Vor dem Hintergrund der Turbulenzen auf den Finanzmärkten hat die US-Notenbank überraschend den Diskontsatz um 0,25 Prozentpunkte gesenkt.

Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Federal Reserve Liquidität verschaffen können, wurde von 3,50 Prozent auf 3,25 Prozent gesenkt, wie die Fed am Sonntag mitteilte.

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Die Fed gab außerdem die Schaffung einer neuen Krediteinrichtung bekannt, bei der sich große Wall-Street-Investmentbanken von Montag an Kurzzeitkredite sichern können. Diese Maßnahme soll für mindestens sechs Monaten in Kraft bleiben und, falls nötig verlängert werden, wie es in der Fed-Mitteilung hieß.

Wichtige Makler und Zwischenhändler könnten schon mit Beginn der neuen Woche mit Liquidität versorgt werden, erklärte die Fed. Die Maßnahme werde für mindestens sechs Monate gelten und könne verlängert werden.

Beobachter rechneten damit, dass die Fed am Dienstag auch den Leitzins, der derzeit bei 3,0 Prozent liegt, erneut senken wird, um der Finanzkrise Einhalt zu gebieten.

Nach der Ankündigung der US-Notenbank, den Diskontsatz um einen viertel Punkt auf 3,25 Prozent zu senken, verlor der Dollar gegenüber dem japanischen Yen deutlich an Wert. Nachdem er vergangene Woche erstmals seit zwölf Jahren unter den Wert von 100 Yen gefallen war, sank der Dollar am Montag vorübergehend auf 96,57 Yen, bevor er sich wieder leicht erholte. Die Senkung des Diskontsatzes durch die Fed habe nur unterstrichen, dass die Krise "sehr ernst" sei, sagte der japanische Analyst Masaki Fukui.

Die europäische Gemeinschaftswährung Euro erreichte in Tokio mit 1,5808 Dollar einen neuen Höchststand. Am Freitag hatte der Euro in London 1,5688 Dollar und damit so viel wie noch nie seit seiner Einführung 1999 gekostet.

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(sueddeutsche.de/AFP/dpa/mel)