Brüssel pocht auf eine Boni-Deckelung, die USA mauern. Vor dem G-20-Gipfel sind die Fronten verhärtet - Eurogruppen-Chef Juncker spricht schon von einem Alleingang der EU.
In einer Woche treffen sich die G-20-Staaten im amerikanischen Pittsburgh zum Weltfinanzgipfel. Und da Europa möglichst mit einer Zunge sprechen will, werden am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der EU bei einem informellen Abendessen in Brüssel eine gemeinsame Linie für die Verhandlungen festlegen. Eine der drängendsten Fragen hierbei ist die Begrenzung von Managergehältern.
Die Gehälter der Banker sollen nicht gedeckelt werden - sagt zumindest US-Präsident Barack Obama. (© Foto: AP)
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Heftiger Gegenwind kommt dazu aus Großbritannien und den USA. Der amerikanische Präsident Barack Obama ist partout gegen die Deckelung von Manager-Einkünften. Obamas Berater für internationale Wirtschaftsfragen, Mike Froman, sagte, der US-Präsident sei gegen die Idee, "individuelle Höchstgrenzen der Bezahlung vorzuschreiben". In Europa gibt es jedoch zahlreiche Anhänger des Vorhabens, bei Prämienzahlungen für Bankmanager eine Höchstgrenze festzulegen.
Da ist Streit programmiert. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat bereits gefordert, sollten die USA nicht mitziehen, müsse die EU bei der Begrenzung von Banker-Boni notfalls alleine vorangehen. Er glaube zwar an einen Erfolg des bevorstehenden G-20-Gipfels, sagte der luxemburgische Ministerpräsident. Keiner der Teilnehmer könne sich ein Scheitern erlauben. Falls die USA beim Boni-Thema nicht mitzögen, dürfe dies die Europäer aber nicht aufhalten: "Dann braucht es hier einen europäischen Alleingang, der so viel an Dynamik dann mit der Zeit entwickeln wird, dass die Amerikaner sich solidarischem, international koordiniertem Vorgehen nicht verschließen können", sagte Juncker.
Auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy will in Pittsburgh konkrete Ergebnisse sehen - sollte dies nicht möglich sein, drohte der Präsident bereits mit seiner vorzeitigen Abreise.
"Pittsburgh ist keine Siegerrunde"
Die USA setzen dagegen auf eine Fortsetzung der staatlichen Konjunkturförderung. Obama werde die Notwendigkeit betonen, weiterhin wachsam zu sein, sagte sein Berater Froman. Seit dem letzten Treffen im April in London habe sich die globale Wirtschaftslage zwar verbessert. Aber "Pittsburgh ist nicht als Siegerrunde gedacht", sagte Froman.
Die EU-Staaten wollen im Kreis der führenden Industrie- und Schwellenländer (G 20) verbindliche Regeln für Bonuszahlungen an Bankmanager durchsetzen. Damit sollen die Banken angehalten werden, übermäßige Risiken zu vermeiden. Um Vorkehrungen gegen Finanzkrisen in der Zukunft zu treffen, soll außerdem die Finanzmarktregulierung vorangetrieben und die Aufsicht verstärkt werden. In Pittsburgh wollen die EU-Vertreter für ein international abgestimmtes Vorgehen beim Abzug der massiven staatlichen Konjunkturprogramme werben. Vorerst soll die Wirtschaft aber weiter gestützt werden, damit eine Erholung nach der schweren Rezession gelingt.
Juncker erhofft sich von dem Vortreffen in Brüssel auch Fortschritte bei der Debatte über die Begrenzung der Größe von Banken. Unter den EU-Regierungen wachse die Erkenntnis, dass man Banken nicht einfach so weit wachsen lassen könne, dass sie im Fall von Schwierigkeiten Staaten erpressen könnten. Dies könne etwa über höhere Eigenkapitalanforderungen bei wachsender Größe der Bank geschehen: "Das ist ein Weg, der wird ohne jeden Zweifel beschritten werden", sagte Juncker.
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(sueddeutsche.de/AFP/AP/tob/mel)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
Eigentlich ist es Unsinn, die höhe der Bezüge der Bosse deckeln zu wollen. Das ist der falsche Weg. Es sollte jedoch gesetzlich geregelt werden, in welcher Höhe diese Einkünfte als Betriebsausgaben abgesetzt werden können. Dann regelt sich der Markt von selbst. Allerdings ist hier die Lobby so stark, dass außer Gerede und heißer Luft incl. aller Worthülsen nichts passieren wird. Also trotz Krise weiter so und durch!
G. Edward Griffin : Die Kreatur von Jekyll Island , das schrecklichste Ungeheuer, das die
internationale Hochfinanz je erfand.
(der Mann ist ein certyfied finanzial planner am Finanzial Planning Institut in Denver ).
Rockefeller, Rothschild, Morgan Warburg , Kuhn &Loeb = das Kartell der Wall Street im Hintergrund und daran hat sich seit hundert Jahren bis heute nichts geändert! Und da spielt die Musik .
Zitat: "Brüssel pocht auf eine Boni-Deckelung, die USA mauern. Vor dem G-20-Gipfel sind die Fronten verhärtet - Eurogruppen-Chef Juncker spricht schon von einem Alleingang der EU. "
Wenn er auch noch eine Firewall einzieht gegen ausländische Banken, die sich nicht an die Regelung halten, könnte was draus werden.
Um einmal mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufzuräumen: Leitende Angestellte in mittleren und großen Unternehmen handeln als Unternehmer und werden auch so behandelt. Das heißt, daß der überwiegende Teil ihres Gehalts erfolgsabhängig und damit variabel ist. Da kann es auch schon mal vorkommen, daß sich das Gehalt mal viertelt, wenn vereinbarte Ziele nicht erreicht werden.
Der Kardinalfehler liegt in der Definition der Ziele (zu niedrig angesetzt und zu kurzfristig). Bei richtiger Zielvereinbarung dürften auch nur vertretbare Gehälter herauskommen. Die Verantwortung dafür liegt bei der Firmenleitung, bzw. Vorstand und Aufsichtsrat. Wenn man sich aber die heutigen Aufsichtsräte anschaut, dann wird einem klar, wo die (menschliche) Schwachstelle liegt.
der geniale Greenspan hat uns die ganze Suppe eingebrockt mit seiner maßlosen Aufblähung des Papier-Dollar- Kreislaufs (von der FED simsalabim aus dem Hut gezaubert) und mit Niedrigzins rund um den Globus verteilt. Allein die Chinesen sitzen auf 2 Billionen "bedrucktem" Papier (der Dollar als "totsichere" Währungsreserve.) Únd was tut sein "begnadeter" Nachfolger. Bernake läßt erst recht die Drucker rotieren und verteilt noch mehr bedrucktes Papier jetzt zu 0 % Zinsen . Kann mir jemand mit Logik erklären, wie das aus dem Finanz-Dilemma führen soll ?
DENN besonders die derzeitige US-Regierung MUSS nach der Pfeife der Gross-Banker handeln!
DORT, in Wall Street, sitzt die wahre, die mit Abstand grösste MACHT der USA. der keine US-Regierung, am allerwenigsten die derzeitige, widerstehen kann.
DAZU entstammen allzu viele besonders wichtige Regierungs-Berater -RUBIN, SUMMERS- bis hin zu Finanzminister GEITHNER exakt der übermächtigen Wall Street!
Ja, man darf annehmen, diese und noch viele andere, z.B. auch der Stabchef Rahm Emanuel, sind nur zu diesem Zweck in die schlecht bezahlten Regierungs-Positionen abgeordnet worden!
Interessant ist deshalb "nur" noch, ob die europ. Vasallen sich wirklich getrauen, bei der kommenden Sitzung der 20 wichtigsten wenigstens etwas Opposition vorzutäuschen, um danach aber schnell klein beizugeben und zu tun, weshalb sie in Europa Regierungsämter bekleiden dürfen!
Herr JUNKER vom klizekleinen Luxemburg mag die einzige Ausnahme sein; aber auf den hört gewiss Niemand, wenns gegen die Wall Street gehen soll!
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