Die britische Royal Bank of Scotland verteilt 1,5 Milliarden Euro an Boni. Außerdem: Tagesgeld läuft dem Sparbuch den Rang ab und CIT bekommt einen neuen Chef.

Die teilverstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) plant einem Zeitungsbericht zufolge die Ausschüttung von Boni in Höhe von bis zu 1,5 Milliarden Euro.

Royal Bank of Scotland, Foto: dpa

Die Royal Bank of Scotland verteilt in diesem Jahr offenbar Boni von bis zu 1,5 Milliarden Euro. (© Foto: dpa)

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Das britische Finanzministerium werde dem Vorhaben wahrscheinlich in Kürze zustimmen, berichtete die britische Sunday Times.

Die Verhandlungen für die Investmentbanker-Boni bei der RBS dürften dem Bericht zufolge innerhalb von zehn Tagen abgeschlossen sein. Im vergangenen Monat hatte die Bank berichtet, Investoren hätten ihre Sorge geäußert, dass ein zu harscher Einschnitt bei den Boni die Bank daran hindern könnte, ihre Mitarbeiter zu halten.

Die geplanten Zahlungen dürften in der Öffentlichkeit für Entrüstung sorgen. Analysten rechnen damit, dass die Bank, die sich zu 84 Prozent in Staatshand befindet, im vergangenen Jahr einen Verlust von rund acht Milliarden Euro eingefahren hat. RBS legt seine Zahlen für 2009 am 25. Februar vor.

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Tagesgeld beliebter als das Sparbuch

Tagesgeld überflügelt einer Umfrage zufolge das Sparbuch als beliebteste Form der Geldanlage. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger wolle 2010 in Tagesgeld investieren, berichtet das Handelsblatt. Nur noch ein Drittel der Anleger will demnach Geld auf ein Sparbuch einzahlen.

Trotz unsicherer Börsenkurse wolle zudem jeder fünfte Bundesbürger Aktien kaufen. Das Umfrageinstitut Toluna und die Beratungsgesellschaft Faktenkontor befragten demnach repräsentativ 1000 Personen.

Die Renditeerwartungen für das laufende Jahr fallen dem Blatt zufolge bescheiden aus. Fast jeder zweite Anleger rechne mit einem Zinsgewinn von weniger als zwei Prozent. Bei den fünf ertragsstärksten Tagesgeldanbietern ließen sich aber mehr als zwei Prozent Rendite erzielen. Weniger als ein Viertel der Befragten verlor demnach 2009 durch die Krise Geld mit Anlageprodukten, ebenso viele machten im gleichen Zeitraum Gewinne.

Ex-Merrill-Chef wechselt zu CIT

Der frühere Chef der US-Investmentbank Merrill Lynch, John Thain, geht zum Mittelstandsfinanzierer CIT. Wie das Unternehmen mitteilte, ersetzt der 54-Jährige Übergangschef Peter Tobin mit sofortiger Wirkung.

Thain wurde vom CIT-Aufsichtsrat gewählt. Das Kreditinstitut war im vergangenen Jahr insolvent gegangen und musste Gläubigerschutz beantragen.

Der frühere Merrill-Chef soll das Unternehmen weiter umbauen, wie es in einer Mitteilung hieß. Er selbst erklärte, dass CIT mit seinen Krediten für kleine und mittelgroße Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Erholung der US-Wirtschaft spiele.

Thain arbeitete viele Jahre bei der Investmentbank Goldman Sachs, war später als Chef der New Yorker Börse für den Börsengang des Konzerns verantwortlich und wechselte schließlich an die Spitze von Merrill Lynch.

Während der Finanzkrise war er für den Verkauf des Traditionshauses an die Bank of America verantwortlich. Obwohl sein Unternehmen riesige Verluste schrieb, handelte er für die Merrill-Angestellten mehrere Milliarden Bonuszahlungen aus.

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(sueddeutsche.de/Reuters/DAPD/dpa-AFX/tob/mel)