Den Geldhändlern fehlen derzeit die Worte, um zu beschreiben, was an ihrem Markt los ist: Banken leihen untereinander kein Geld mehr.
Unfassbare Szenen spielen sich derzeit im Herzen des Finanzmarktes ab: dem Geldhandel. Das ist der Ort, an dem sich Banken von anderen Banken Geld leihen oder es bei anderen Instituten anlegen.
Skyline Frankfurt: Die Finanzmetropole durchlebt stürmische Zeiten. (© Foto: dpa)
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Derzeit flimmert das Herz nur noch - der Geldhandel probt die Nahtod-Erfahrung.
Es ist eine Art Bank-Run, der dort stattfindet. Nur stürmen hier nicht die Anleger die Banken und fordern ihr Geld zurück, sondern die Banken jagen selbst Krediten hinterher - und bekommen sie nicht oder nur zu extrem ungünstigen Konditionen.
Süchtig nach der Geldspritze
Waren früher die Liquiditätsmanager in den Banken von der Vielzahl der Geschäfte erschöpft, ist es jetzt die Suche nach Geld, die manche Händler an den Rand der Verzweiflung bringt.
"Nur im Tagesgeldgeschäft geht noch etwas", heißt es. Eine Bank bekommt also mit etwas Glück zumindest über Nacht Geld von anderen Banken geliehen. Wer aber Liquidität für längere Laufzeiten braucht, geht leer aus.
Selbst gestandene Banker können sich nicht daran erinnern, dass sich der Geldmarkt in einem derart desolaten Zustand befand. Im August 2007, unmittelbar nach dem Beinahe-Kollaps der IKB, war der Markt zwar über Stunden zusammengebrochen - es ging auch im Tagesgeldgeschäft nichts mehr. Damals aber konnten mehrere Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Schockstarre lösen.
Mittlerweile hat sich der Markt an die hereinprasselnden schlechten Nachrichten gewöhnt - dafür vertraut er nur noch der Notenbank. Sollten die Geldspritzen der EZB ursprünglich allein der Krampflösung dienen, sind die Banken mittlerweile süchtig danach geworden.
Liquidität um jeden Preis
Der Geldhunger treibt seltsame Blüten: Wann immer die Zentralbank derzeit Liquidität anbietet, kaufen die Banken sie ein - nur um das Geld zu horten und sich damit gegen neuerliche Verwerfungen am Markt zu schützen. Die Banken verleihen es nicht weiter, sondern legen es auf dem eigenen Konto bei der Zentralbank wieder an, um für alle Fälle gerüstet zu sein.
Dabei nehmen sie einige Kosten in Kauf, denn sie müssen der EZB deutlich mehr an Zinsen bezahlen als sie selbst von ihr bekommen. Im Handel unter den Banken wiederum schwanken die Sätze derzeit zwischen dreieinhalb und viereinhalb Prozent - verglichen mit normalen Zeiten ist das eine enorme Spanne.
Noch chaotischer ist die Situation im Dollar-Handel, da viele europäische Banken keinen direkten Zugang zur US-Notenbank Fed haben. Derzeit verleiht die EZB Dollar im Auftrag der Fed. Vor wenigen Tagen, zum Quartalsende, schoss der Dollar-Zinssatz auf unglaubliche elf Prozent - fast das Sechsfache des US-Leitzinses.
Doch nicht allein die Höhe der Zinsen spiegelt die Nervosität des Marktes wider, sondern auch die extremen Schwankungen der Sätze machen den Händlern zu schaffen. Nachdem die Notenbank zunächst Dollar zu elf Prozent zugeteilt hatte, lag der Satz für das nächste Angebot nur bei 0,5 Prozent - alle Händler hatten sich auf das erste Angebot gestürzt.
Die jüngsten Ereignisse haben den Bankern gezeigt, dass man nun mit allem rechnen und sich mit Liquidität wappnen muss.
Vor allem die Pleite der US-Invetsmentbank Lehman Brothers hat das Urvertrauen der Märkte in den Staat zerstört, den Glauben, dass letztlich immer doch noch jemand da ist, der das Schlimmste verhindert.
"Kann ich mir gar nicht ausmalen"
Jetzt scheint alles möglich zu sein und vor allen anderen wissen die Geldhändler, wenn bei einer Bank etwas schiefläuft. Misstrauen, Gerüchte, Ratingabstufungen - im Geldhandel gibt es umgehend die Quittung dafür. Wer hier scheitert, ist am Ende. Der Geldmarkt kennt keine Freunde.
Die Folgen sind vor allem für die Banken verheerend, die aufgrund ihres Geschäftsmodells darauf angewiesen sind, kurzfristig Kredite am Geldmarkt zu erhalten - etwa, weil sie keine Kundeneinlagen erhalten. Damit stehen nun viele Spezialbanken unter Verdacht und werden am Markt argwöhnisch beobachtet.
Auf der nächsten Seite: Was wäre, wenn die EZB nicht helfen würde.
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Ägypten
....die Banken trauen sich nicht mehr.....sie kennen sich.....alles Gauner.
Die Privatisierung der Rente wurde nachweislich mit Nachdruck durch das Lissabonner Treffen 1992 und der Bilderberger betrieben. Die Versicherungs- und Bankenlobby arbeitete zusammen mit der Politik auf Hochtouren.
Die Werbesprüche waren "Vertrauen - Nachhaltigkeit - Sicherheit - usw. - die Rente ist nicht sicher, hieß es und sorgen Sie privat vor!"
Die kleinen Leute, die diesen Sprüchen vertrauten, müssen jetzt Angst haben, keine Altersversorgung mehr zu besitzten.
Eine Frechheit war gestern Abend Wirtschaftsminister Michael Glos bei Maybritt Illner, der die Bürger, die diesen Versprechungen trauten und solche Papiere unterschrieben, als "die haben selbst Schuld" hinstellte! Er sagte: "Die sind doch Erwachsen. Die müssen doch wissen, was sie unterschreiben."
Was sind denn dann die Manager und die Politiker, die hier die Verantwortung in diesen Finanzinstituten haben?
Die verzocken Milliarden!
Sind das etwa kleine Kinder? - Schaut ganz so aus. Die werden nicht einmal zur Rechenschaft mit einer persönlichen Haftung gezogen! Haben aber vorher den Bürgern solche Papiere aufgeschwatzt! Wie nennen wir sie also? Betrüger?
Eine Unverschämtheit und Dreistigkeit nenne ich dieses zweierlei Maß.
Und diese Unfähgikeit dieser Manager und Politiker soll der Bürger jetzt von seinen Steuergeldern auch noch finanzieren!
Ganz nach dem Motto: Erst abzocken und dann nochmals abzocken!
Wo ist das Geld? Wer hat daran verdient?
Gewinne privatisieren - und Verluste sozialisieren. Mit dem "d....." Bürger kann man es ja machen - ganz nach Michael Glos - wie gestern abend bei Maybritt Illner.
Sie strapaziern Tucholsky. An den grundlegenden Mechanismen des kapitalistischen Systems ändert sich natürlich nichts. Aber an der Stellung des westlichen "Wertesystems" wird sich was ändern. Schaun sie mal auf die asiatische Landkarte. Die spielten zur Zeiten von Tucholsky noch nicht mit.
"Jetzt scheint alles möglich zu sein und vor allen anderen wissen die Geldhändler, wenn bei einer Bank etwas schiefläuft. Misstrauen, Gerüchte, Ratingabstufungen - im Geldhandel gibt es umgehend die Quittung dafür."
Bis heute ist mir kein Fall bekannt, in dem eine Ratingabstufung VOR Eintreten des Worst Case erfolgt wäre.
Neuestes Beispiel: Lehmann ! Am Morgen des 15.9.08 war noch ein A-Rating (Comdirekt) im Netz zu finden, vielleicht als Trost für alle, die sich wunderten, daß ihre Lehman-Anleihen zu diesem Zeitpunkt nur noch Schrottwert hatten.
"""da sich einige Dinge und wirtschaftliche Zusammenhänge auf der Welt grundlegend geändert haben.""""
Nichts hat sich verändert, die Regierungen werben immer noch bei der Bevölkerung um Vertrauen für unser Finanz-System. Kennen Sie Tucholsky:nicht? Der lebte ja bekanntlich vor unser Zeit und die wirtschaftlichen Zusammenhänge haben sich damals nicht geändert und bei uns werden sie sich auch nicht ändern. :o))
Krisen und Korrektureen gehören zum System des Kapitalismus und reinigen den Markt in zyklischen Abständen und das ist gut so..................
p.s. Mona arbeitet wieder mit "Paste" :o)))
Tja dann sehen sie es wie sie es sehen wollen. Es ist ja ihr glaube und im prinzip haben sie ja auch recht und wieder auch nicht.
Hier kann eh nur gebrubbelt werden ohne das was passiert.
Die Wirtschaft muss ja wachsen weil es Werte für Dinge definiert die ins unendliche Wachsen können.
Immobilien und Tulpen. Wir schaffen virtuelle Werte wie Internet und Fernsehen sind ja richtige Wirtschaftszweige. Wir verbrennen immer mehr Energie und verbraten immer Rohstoffe weil dei Wirtschaft wachsen muss. Ja ne wir fahren demächst mit Wasser weil wir ja unendlich viel Energie haben um Wasserstoff zu produzieren.
Schön das Internet Energie kostet, schön das der Programmierer essen und trinken muss ein Dach über dem Kopf haben will und Energie verbrauchen muss. Gut er musste es auch tun wenn er gar nix machen würde aber die Überbevölkerung ist ja ein anderes Thema. Also lasst uns einfach nur noch Geld drucken, ist am einfachsten.
Wie auch immer das wir glauben wir könnten alles machen nur weil wir ein System konstruiert haben in dem nicht steht "Es gib Grenzen" heißt es nicht das es sie nicht gibt. Selbst das Papier für das Geld wäre irgendwann mal alle, wenn kein Baum mehr steht.
Aber gut machen wir einfach weiter so. Die Diät kommt früher oder später eh von allein.
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