Der Lehman-Kollaps ist der Höhepunkt einer monatelangen Dauerkrise. Alles fing im Sommer 2007 mit unsicheren Hypothekenkrediten an. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Finanzkrise.

Wenig mehr als ein Jahr nach Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise werden ihre Auswirkungen immer dramatischer. Mit Lehman Brother meldete in den Vereinigten Staaten ein 158 Jahre altes Geldhaus Konkurs an, mit Merrill Lynch flüchtet sich die drittgrößte Investmentbank der USA unter die Fittiche der Bank von America.

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Plasikbär an der Deutschen Börse in Frankfurt: Sinnbild für die Abwärtsbewegung der Börsen. (© Foto: dpa)

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Zuvor schon waren die Hypothekenriesen Fannie Mae und Freddie Mac unter staatliche Aufsicht gestellt worden, um Schlimmeres zu verhindern. Im März bereits hatte JPMorgan Chase auf Drängen der US-Regierung die Immobilienbank Bear Stearns vor einem drohenden Zusammenbruch übernommen.

Was ist die Ursache für diese weltweite Krise? Lesen Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Turbulenzen an den Finanzmärkten:

Was war Auslöser der Finanzmarktkrise?

Auslöser war das Platzen einer Spekulationsblase auf dem US-Immobilienmarkt. Die amerikanischen Banken hatten in Jahren niedriger Zinsen immer häufiger schlecht besicherte sogenannte Subprime-Kredite für den Hauskauf oder -bau vergeben. Ende 2006 stiegen die Zinsen in den USA. Wegen sinkender Nachfrage rutschten die Immobilienpreise, bis heute um etwa 25 Prozent. In der Folge konnten immer mehr Subprime-Schuldner ihre Kredite nicht mehr bedienen.

Erklärt das schon die weltweiten Auswirkungen?

Nein. Verschärft wurde die Situation durch waghalsige Konstruktionen: Um sich selbst zu refinanzieren, bündelten die Immobilienbanken die Kredite zu neuartigen Wertpapieren, die weltweit an Investoren verkauft werden, beispielsweise in China oder an europäische Banken.

Lesen Sie im zweiten Teil, warum diese Papiere so problematisch sind - und warum der Zusammenbruch dieses Systems schon lange absehbar war.

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