Die Dresdner Bank hat der Allianz noch einmal das Geschäft vermiest und die BayernLB befürchtet, dass sie auch 2009 Verluste schreibt.

Der Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank hat die Bilanzen des Versicherungskonzerns Allianz zum letzten Mal mit einem hohen Millionenbetrag belastet. Insgesamt verlor die Allianz durch die Trennung von ihrer Banktochter in den ersten Monaten dieses Jahres 400 Millionen Euro.

Allianz, dpa

Die Dresdner Bank hat der ehemaligen Muttergesellschaft Allianz noch einmal kräftig die Bilanz vermiest. (© Foto: dpa)

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Der Gewinn des größten europäischen Versicherers schmolz demnach zwischen Januar und März auch aufgrund des Dresdner-Verkaufs im Vergleich zum Vorjahresquartal massiv von 1,15 Milliarden Euro auf jetzt nur noch 29 Millionen Euro. Der Konzernumsatz stieg dagegen leicht um 2,8 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro.

Die Allianz und die Commerzbank hatten den Verkauf der Dresdner Bank im Spätsommer 2008 besiegelt. Nach der Eintragung ins Handelsregister zum Beginn dieser Woche ist die Verschmelzung der beiden Institute endgültig besiegelt. Die Marke Dresdner Bank soll aber erst Ende 2010 vollkommen von der Bildfläche verschwinden.

Eine konkrete Prognose für 2009 wagte die Allianz angesichts der Unsicherheiten über die weitere Wirtschaftsentwicklung weiterhin nicht. Der Konzern habe jedoch ausreichend Kapital, um den anhaltend schwierigen Marktbedingungen standzuhalten. "Die Kennzahlen des operativen Geschäfts sind solide."

BayernLB befürchtet weitere Verluste

Bei der BayernLB drohen nach dem Rekordverlust von fünf Milliarden Euro 2008 auch in diesem Jahr rote Zahlen. Wegen belastender Faktoren und Unwägbarkeiten könne ein negatives Jahresergebnis nicht ausgeschlossen werden, teilte die zweitgrößte deutsche Landesbank mit.

Wegen der Rezession müsse die Vorsorge für den Ausfall von Krediten deutlich erhöht werden. Im ersten Quartal erreichte die BayernLB nach der Hilfsaktion des Freistaats Bayern ein operatives Ergebnis von 557 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 770 Millionen Euro angefallen.

Hypo-Vereinsbank macht wieder Gewinne

Nach hohen Verlusten 2008 hat die Hypo-Vereinsbank im ersten Quartal des laufenden Jahres wieder den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Unterm Strich stand ein Überschuss von 62 Millionen Euro, teilte die Tochter der italienischen Großbank UniCredit am Mittwoch in München mit.

Im Vorjahresquartal hatte die HypoVereinsbank einen Verlust von 282 Millionen Euro verbucht. Entwarnung gab die Bank aber noch nicht. "Auch wenn es im ersten Quartal vereinzelt erste Signale für eine zumindest zeitweise Stabilisierung der Finanzmärkte gab, rechnen wir mit einem anhaltend schwierigen Marktumfeld", sagte HVB-Chef Theodor Weimer.

ING macht trotz Staatshilfe Verluste

Der staatlich gestützte niederländische Finanzkonzern ING hat in den ersten drei Monaten des Jahres hohe Verluste gemacht. ING meldete am Mittwoch ein Minus von 793 Millionen Euro. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte ING noch einen Gewinn von 1,54 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Konzern werde nun Kosten und Risiken weiter reduzieren, kündigte ING-Chef Jan Hommen an. Der im Januar angekündigte Abbau von 7000 Arbeitsplätzen sei mit bisher 5380 Stellenstreichungen bereits weitgehend realisiert worden.

Das Minus ergab sich vor allem durch Verluste im Versicherungsbereich, der netto 1,3 Milliarden Euro verlor. Der Verlust im Gesamtjahr 2008 lag mit 729 Millionen Euro unter dem, der nun allein für das erste Quartal 2009 verbucht wurde.

ING hatte im vierten Quartal 2008 vom niederländischen Staat eine Finanzspritze von zehn Milliarden Euro erhalten. Dank der staatlichen Unterstützung konnte der Konzern Belastungen durch verlustreiche oder stark risikobehaftete Anlagen inzwischen um 80 Prozent reduzieren.

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