US-Finanzminister Geithner will die Befugnisse der Aufsichtsbehörden massiv ausbauen: Die Verursacher der Krise sollen sich strengen Regeln beugen.
In den USA nehmen die Pläne zur besseren Kontrolle von Spekulanten Gestalt an. Finanzminister Timothy Geithner präsentierte am Donnerstag im Repräsentantenhaus ein Konzept, das die Befugnisse der amerikanischen Aufsichtsbehörden massiv ausbauen würde. Erstmals sollen Hedgefonds, Finanzinvestoren und Risikokapitalfirmen Regeln unterworfen werden.
"Eine umfassende Reform ist erforderlich": US-Finanzminister Geithner will den Finanzmarkt besser kontrollieren. (© Foto: Reuters)
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Sie müssten sich bei Börsenaufsicht registrieren und der Behörde Einblicke in ihre Anlagestrategie gewähren, wenn ihr Kapital eine bestimmte, bisher noch nicht festgelegte Größe überschreitet. "Eine umfassende Reform ist erforderlich. Keine bescheidenen Reparaturen an den Rändern, sondern neue Spielregeln", sagte Geithner.
US-Präsident Barack Obama will die Pläne kommende Woche auf dem Londoner Gipfeltreffen von Industrie- und Schwellenländern präsentieren. Die USA hoffen, sich gemeinsam mit den Europäern auf ein globales Aufsichtsregime für die Finanzmärkte zu verständigen, damit sich Spekulanten nicht mehr vor nationalen Aufsichtsbehörden entziehen können.
Das sogenannte Schattenbankensystem, in dem Investoren bisher ungestört ihre Geschäfte machten, wird von vielen Experten für das Desaster an den Finanzmärkten mitverantwortlich gemacht. Der massive Verkauf von Aktien und anderen Papieren durch Hedgefonds im vergangenen Herbst gilt als eine Ursache für die starken Ausschläge an den Börsen und Wertpapiermärkten. Allerdings war die sorglose Vergabe von Hypotheken an einkommensschwache Amerikaner der Auslöser der Krise. Hieran hatten Hedgefonds kaum einen Anteil.
Zu dem Entwurf gehört daher die Einrichtung einer neuen Regulierungsstelle, die die Risiken im Gesamtsystem überwachen soll. Geithner sagte, dass den Amerikanern das "Trauma der Finanzkrise" erspart geblieben wären, hätte die Regierung schon in den vergangenen Jahren über die Vollmachten verfügt, die sie jetzt einfordert. Finanzakteure, deren Scheitern das gesamte System gefährdet, will die US-Regierung künftig übernehmen und restrukturieren können. Bisher beschränkten sich ihre Befugnisse auf Geschäftsbanken.
Zustimmung im Kongress wahrscheinlich
Doch der Beinahe-Kollaps von AIG hat nach Ansicht von Geithner gezeigt, dass neue Zuständigkeiten nötig sind. Die US-Regierung besitzt inzwischen zwar 80 Prozent der Konzernanteile, kann das Unternehmen aber nicht selbst führen. AIG hatte sich mit sogenannten Credit Default Swaps in den Ruin gewirtschaftet. Der Markt für diese Swaps, im Prinzip eine Versicherung gegen Zahlungsausfälle bei Krediten und komplexeren Anlageinstrumenten, wird auf weltweit etwa 60 Billionen Dollar geschätzt und unterstand bisher keinerlei Kontrolle. Auch diese Regulierungslücke wollen die USA nun schließen.
Im Kongress zeichnet sich eine Zustimmung zu Geithners Plänen ab. Zweifel gibt es dennoch. Mehrere Abgeordnete erinnerten daran, dass die Finanzkrise auch eine Geschichte des Versagens der Aufsichtsbehörden ist. So hätte die Börsenaufsicht SEC trotz ihrer Zuständigkeit den Kollaps der Investmentbank Bear Sterns nicht kommen sehen. Geithner braucht dringend einen Erfolg. Wegen der Affäre um die Bonuszahlungen bei AIG steht er unter enormem Druck. Die Opposition wirft ihm vor, früh von den Prämien gewusst und dennoch nichts unternommen zu haben.
Geithners Konzept zur Säuberung der Bankbilanzen von faulen Wertpapieren wurde Anfang der Woche an der Börse zwar mit massiven Kursgewinnen gefeiert. Aber er enttäuschte viele Ökonomen. Ein Ausweg aus der Krise sei nicht in Sicht, sagen sie. Am Mittwoch zog Geithner erneut Kritik auf sich. Er hatte sich offen für einen chinesischen Vorschlag gezeigt, der auf die Ablösung des Dollar als Leitwährung hinausläuft, und damit starke Kursausschläge auf den Devisenmärkten ausgelöst.
(SZ vom 27.03.2009/woja)
DFB-Pleite gegen die Schweiz
Ein Schneeballsystem ist wiedereinmal geplatzt 1977, 86, 91...
Jedesmal ging es danach noch schneller und gewaltiger weiter.
Wieder wurden die Böcke oder deren Schüler zum Gärtner gemacht.
Wir bräuchten ein Weltwirtschaftsimulationsprogramm, wie für die Wetterprognosen -
Einen Supercomputer: "World-Sims". Er hätte genau die Allgorithmen, für das Börsengeschehen, wie für alle zufälligen Ereignisse, nähmlich Wahrscheinlichkeiten und Unvorhersagbarkeit im Einzelnen. (Wirf einen Korken in den Bach und niemand kann sagen, wo er landen wird. Und falls er es konnte, kann er es für's nächste Mal noch lange nicht). Und gleichzeitig haben wir (analog zum Wettermodell die Erddaten,wie Gebirge, Sonneneinstrahlung, Rotation, Wasserflächen, etc.) die ganzen harten Fakten der Statistischen Bundesämter, wie Geburtenrate, Alterspyramide, Ausbildung, Einkommensverteilung, Zustand der Infrastruktur, etc. Schon in den 70 hieß es, daß es in der BfA erste Versuche einer "Bundesrepublik Deutschland-Simulation" gab.
Neu ist heute die Möglichkeit, Unsicherheit in Form Fraktaler Geometrie mit "Statistischer Sicherheit" zu kombinieren. Wenn das Modell für 2, 3 Jahre einigermaßen brauchbar läuft, kann man Experimentieren: Mindestlohn, Rohstoffausbeutung oder Marshalplan für Afrika, Bürgergeld, Geithners Finanzrettung, oder sinnvoller Neuanfang. Was passiert wohl mit einer Weltwährung und einer demokratisch autorisierten UNO?
Die besten 5 Großbanken werden mit allen Tricks gerettet. Und die kleinen US Banken gehen derzeit reihenweis in Konkurs.
Und dann kommt der ex NYFed Chef Geithner, in seiner hübschen neuen Rolle als Finanzminister (FED übernimmt den Staat sozusagen) und erklärt den anderen Bankern, daß ab jetzt nur noch die 5 Größten das Sagen haben und wie sie alle den großen 5 hinkünftig zu dienen haben.
Jaja, man versteht schon ganz gut, wie das in der Obama Regierung abgeht. Die schwarze Hautfarbe war dringend nötig um das Volk zu blenden. Aber lange wird diese Moraltünche nicht halten.
Die Tricks mit der Geldumleitung zu den 5 Superreichsten sind derart hinterlistig, übel wird einem, was die mit dem US Staatshaushalt treiben.
der Informanden gehen eine unheilige Union ein - scheint's.
Wer, wenn nicht ausgerechnet jene moralinprustende Classe Poliltique der USA, schuf die biotopischen Bedingungen, die nun heute fast blutsturzartig als Auslöser allen Bösen durch die bösen bösen Banken herumpopulisiert werden? Solange der sprichwörtliche Rubel rollte, waren es gerade Demokraten, die die grössten unsinnigsten Demontagen von klugen, teils über 70 Jahre existenten Gesetze auflösten. Und wozu? Um eine in nichts geordnete, geschweige halbwegs kluge "Sozial"politik im besten Klientelanfütterungs-Sinne zu bedienen.
UptickRegel - schon vergessen? Clinton und seine Leidenschaft gegen Glass-Steagall?.. Herzlichen Glückwunsch, wenn diese Riege - allen voran mit Herrn Obama - ausschliesslich mit nett verpackten Umdeutungen das derzeitige US-Desaster weiterhin "managt". Die erstaunliche Liebe, die eine Vielzahl von z.B. Deutschen für dieses Führungs-Team entdecken, ist rational nicht mehr erklärbar.
Lieber Herr Koch, nun sitzen Sie doch schon in NewYork - kommt denn da doch nochmal Substanz?
Also, unser Ober-Chef, der hat Anfang April da so einen Termin. In London. Da wäre es günstig, wenn ihr mal mit dem Gekläffe aufhört und ich euch anleine. Die in London verstehen nämlich nicht, was Freiheit ist. Die würden euch am liebsten für immer in einen Käfig stecken. Das machen wir natürlich nicht! Wenn sich die Lage beruhigt, lasse ich euch wieder frei laufen.