um den die Konjunkturprognosen gekürzt werden, verschlechtern sich die Geschäftsbedingungen der deutschen Unternehmen", sagt Werner Bader, Aktienstratege bei der LBBW. "Da müssen Abstriche bei den Gewinnen gemacht werden."
Hinzu kommen die enorm hohen Preise für Öl und Gas, Industrie- und Edelmetalle, Agrargüter. Der gewaltige Anstieg der Rohstoffkosten schmälert den Profit, wenn die Kosten nicht auf den Kunden überwälzt werden können. Die Unternehmen wissen das und drücken sich deshalb bei ihren Jahresausblicken um klare Prognosen. In der Stahlindustrie ist es beispielsweise alles andere als gewiss, dass die hohen Preise für Erz und Strom ohne weiteres an die Kunden weitergereicht werden können. Bricht der Autoabsatz ein, werden die Hersteller den Stahlriesen nicht jeden Preis für ihren Rohstoff zahlen wollen und verhandeln.
Probleme macht auch der Dollarkurs. Unternehmen, die viel Geschäft im Ausland machen und nicht gegen die Schwäche des Greenback versichert sind, werden beim Gewinn enttäuschen. Bayer Beispielsweise kalkuliert derzeit mit einem Kurs von 1,30 Dollar je Euro. Tatsächlich kostet der Euro aber 1,60 Dollar.
"Die Gewinnschätzungen müssen nach unten korrigiert werden", glaubt Reich. Im Durchschnitt erwarten die Analysten für die 30 Dax-Werte in diesem Jahr 6,5 Prozent Zuwachs. Der Metzler-Stratege hält nur zwei Prozent für realistisch - "und das könnte noch zu hoch sein." LBBW-Experte Bader rechnet 2008 mit einer glatten null beim Gewinnwachstum. Er sei aber nicht pessimistischer als andere. "Unsere Analysten sind einfach ein bisschen schneller."
- Konjunktur Robuste Wirtschaft 16.04.2008
- Beige Book US-Wachstum schwächt sich ab 17.04.2008
- Hohe Tarifabschlüsse EZB warnt vor Preisauftrieb in Europa 15.04.2008
(SZ vom 18.4.2008/hgn)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
Tinus77: @cashca
Was wollen sie eigentlich sagen? Habe nicht verstanden, wo sie das Problem sehen.
@tinus
das ist nicht schwer zu erkennen und auch zu erklären.
Schauen sie sich täglich und auch heute wieder die Schlagzeilen an, an allen Ecken entsteht eine Schieflage. Da ist die Veringerung der Profite doch noch harmlos.
von der Ausweitung der Hungersnöte, bis zur Unfinanzierbarkeit der Sozialsysteme.
Wollen wir es nicht sehen, oder sehen wir es wirklich nicht, wohin die Reise geht?
Man kann eines von dem anderen nicht mehr isoliert betrachten,
daher meine Gesamteinschätzung und leicht ironische Bemerkung.
Sie doktern an allem herum, aber nichts wird gelöst. So schaukelt alles weiter,
Dampinglöhne, Finanzeskapaden, Bankrotte- die nur durch Staatliche Rettung verhindert werden, die fehlenden Gelder für die Probleme im Land,
in aller Welt verzetteln sie sich um Gelder zu verpulvern. Die Zuschüsse für Renten, die Soziallasten werden drastisch steigen, die Löhne sinken im Sturzflug-rasante Zunahme an Miniverdiener u. s.weiter.
Die Reallöhne sind natürlich auch Messlatte für die Renten, sinken diese, kommt auch nichts in die Rentenkassen, erfolgt auch die künftige Rentenzahlung danach, dann können wir uns ausrechnen, was da kommt.
Vor allem die künftigen Alten, aber auch für jetztigen Alten und die jetzt Arbeitenden.
Natürlich gibt es Rentner mit mehr als genug, das nützt aber denen die zuwenig haben gar nichts. , die gerade Existensichernden Renten - oder darunter--Hungerrenten- nehmen zu .
Was geplant wird, geht an der Finanzierbarkeit vorbei, es sei denn wir werden abgezockt bis -- ja eben auch zum Existenzminimum.-- das erreicht doch bereits die bisherige Mittelschicht.
Die vorgetragenen Lösungen taugen gar nichts. sie lösen weder das Gesundheitssystem, noch die Finanzkrise, noch das Arbeitslosenproblem. Drei Schlüsselbereiche, in einer totalen Schieflage. Keiner hat eine Lösung.
Wurschteln kann man nur eine begrenzte Zeit, irgenwann müssen die Karten auf den Tisch. Darauf bin ich gespannt.
Es ist alles dermaßen miteinander verquickt, und dennoch passt nichts mehr zusammen.
Das ist der "IST-ZUSTAND" -- keiner weiß, den Ausweg, daher der Irrgarten.
Sie schieben Probleme nur noch hin und her.Hü und Hot!
Überall rennen sie gegen eine Wand.
Sie können mir gerne das Gegenteil beweisen.
Interessant ist insbesondere, wie wenig dieser selbst nach längerer Zeit die Verbraucherpreise vergleichbarer Produkte dies- und jenseits des Atlantiks widerspiegelt:
Basispreis eines Porsche 911 Carrera in den USA: $73500 = EUR 45900. Basispreis in Deutschland: EUR 81128.
Porsche Cayenne GTS $69300 (USA) vs EUR 76725 (Deutschland).
BMW 550i $58500 (USA) vs EUR 63500 (Deutschland)
Apple iPhone $399 (USA) vs EUR 399 (Deutschland)
Apple iTunes download $0.99 (USA) vs EUR 0.99 (Deutschland)
Canon MF8180C $599 (USA) vs EUR 973 (Deutschland)
Nikon D60 $749 (USA) vs EUR 749 (Deutschland)
Fraglich ist, wo sich die den Europäern ständig prognostizierten Vorteile des Eurokurses denn zeigen? Beim Benzinpreis?
Was wollen sie eigentlich sagen? Habe nicht verstanden, wo sie das Problem sehen.
Verringerter Profit!
Na und, vom Mindeslohn Niveau , das sie den Arbeitnehmern gönnen , sind sie noch weit entfernt.
Also, sie befinden sich auf einem Weg der Verminderung,auf einem Weg in eine Sackgasse, die sie selber gebaut haben.
Heraus kommen sie nur mit Hilfe-- oder Gnade der Weltmacht des Kapitals.
Kurzfristiges denken hat ebenfalls kurze Beine, diese werden sie bald spüren.
Der dumme ist der Bürger, der Rentner , die nachwachsende Generation im Besonderen, Der letzten in der Kette, ebenso abhängig von der milden Gabe des Kapitals.-doch das hat keine Perspektive.-- das ist eine Seifenblase.,
Dieser ganze Politclan hat sich verrannt.
Sie irren wie die "Besucher im Irrgarten" des Oktoberfestes herum und suchen nach dem Ausgang, den sie sich selber versperrt haben.
Mögen sie noch lang im Kreis laufen, bis der "neue Gewinner" dieser absurden Politik ,sie erlöst, ihnen "einen "Weg zeigt, den sie dann von dessen Gnaden beschreiten dürfen-müssen-können- eine Wahl werden sie nicht mehr haben.
Sie sind längst unter der "Fuchtel " anderer. Sie haben das nur noch nicht gemerkt..
... Steinbrück ist sein Name, der behauptete vor 6 Monaten steif und fest der hohe Eurokurs sei für die deutsche Wirtschaft und die deutschen Exporte kein Problem. Herr Steinbrück hat sich damit als wirtschaftlich absolut inkompetent geoutet.
Haben wir kein besseres Personal, daß zu einem G7-Gipfel geschickt werden kann? Oder ist der Hauptzweck dieser Veranstaltung eher privater Natur, dient dem Vergnügen, der Entspannung und Erholung?