Sind die Bewohner in weiter Ferne, ist die Wohnung eine leichte Beute für Einbrecher. Tipps, wie man sich vor bösen Überraschungen schützt.
Das war einmal, in einer früheren, besseren Welt: Täter machen sich in Mehrfamilienhäusern nur im obersten Stockwerk an die Arbeit, wo sie ungestört sind. Die Erfahrungen der Berliner Kriminalpolizei etwa zeigen, dass jeder mit einem Einbruch rechnen muss, egal, in welcher Etage er wohnt. Auch findet man Polizeiangaben zufolge die "Einbruch-Systematiker", den Gentleman-Einbrecher mit ausgeklügelter Strategie, immer häufiger nur noch im Fernsehkrimi: In der Realität regiert das Brecheisen.
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Was aber ist zu tun? Sicherheitstechnik ist nicht zwangsläufig teuer und unbequem. Wirksame mechanische, einbruchhemmende Maßnahmen lassen sich verhältnismäßig leicht ergreifen. "Einbruchsicherheit gibt es zwar nicht, aber Einbruchschutz", heißt es bei der Berliner Kripo.
"Knack-Punkt" Tür
Das fängt bei den Wohnungstüren an. Gerade in höheren Stockwerken sind die Türen der einzige mögliche Ansatzpunkt für Einbrecher. Für einen Laien ist jedoch kaum erkennbar, ob seine Tür das Kriterium "einbruchhemmend" erfüllt. Beratung tut also Not, entweder durch den Fachhandel oder eine der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, die es in vielen größeren Städten gibt. Dort erhält man auch sachkundige Tipps zu Türbeschlägen, Schließblechen und Schlössern. Mitunter kommt ein Kriminalbeamter in heiklen Fällen auf Wunsch sogar in die Wohnung, um fachkundig die Schwachstellen zu benennen.
Fenster - immer wieder der Einstieg
In unteren Geschossen und frei stehenden Häusern hingegen sind am meisten die Fenster gefährdet - und besonders schwer zu sichern, denn nichts ist leichter, als eine Scheibe einzuschlagen. Und so banal es klingt: Man sollte unbedingt die Fenster schließen - das gilt nicht nur für die Urlaubszeit. Wer das Fenster eines unbewachten Hauses für mehr als fünf Stunden in Kippstellung zurücklässt, handelt grob fahrlässig und verliert den Versicherungsschutz (AG Hamburg, Az. 20a C 1338/95).
Technischen Schutz mit Vermieter absprechen
Man sollte dem Einbrecher signalisieren: Sie kommen nur in die Wohnung, wenn Sie zeitraubende Arbeit leisten müssen, viel Lärm verursachen und eine hohe Verletzungsgefahr eingehen. Die meisten Einbrecher, zumal Gelegenheitsdiebe, geben auf, sobald sie auf Probleme stoßen.
Aber Achtung: Eingriffe in die Bausubstanz sollte man zuvor mit dem Vermieter besprechen und sich schriftlich genehmigen lassen - etwa die Verankerung eines Fenstergitters im Mauerwerk oder das Anbringen eines Querriegelschlosses, das in Türblatt und -rahmen greift. Andernfalls könnte der Hausbesitzer beim Auszug verlangen, dass der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt und Schäden beseitigt werden. Ihn dahin zu bringen, intakte, gleichwohl einbruchstechnisch unzureichende Wohnungstüren auszuwechseln, bedarf eines guten Verhandlungsgeschicks. Mietrechtlich gibt es da kaum eine Handhabe.
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Schuldenkrise in Griechenland